Sidney Lumet: Die zwölf Geschworenen
mit Henry Fonda u.a.
      Kritik:
Zu sehen ist nichts anderes als die Diskussion der zwölf Geschworenen, die Gruppendynamik, die sich zwischen ihnen entwickelt. Mit sparsamsten Mitteln gelang es Sidney Lumet, einen außergewöhnlich spannenden Film zu gestalten. Filmkritik
 

Die zwölf Geschworenen

 
 


Inhalt:
Ein junger Mann steht wegen Mordes vor Gericht. Für die Geschworenen, die sich zur Beratung zurückziehen, scheint das Urteil klar zu sein. Doch wider Erwarten stimmt einer von ihnen für "nicht schuldig" ... Zusammenfassung, Inhaltsangabe, Handlung



Die zwölf Geschworenen - Originaltitel: Twelve Angry Men - Regie: Sidney Lumet - Drehbuch: Reginald Rose - Kamera: Boris Kaufmann - Schnitt: Carl Lerner - Musik: Kenyon Hopkins - Darsteller: Henry Fonda, Lee J. Cobb, Jack Warden, Martin Balsam, John Fiedler, E. G. Marshall, Jack Klugman, Ed Binns, Joseph Sweeney, Ed Begley, George Voskovec, Robert Webber u.a. - 1957; 95 Minuten
   



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Sidney Lumet: Die zwölf Geschworenen

Inhaltsangabe:

Ein Neunzehnjähriger, der seinen Vater erstochen haben soll, steht vor Gericht. Die Geschworenen ziehen sich zur Beratung zurück. Sie stimmen ab und stellen fest, dass einer von ihnen (gespielt von Henry Fonda) wider Erwarten "nicht schuldig" auf seinen Zettel geschrieben hat. Den lästigen Abweichler wollen die anderen elf Geschworenen umstimmen, um die Sache so rasch wie möglich hinter sich zu kriegen. Aber die Diskussion verunsichert einige, und mit jeder neuen Abstimmung vergrößert sich die Zahl derjenigen, die für "nicht schuldig" plädieren. Schließlich bleibt nur noch ein einziger Mann (Lee J. Cobb) übrig, der für "schuldig" votiert, und der muss nach einer heftigen Auseinandersetzung zugeben, dass er sich von seiner aggressiven Voreingenommenheit leiten ließ. Am Ende kommt ein einstimmiges "Nicht schuldig" zustande.


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Filmkritik:

Der Schwarzweißfilm "Die zwölf Geschworenen" spielt nach einer kurzen einleitenden Szene im Gerichtssaal ausschließlich im Beratungszimmer der Geschworenen und zeigt nichts anderes als deren Diskussion. Keine Rückblenden lenken von der Gruppendynamik ab, die sich zwischen den zwölf Menschen entwickelt. Mit sparsamsten Mitteln gelang es Sidney Lumet, einen außergewöhnlich spannenden Film zu gestalten, der veranschaulicht, wie sehr wir uns von unreflektierten Denkschablonen leiten lassen, wie wichtig es daher ist, anderen zuzuhören, gerade wenn sie abweichende Meinungen vertreten.

Die Handlung beruht auf einem authentischen Fall. Nach dem Drehbuch zum Fernsehfilm (1954) und zum Kinofilm (1957) schrieb Reginald Rose auch noch das Theaterstück "Twelve Angry Men", das in deutscher Übersetzung 1958 erstmals in München aufgeführt wurde: "Die zwölf Geschworenen".

Inhaltsangabe

William Friedkin drehte 1997 ein Remake von "Die zwölf Geschworenen" fürs Fernsehen.

Originaltitel: 12 Angry Men - Regie: William Friedkin - Drehbuch: Reginald Rose - Kamera: Fred Schuler - Schnitt: Augie Hess - Musik: Kenyon Hopkins - Darsteller: Jack Lemmon, Armin Mueller-Stahl, George C. Scott, Courtney B. Vance, Ossie Davis, Dorian Harewood, James Gandolfini, Tony Danza, Hume Cronyn, Mykelti Williamson, Edward James Olmos, William L. Petersen, Mary McDonnell, Tyress Allen, Douglas Spain - 1997; 115 Minuten

Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002

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