John Huston: Misfits. Nicht gesellschaftsfähig
mit Marilyn Monroe, Clark Gable u.a.
      Kritik:
Aus Arthur Millers "Film-Erzählung" "Misfits" machte John Huston einen großartigen Film voller Symbole und Schlüsselszenen, der gerade wegen seiner Kargheit um so konzentrierter und eindringlicher wirkt: "Misfits. Nicht gesellschaftsfähig". Filmkritik
 

Misfits.
Nicht gesellschaftsfähig

 
  Inhalt:
Die attraktive Nachtclub-Tänzerin Roslyn lernt nach ihrer Scheidung den Cowboy Gay und zwei seiner Freunde kennen. Gemeinsam fahren sie in die Berge, wo die Männer Mustangs fangen wollen ... Inhaltsangabe





Nicht gesellschaftsfähig - Originaltitel: The Misfits - Regie: John Huston - Drehbuch: Arthur Miller - Kamera: Russell Metty - Darsteller: Marilyn Monroe, Clark Gable, Montgomery Clift, Eli Wallach u.a. - 1960; 120 Minuten
   



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John Huston:
Misfits. Nicht gesellschaftsfähig

Inhaltsangabe:

Die attraktive Nachtclub-Tänzerin Roslyn (Marilyn Monroe) fährt zu ihrer mütterlichen Freundin Isabelle nach Reno, um sich von ihrem Mann scheiden zu lassen: "Wenn ich schon einsam bin, möchte ich es wenigstens alleine sein!"

In Reno lernt sie den Cowboy Gay (Clark Gable) kennen, dessen Ehe ebenfalls scheiterte, und den ehemaligen Bomberpiloten Guido (Eli Wallach), dessen Frau während der Schwangerschaft starb. Gay überredet Roslyn, mit ihm eine Weile in Guidos unfertigem Haus zu wohnen, wo er sie liebevoll umsorgt und den verwilderten Garten bestellt. Begeistert läuft Roslyn über einen Betonklotz, der als Ersatz der noch nicht vorhandenen Treppenstufe vor der Terrassentür liegt: "Ich kann hineingehen und wieder herauskommen!" Sie fühlt sich frei und unabhängig.

Zusammen mit Gay, Guido und dem herumtingelnden Rodeo-Reiter Perce (Montgomery Clift) fährt Roslyn in die Berge, wo die Männer Mustangs fangen wollen. Bücher von Dieter Wunderlich Die Wildpferde wurden früher zur Züchtung edler Reitpferden verwendet, aber jetzt interessieren sich nur noch Hundefutter-Hersteller für die Tiere. Roslyn verzweifelt, als sie das begreift. Um ihr zu gefallen, befreit Perce die bereits eingefangenen Pferde. Gay rennt ihnen nach und wirft in einem wilden Kampf den Leithengst zu Boden. Dann aber durchschneidet er das Seil. "Warum zum Teufel hast du ihn dann gefangen?", will Guido von ihm wissen. "Hab’s eben getan. Ich mag nicht, wenn jemand für mich Entschlüsse fasst; das ist alles."

Filmkritik:

In einer veränderten Gesellschaft kippen die alten Männlichkeitsideale ins Perverse um. Solange die Männer unter sich sind, merken sie es nicht und halten sich für ungebundene Helden, aber die Ablehnung der jungen Frau bringt sie dazu, sich den Tatsachen zu stellen. Auch Roslyn findet durch die Konfrontation mit der Welt der Männer zu sich selbst.

Arthur Miller schrieb 1957 die "Film-Erzählung" für seine Ehefrau Marilyn Monroe. John Huston gestaltete daraus einen ernsten Schwarz-Weiß-Film voller Symbole und Schlüsselszenen, der gerade wegen seiner Kargheit um so konzentrierter und eindringlicher wirkt: "Misfits. Nicht gesellschaftsfähig". In diesem Kunstwerk konnte Marilyn Monroe ihr großes schauspielerisches Können beweisen.

Inhaltsangabe

Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002

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