Ross Macdonald: Der blaue Hammer
(Roman)
      Kritik:
Ross Macdonald lässt seinen Privatdetektiv Lew Archer einen komplexen Fall aufklären und porträtiert in "Der blaue Hammer" zugleich eine marode Gesellschaft. Aufgrund unerwarteter Wendungen bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten. Buchkritik, Rezension
 

Ross Macdonald:
Der blaue Hammer

 
  Inhalt:
Als dem kalifornischen Kupfermagnaten Jack Biemeyer und seiner Frau ein Gemälde gestohlen wird, schalten sie den Privatdetektiv Lew Archer ein. Zuerst sieht es so aus, als ob Biemeyers Tochter und deren Freund etwas mit dem Raub zu tun haben könnten, aber dann stößt Archer auf mehrere Mordfälle und ein komplexes Familiendrama, das vor mehr als 30 Jahren begann ... Inhaltsangabe, Handlung

Originalausgabe: The Blue Hammer
Alfred A. Knopf, New York 1976

Der blaue Hammer
Übersetzung: Peter Naujack
Diogenes Verlag, Zürich 1978

Süddeutsche Zeitung / Kriminalbibliothek
Band 22, München 2006, 284 Seiten

   


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Ross Macdonald: Der blaue Hammer

Inhaltsangabe:

Der Privatdetektiv Lew Archer aus Los Angeles wird 1975 nach Santa Teresa gerufen. Aus der Villa des Kupfermagnaten Jack Biemeyer ist ein seiner Frau gehörendes Gemälde gestohlen worden. Es handelt sich um das Porträt einer jungen Frau, vermutlich gemalt von Richard Chantry, dem berühmtesten Künstler von Santa Teresa, der am 4. Juli 1950 spurlos verschwand. Ruth Biemeyer, die das Bild kürzlich von dem Kunsthändler Paul Grimes gekauft hatte, beauftragt Lew Archer, es zu suchen.

Rasch findet der Detektiv heraus, dass Doris, die zwanzigjährige Tochter der Biemeyers, das Gemälde fortnahm und ihrem zwölf Jahre älteren Freund Fred Johnson brachte. Fred arbeitet als Dozent am Kunstmuseum in Santa Teresa und wohnt noch bei seinen Eltern Gerard und Sarah Johnson. Von Lew Archer zur Rede gestellt, behauptet Fred, er habe nur herausfinden wollen, ob das Gemälde ein echter Chantry ist oder nicht. Wo es jetzt sei, wisse er nicht, denn man habe es ihm gestohlen.

Also muss Lew Archer weitersuchen. Dabei stößt er auf Paul Grimes' Leiche: Jemand hat den bisexuellen und früher heroinsüchtigen Kunsthändler, der vor Jahrzehnten Richard Chantrys Lehrer und Freund gewesen war, erschlagen.

Fast zur gleichen Zeit wird die Leiche eines zweiten Kunsthändlers bei Sycamore Point aus dem Meer gefischt. Da Jacob Whitmore Süßwasser in den Lungen hatte, muss auch er ermordet worden sein. Das Gemälde, nach dem Lew Archer sucht, stellt eine Verbindung zwischen den beiden Mordfällen dar, denn Paul Grimes hatte es vor zwei Monaten von Jacob Whitmore erworben.

Bei seinen Ermittlungen lernt Lew Archer die dreißigjährige Journalistin Betty Jo Siddon kennen, die für die Lokalzeitung in Santa Teresa schreibt. Die beiden verlieben sich und arbeiten zusammen. Außer einer zukunftsträchtigen Beziehung erhofft Betty sich eine interessante Geschichte, denn sie ist es leid, Reportagen über Abendgesellschaften zu verfassen.

Im Kunstmuseum stößt Ralph, ein Bekannter Bettys, auf einen Akt, für den offensichtlich die Frau Modell saß, die auch auf dem verschwundenen Porträt dargestellt ist. Weil der Akt vor mehr als zwanzig Jahren gemalt wurde, scheint es sich bei dem Porträt der jungen Frau um eine Gedächtnisstudie zu handeln. Lew Archer ruft den Aktmaler an: den inzwischen fünfundsiebzigjährigen Simon Lashman in Tucson, Arizona. Mildred Mead sei der Name des Modells gewesen, sagt Lashman; die Frau müsse inzwischen um die siebzig sein.

Fred und Doris sind nicht mehr in Santa Teresa. Wurde Doris von Fred entführt, und hat er vielleicht auch das Gemälde bei sich? Lew Archer vermutet die beiden auf dem Weg nach Tucson und fliegt hin, auch um mit Mildred Mead zu sprechen und weitere Nachforschungen anzustellen, denn es ist auffallend, dass alle Beteiligten früher in Tucson gelebt hatten bzw. noch dort wohnen: Die Biemeyers ebenso wie die Chantrys, Mildred Mead und der Kunsthändler Paul Grimes.

Mildred Mead soll im Chantry Canyon in den Chiricahua Mountains wohnen, in einem Haus, das ursprünglich Richard Chantrys Vater Felix gehörte, dem Ingenieur, der die Kupfermine in der Nähe erschlossen hatte. Nach dem Tod von Felix Chantry im Jahr 1942 hatte sein Nachfolger Jack Biemeyer das Haus erworben und seiner Geliebten Mildred Mead geschenkt. Der Privatdetektiv trifft sie jedoch nicht mehr dort an, denn sie verkaufte es vor drei Monaten einer Sekte und zog nach Santa Teresa in ein Motel. Fred sitzt in seinem Wagen vor dem Eingang. Er wurde verprügelt, weil er nicht zulassen wollte, dass Doris sich der Sekte anschloss. Lew Archer holt das Mädchen zusammen mit Brotherton, dem Sheriff von Copper City, heraus.

Fred beteuert, Doris nicht entführt zu haben. Sie sei von sich aus mitgekommen, als er herfuhr, um nach Mildred Mead zu suchen. Er ist sich sicher, dass das Porträt von Richard Chantry gemalt wurde, allerdings erst kürzlich aus dem Gedächtnis und nicht vor mehr als fünfundzwanzig Jahren. Deshalb ist Fred überzeugt, dass der verschollene Künstler noch lebt, und mit Hilfe von Mildred Mead habe er ihn aufspüren wollen, sagt er.

Von Sheriff Brotherton, Simon Lashman und Paul Grimes' geschiedener Ehefrau Juanita erfährt Lew Archer, dass Mildred Mead einen unehelichen Sohn namens William hatte. Bücher von Dieter Wunderlich Felix Chantry soll der Vater gewesen sein. William Mead war als Maler begabter als sein Halbbruder Richard Chantry. 1942 schwängerte er eine Frau und heiratete sie, obwohl er eine andere namens Francine liebte. Als er während des Krieges 1943 Heimaturlaub bekam, stellte er fest, dass Francine inzwischen die Ehefrau von Richard war. Der hatte ihm außerdem Entwürfe gestohlen und als eigene Arbeiten ausgegeben. Darüber kam es zum Streit. Dann wurde Williams Leiche in der Wüste gefunden. Raubvögel und anderes Getier hatten sein Gesicht zerfetzt, aber Mildred Mead identifizierte den Toten als ihren Sohn. Unmittelbar danach zogen Richard und Francine Chantry nach Santa Teresa.

Am nächsten Tag kehrt Lew Archer mit Doris Biemeyer und Fred Johnson im Privatjet der Kupferminen-Gesellschaft zurück nach Kalifornien, wo Fred bei der Ankunft verhaftet wird. Der Privatdetektiv drängt jedoch Ruth Biemeyer, dem einzigen Freund ihrer Tochter beizustehen, und der von ihr beauftragte Rechtsanwalt Roy Lackner bekommt Fred nach ein paar Tagen frei.

In dem Motel in Santa Teresa, in dem er Mildred Mead vermutete, findet Lew Archer sie nicht mehr vor: Sie zog vor einem Monat aus und erzählte etwas von einem Seniorenheim. Lew Archer bittet seine Freundin Betty, herumzutelefonieren und nach Mildred Mead zu fragen.

Mit einem Feldstecher beobachtet Lew Archer aus einiger Entfernung Francine Chantry und ihren langjährigen Hausdiener Rico im Gewächshaus der Villa beim Zuschaufeln eines größeren Loches. Kurz danach wirft Rico etwas in den Kofferraum eines Autos und fährt los. Lew Archer folgt ihm und stellt ihn, als er einen Sack mit einem menschlichen Schädel und weiteren Knochen ins Meer werfen will. Nach der Festnahme durch Captain Mackendrick sagt Rico aus, es habe sich um die Leiche eines ihm unbekannten Mannes gehandelt, der vor fünfundzwanzig Jahren klingelte und nach Richard Chantry fragte. Der Fremde sei dann ein zweites Mal gekommen, diesmal mit einer Frau und einem Kind, und habe sich mit Richard Chantry zu einem Gespräch in dessen Arbeitszimmer zurückgezogen. Dann sei der Fremde tot am Boden gelegen, und Francine Chantry habe ihm, Rico, erklärt, der Besucher sei bei einem Unfall umgekommen. In ihrem Auftrag habe er die Leiche im Gewächshaus vergraben. Richard Chantry, der damals noch keine dreißig war, sei noch am selben Tag verschwunden.

In der Nacht sucht Lew Archer Francine Chantry auf. Sie bestätigt die Aussage Ricos. Ausgegraben habe sie die Überreste der Leiche mit Rico, weil sie durch einen anonymen Erpresseranruf – vermutlich der Frau, die damals mit dem Kind dabei gewesen war – in Panik geraten sei.

Bevor Francine Chantry festgenommen werden kann, flieht sie aus der Stadt.

Von Paola Grimes, der Tochter eines der beiden ermordeten Kunsthändler, erfährt Lew Archer, wo Mildred Mead inzwischen wohnt. Der Privatdetektiv sucht die alte alkoholkranke Frau auf, und als er erfährt, dass Betty bereits bei ihr war, macht er sich Sorgen um seine neue Freundin, denn seit Stunden hat er nichts mehr von ihr gehört.

Jessie Gable, die Freundin von Jacob Whitmore, erzählt Lew Archer für 100 Dollar, dass der ermordete Kunsthändler das Porträt, mit dem für den Privatdetektiv alles anfing, vor zwei Monaten von Sarah Johnson erworben habe. Fred Johnsons Mutter arbeitet als Krankenschwester, wurde allerdings kürzlich im Hospital von Santa Teresa entlassen, weil sie angeblich Narkotika gestohlen hatte und macht seither Nachtschichten im Sanatorium "La Paloma".

Der Privatdetektiv, der vermutet, dass Betty auf dieselbe Spur stieß, sucht die Vermisste bei den Johnsons. Auf dem Dachboden sitzt Gerard Johnson mit einer Pistole vor Betty, die er nackt auf einen Stuhl gefesselt und gemalt hat. Lew Archer überwältigt ihn, befreit Betty und findet auch das gesuchte Porträt. Kurz darauf trifft die Polizei ein und verhaftet den kranken Mann, der das Gemälde aus dem Zimmer seines Sohnes Fred geholt hatte. Fred vernahm zwar die Stimme einer Frau auf dem Dachboden, aber er dachte sich nicht viel dabei, denn sein Vater hatte früher häufiger Frauen hinaufgelockt und sie dazu gebracht, sich vor ihm auszuziehen.

Bei der gerichtsmedizinischen Untersuchung werden an den in Chantrys Gewächshaus ausgegrabenen Knochen Schrapnellverletzungen festgestellt. Der Mann war also im Krieg gewesen. Das bringt den Privatdetektiv auf die Spur eines Freundes von William Mead, der im Skyhill Veterans' Hospital im Sun Valley bei Los Angeles gewesen war und vor fünfundzwanzig Jahren entlassen wurde: Gerard Johnson. Um den handelte es sich also vermutlich bei dem ermordeten Besucher Richard Chantrys. Möglicherweise wusste er etwas über die Ermordung seines Freundes William Mead, versuchte den Künstler damit zu erpressen und wurde deshalb umgebracht. Gerard Johnson war jedoch weder verheiratet, noch hatte er ein Kind. Ließ er sich bei seinem zweiten Besuch von Williams Witwe und deren Sohn begleiten? Lew Archer glaubt jetzt zu wissen, dass es sich bei Sarah Johnson in Wirklichkeit um William Meads Witwe handelt. Als Zeugin der Ermordung Gerard Johnsons hatte sie Richard Chantry in der Hand, von dem sie wusste, dass er auch ihren Mann erschlagen hatte. Aus irgendeinem Grund, vielleicht aus Rache, zwang sie ihn, von da an ihren Ehemann zu spielen. Als sie eines der Bilder verkaufte, die er nach wie vor malte, löste sie unbeabsichtigt eine verhängnisvolle Abfolge von Ereignissen aus. Paul Grimes und Jacob Whitmore mussten sterben, weil sie durch das Gemälde merkten, dass Richard Chantry noch lebte und ihm auf die Spur kamen.

Fred schöpfte Verdacht, dass der von seiner Mutter beinahe wie ein Gefangener gehaltene Alkoholiker nicht sein Vater, sondern Richard Chantry war und wollte sich durch die Analyse des Gemäldes aus der Biemeyer-Villa Gewissheit verschaffen. Durch den Diebstahl kam Lew Archer ins Spiel.

Als Mildred Meads Bitte, Richard Chantry im Gefängnis besuchen zu dürfen, abgelehnt wird, versucht sie, sich von einer Aussichtsplattform zu stürzen, schafft es jedoch nicht, das Eisengitter zu überklettern und wird von Lew Archer, der sie zufällig sieht, der Staatsanwaltschaft übergeben. In ihrem Hüfthalter wird ein scharf geschliffenes Stilett entdeckt. Wollte sie Richard Chantry erstechen?

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Bei einem der Gemälde Richard Chantrys handelt es sich um eine Pietà mit Mildred Mead als Maria und ihm selbst als Jesus. Mildred Mead kann doch nicht seine Mutter sein! Plötzlich begreift Lew Archer: Der Häftling ist tatsächlich Mildred Meads Sohn, aber es handelt sich nicht um Richard Archer alias Gerard Johnson, sondern um William Mead! Der Streit zwischen William Mead und seinem Halbbruder Richard Chantry wegen Francine und der gestohlenen Entwürfe endete nicht mit Williams, sondern mit Richards Tod. Mildred Mead identifizierte den Toten wider besseres Wissen als ihren Sohn und erhielt dafür das Haus im Chantry Canyon, und Francine, die ebenfalls alles wusste, lebte von 1943 bis 1950 mit William Mead zusammen, der sich als Richard Chantry ausgab, bevor er nach der Ermordung seines früheren Freundes Gerard Johnson dessen Identität annahm.

Zum Schluss stellt sich dann auch noch heraus, dass William nicht der uneheliche Sohn von Felix Chantry ist, sondern von dem damals siebzehnjährigen Jack Biemeier mit Mildred Mead gezeugt wurde.

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Buchbesprechung:

Mit dem Kriminalroman "Der blaue Hammer" schloss Ross Macdonald eine erfolgreiche Buchreihe mit dem Protagonisten Lew Archer ab, einem Privatdetektiv, der wie ein Nachfolger von Philip Marlowe (Raymond Chandler) und Sam Spade (Dashiell Hammett) wirkt.

"Der blaue Hammer" spielt zwar 1975 in Kalifornien, aber der komplexe Fall, den Lew Archer aufzuklären hat, wurde durch Ereignisse in Arizona zu Beginn der Vierzigerjahre ausgelöst; die Handlung erstreckt sich also über einen Zeitraum von mehr als drei Jahrzehnten. Im Mittelpunkt steht ein vielschichtiges Familiendrama; Ross Macdonald porträtiert aber zugleich eine marode Gesellschaft und leuchtet in die Abgründe, die sich hinter großbürgerlichen Fassaden auftun. Obwohl der Fall auf Seite 252 gelöst zu sein scheint, bleibt die Spannung bis zur letzten Seite (284) hoch, denn Ross Macdonald streut Zweifel und überrascht die Leserinnen und Leser ganz zum Schluss noch einmal mit einer unerwarteten Wendung.

Der Titel hat mit der eigentlichen Story nichts zu tun. Er bezieht sich auf eine Szene, bei der Lew Archer seiner Geliebten, der Journalistin Betty Jo Siddon, beim Einschlafen zusieht:

Nach einer Weile konnte ich den regelmäßigen blauen Puls an ihrer Schläfe erkennen, das Schlagen des lautlosen Hammers, der anzeigte, dass sie lebte. Ich hoffte, der blaue Hammer würde niemals aufhören zu schlagen. (Seite 275)

Inhaltsangabe

Ross Macdonald (eigentlich: Kenneth Millar) wurde 1915 in Los Gatos, Kalifornien, geboren. Nachdem der Vater ihn und seine kranke Mutter früh verlassen hatte, waren die beiden auf die Unterstützung von Verwandten angewiesen. Erst das nach dem Tod des Vaters ausbezahlte Erbe ermöglichte es ihm, in Ontario zu studieren. Seine Dissertation schrieb er über den englischen Romantiker Samuel Taylor Coleridge. Während des Studiums hatte er Margaret Ellis Sturm kennen gelernt, die sich bald nach der Eheschließung mit ihm einen Namen als Kriminalautorin machte. Um unabhängig von Margaret Millar eine eigene Karriere als Schriftsteller zu machen, wählte Kenneth Millar das Pseudonym Ross Macdonald, als er 1944 seinen ersten Roman publizierte. Fünf Jahre später eröffnete er mit "Das wandernde Ziel" eine durch den Privatdetektiv Lew Archer verknüpfte Buchreihe, die er 1976 mit "Der blaue Hammer" abschloss. 1983 starb Ross Macdonald in Santa Barbara.

Im Diogenes Verlag erschienen folgende Titel von Ross Macdonald:

  • Geld kostet zuviel
  • Die Kehrseite des Dollars
  • Dornröschen war ein schönes Kind ...
  • Unter Wasser stirbt man nicht
  • Die Küste der Barbaren
  • Der Fall Galton
  • Der Drehtzieher
  • Einer lügt immer
  • Sanftes Unheil
  • Blue City
  • Der blaue Hammer

Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2006
Textauszüge: © Diogenes Verlag

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