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Inhaltsangabe:
Der dicke Junge Herbert ("Wambo") Stieglmeier wird von seinem tyrannischen Vater immer wieder gedemütigt und einmal sogar gezwungen, vor seiner entsetzten Mutter auf das Kruzifix zu spucken.
Später versucht sich Herbert Stieglmeier (Jürgen Tarrach) in seiner Heimatstadt München als Bühnenschauspieler.
Seine Verlobte, die Schauspielerin Amalie (Bettina Redlich), schleppt er in Rom von einer Kirche zur anderen, weil er Angst davor hat, allein mit ihr im Hotelzimmer zu sein und sich seiner von katholischen Märtyrerbildern beeinflussten sadomasochistisch-homosexuellen Neigung bewusst wird. Damit seine verwitwete Mutter (Ruth Drexel), mit der er sich die Wohnung teilt, nichts von seiner Perversion erfährt, gibt er vor, Theaterszenen zu proben, wenn er sich mit Strichjungen in sein Zimmer zurückzieht.
Sein Erfolg auf der Bühne stellt sich ein, als er grantelnde bayrische Polizisten und schlitzohrige Bauern spielt. Beim Starkbieranstich auf dem Nockherberg zieht Herbert Stieglmeier die politische Prominenz auf. Eine Brauerei zahlt ihm Millionen für Werbespots, in denen er den gemütlichen Münchner mimt, der mit dem Dackel auf dem Schoß im Biergarten ein Weißbier genießt. Kaum jemand ahnt etwas von der Einsamkeit und Zerrissenheit des populären Schauspielers. Umso entsetzter reagiert die Öffentlichkeit, als Herbert Stieglmeier unter entwürdigenden Umständen bestialisch ermordet wird.
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Filmkritik:
In "Wambo" geht es – auch nach Aussage des Produzenten Helmut Dietl – weniger um eine dokumentarische Biografie über Walter Sedlmayr, dessen Leiche am 15. Juli 1990 gefunden wurde, sondern um ein exemplarisches Drama über einen ehrgeizigen Menschen, der auf ein für seinen Erfolg entscheidendes Image achtet, obwohl er ein ganz Anderer ist, von seinen Obsessionen gepeinigt wird und an seiner Zerrissenheit verzweifelt.
Trotz der sprachlichen Hürden verkörpert der Rheinländer Jürgen Tarrach diese tragische Figur eines Münchner Volksschauspielers mit außergewöhnlicher Intensität und Glaubwürdigkeit.
Inhaltsangabe
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