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Laetitia Colombani: Wahnsinnig verliebt mit Audrey Tautou, Samuel Le Bihan u.a. |
Laetitia Colombani: Wahnsinnig verliebt |
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Inhaltsangabe: Im Blumenmeer eines Floristen in Bordeaux taucht das glückstrahlende Gesicht der Kunststudentin Angélique (Audrey Tautou) auf. Sie schickt dem Mann, den sie wahnsinnig liebt, eine Rose. Loïc (Samuel Le Bihan), ein erfolgreicher Kardiologe, erhält das Geschenk in seiner Praxis. Ein Lächeln huscht über sein Gesicht, bevor er sich seiner nächsten Patientin widmet, die ihn seit Wochen immer wieder aufsucht und darauf besteht, dass er sie jedes Mal abhört. "Ich habe immer diese Schmerzen in der Brust." Bevor er sie davon abhalten kann, zieht sie ihre Bluse aus. Loïc wohnt mit seiner hochschwangeren Ehefrau Rachel (Isabelle Carré), einer Rechtsanwältin, in einer mondänen Villa am Stadtrand. Bei einer Party zeigt Angélique ihrem gleichaltrigen Freund David (Clement Sibony), wer ihr Geliebter ist. Warum er sich mit anderen Gästen statt mit ihr unterhalte, will der Medizinstudent wissen. Loïc nehme auf seine Frau Rücksicht, aber die Ehe sei am Ende, versichert Angélique;
bis zur Scheidung der beiden müsse sie sich nur noch ein wenig gedulden. Eifersüchtig beobachtet David, wie zuerst Angélique, dann auch Loïc in den oberen Räumen verschwinden und erst nach einer Weile wieder auftauchen. Als Loïc die Gesellschaft verlässt, eilt auch Angélique fort. Er fährt sie nach Hause. Sie sind für ein paar Wochen Nachbarn, denn Angélique wohnt allein in der Villa nebenan, um während eines längeren Amerikaaufenthaltes der Besitzer darauf aufzupassen, besonders auf ein exotisches Bäumchen, das nur im Schutz einer Glasglocke gedeihen kann.Im Studium zeichnet Angéliques Klasse ein männliches Aktmodell. Der Mann auf Angéliques Bild sieht jedoch wie Loïc aus. In der Nacht vor Loïcs Geburtstag stellt Angélique ein Porträt, das sie von ihm gemalt hat, vor die Tür seiner Praxis. Am Vormittag ruft sie die Sprechstundenhilfe an und erfährt, dass diese das Bild auch gleich aufgehängt hat. Sie lässt den Haustürschlüssel der ihr anvertrauten Villa nachmachen und schreibt auf den Anhänger den Namen Loïc. Ihr Studium verdient sie als Bedienung in einem Café. Dort arbeitet auch ihre Freundin Héloïse (Sophie Guillemin), eine allein erziehende Mutter, die ihre Liebhaber hin und wieder wechselt, nicht an die große Liebe glaubt und Angélique warnt, sich an den Arzt zu binden, denn schließlich sei er verheiratet und werde bald Vater. Angélique entgegnet: "Du mit deinen Typen kapierst das nicht." Die Schwangerschaft sei nur ein Trick ihrer Rivalin, giftet sie. "Mit dem Baby kettet sie ihn doch nur an sich. Hast du nicht gesehen, was für ein Theater sie um ihren Bauch macht?" Aber sie folgt einem Rat ihrer Freundin und übernachtet bei ihr und ihrer kleinen Tochter. Loïc könne sie ruhig mal eine Nacht vermissen, dann werde er vielleicht etwas aufmerksamer ihr gegenüber. Tatsächlich klopft Loïc an diesem Abend vergeblich an die Tür der Nachbarvilla, er schaut durchs Fenster, sieht aber kein Licht, steigt deshalb in seinen Wagen und fährt los. Am nächsten Morgen erfährt Héloïse am Frühstückstisch von ihrer Tochter, Angélique sei bereits fort, habe ihre Vespa ausgeliehen und werde damit zur Arbeit kommen. Mit zweistündiger Verspätung trifft Angélique am Café ein. Sie blutet am Ellbogen. Der Roller ist verbeult, aber sie versichert ihrer Freundin, sie werde für den Schaden aufkommen. Weil sie mit dem verletzten Ellbogen nicht bedienen kann, kehrt sie in die Villa zurück und lässt sich von David verbinden. Ob der Schal, den er für die Armschlinge um ihren Hals knüpft, von Loïc sei? Angélique nickt stumm. Freudestrahlend erzählt sie ihrem Freund, Loïc fliege mit ihr für ein paar Tage nach Florenz. Mit glücklicher Miene legt sie am Flughafen ihr Ticket vor und setzt sich in den Warteraum für die Maschine nach Florenz. Loïc erscheint nicht. Traurig kehrt Angélique in die Stadt zurück und wirft ihren Koffer von einer Brücke ins Wasser. David, dem nicht entgeht, wie niedergeschlagen sie ist, sucht Loïc während der Sprechstunde in dessen Praxis auf und beschwert sich darüber, wie er die junge Frau behandelt habe. Sie leide sehr darunter. Der Arzt versichert, er habe ihr klar zu verstehen gegeben, dass es aus sei. Da gebe es nichts mehr zu besprechen. Die Trennung sei endgültig. Angélique erzählt David, sie habe eingesehen, dass sie Loïc aufgeben muss und wolle ihm ein Abschiedsgeschenk schicken. Was sie dafür von ihm benötigt, flüstert sie ihm ins Ohr. Zuerst springt der Medizinstudent entsetzt auf und weigert sich, aber dann lässt er sich doch überreden. Kurze Zeit später erfährt Angélique aus den Nachrichten im Fernsehen, dass Loïc von einer Patientin angezeigt wurde. Er habe sie während der Sprechstunde belästigt und geschlagen, behauptet sie. Wegen des Vorfalls werde ihm die Ärztekammer die Zulassung entziehen, vermutet eine aufgebrachte Kommentatorin. Am nächsten Tag beobachtet Angélique, wie Loïc in seiner Praxis unter Mordverdacht verhaftet wird. Die Patientin, die ihn angezeigt hatte, wurde am Vorabend getötet. Rachel – die inzwischen eine Fehlgeburt erlitten hat – küsst ihren Mann, bevor er in das Polizeiauto steigt und erklärt den Polizisten, sie übernehme seine Verteidigung. Héloïse ist gerade bei ihrer Freundin in der Villa zu Besuch, als zwei Kriminalbeamte auftauchen. Zunächst erkundigen sich nach den Abschürfungen in Angéliques Gesicht. Sie behauptet, auf der Treppe gestürzt zu sein. Ob sie den Arzt aus dem Nachbarhaus kenne, wird sie gefragt. Habe sie vielleicht beobachtet, ob er am Vorabend zu Hause gewesen ist oder nicht? Ja, er sei da gewesen, antwortet Angélique mit betörendem Lächeln. Sie habe gegen 22 Uhr noch im Beisein ihrer Freundin kurz mit ihm telefoniert. Héloïse starrt sie fassungslos an. Sobald die Beamten gegangen sind, fragt sie Angélique, ob sie etwas mit dem Mord zu tun habe. "Willst du ihn decken oder hast du sie etwa selbst umgebracht?" Angélique gesteht ihr, dass sie bei der Patientin war, um sie zur Rücknahme der Anzeige gegen Loïc zu überreden. Dabei sei es zu einer heftigen Auseinandersetzung gekommen. Bei einem Sturz habe sich die Frau tödliche Kopfwunden zugezogen. Héloïse drängt sie, sich der Polizei zu stellen, aber davon will Angélique nichts hören. Sie droht ihrer Freundin, sie im Fall eines Verrats wegen Diebstahls in dem Café anzuzeigen – und dann müsse ihre Tochter in einem Heim aufwachsen. Als Angélique wieder allein ist, dreht sie die Hähne des Gasherds auf und legt sich auf den Boden.
Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
Angélique kauft eine Rose und schickt sie Loïc. Der Bote bringt sie ihm in die Praxis, und die Patientin, die gerade ins Behandlungszimmer geht, fragt ihn, wer ihn mit Blumen verwöhne. "Meine Frau", antwortet der Arzt zufrieden lächelnd. |
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Filmkritik: |
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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002 Seitenanfang |