Bernardo Bertolucci: 1900
mit Gérard Depardieu, Robert De Niro u. a.
      Kritik:
"1900" – "Novecento" – ist ein imposanter Monumentalfilm über die Geschichte Italiens in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Dekadenz der Landbesitzer und der menschenverachtende Fanatismus der Faschisten kontrastieren mit der Not der Landarbeiter und kommunistischen Idealen. Filmkritik
 

1900

 
  Inhalt:
Alfredo Berlinghieri und Olmo Dalco werden 1900 am selben Tag und auf dem selben Landgut in der Emilia-Romagna geboren. Ihre Großväter, der Gutsherr und einer der Pächter, trinken auf das Wohl der Neugeborenen. Ungeachtet der Standesunterschiede befreunden die beiden Jungen sich. Während jedoch Olmo nach dem Ersten Weltkrieg kommunistische Ideale propagiert, bleibt Alfredo politisch indifferent und lässt seinen faschistischen Verwalter gewähren ... Handlung, Inhaltsangabe

1900 – Originaltitel: Novecento – Regie: Bernardo Bertolucci – Drehbuch: Franco Arcalli, Giuseppe Bertolucci, Bernardo Bertolucci – Kamera: Vittorio Storaro – Schnitt: Franco Arcalli – Musik: Ennio Morricone – Darsteller: Gérard Depardieu, Robert De Niro, Burt Lancaster, Sterling Hayden, Dominique Sanda, Donald Sutherland, Ellen Schwiers, Laura Betti, Anna Henkel u.a. - 1976; 160 + 155 Minuten

   



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Bernardo Bertolucci: 1900

1. Teil: 1900. Gewalt, Macht, Leidenschaft
2. Teil: 1900. Kampf, Liebe, Hoffnung

Inhaltsangabe:

Alfredo Berlinghieri (Paolo Pavesi, Robert De Niro) und Olmo Dalco (Roberto Maccanti, Gérard Depardieu) werden 1900 am selben Tag und auf dem selben Landgut in der Emilia-Romagna geboren. Ihre Großväter, der Gutsherr (Burt Lancaster) und einer der Pächter (Sterling Hayden), trinken auf das Wohl der Neugeborenen. Ungeachtet der Standesunterschiede befreunden die beiden Jungen sich.

Während Olmo sich nach seiner Heimkehr aus dem Ersten Weltkrieg in der "Liga" für die Not leidenden Kleinbauern einsetzt, kommunistische Ideale propagiert Bücher von Dieter Wunderlich und sich mit der gleichfalls sozial engagierten Lehrerin Anita Foschi (Stefania Sandrelli) zusammentut, rebelliert Alfredo gegen seinen konservativen Vater (Werner Bruhns) und führt in der Stadt das ausschweifende Leben eines Bohemiens, doch nach dem Tod des Patriarchen übernimmt er den Familienbesitz. Während er mit der exzentrischen Ada Fiastri Paulhan (Dominique Sanda) Hochzeit feiert, schlägt sein faschistischer Gutsverwalter Attila (Donald Sutherland) Olmo mit ein paar Gleichgesinnten brutal zusammen.

Als Mussolini 1922 in Rom die Regierung an sich reißt, fühlt Attila sich in seiner politischen Ausrichtung bestätigt und berechtigt, politische Gegner zu beseitigen. Sein besonderer Hass gilt dem Kommunisten Olmo. Ada kann nicht verstehen, dass Alfredo den skrupellosen Verwalter gewähren lässt und seinem Jugendfreund in keiner Weise hilft. Zuerst versucht sie, ihre Gefühle mit Alkohol zu betäuben [Alkoholkrankheit], dann verlässt sie ihren Mann.

Olmo schließt sich im Zweiten Weltkrieg den Partisanen an.

Als Mussolini im April 1945 ermordet wird und die Faschisten um ihr Leben bangen, versucht Attila zu fliehen, wird jedoch gefasst und von den Partisanen getötet. Alfredo muss sich vor einem Tribunal der Landarbeiter verantworten.

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Filmkritik:

"1900" ("Novecento") ist ein imposanter Monumentalfilm über die Geschichte der Emilia Romagna – der Heimat des Regisseurs Bernardo Bertolucci – in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Dekadenz der Landbesitzer und der menschenverachtende Fanatismus der Faschisten kontrastieren mit der Not der Landarbeiter und kommunistischen Idealen.

Mit "Novecento" wollte Bernardo Bertolucci die rote Fahne in die USA tragen, aber damit hatte er keinen großen Erfolg. In Deutschland kam der fünfstündige Film in zwei Teilen ins Kino: (1) 1900. Gewalt, Macht, Leidenschaft; (2) 1900. Kampf, Liebe, Hoffnung.

Inhaltsangabe

Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2006

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