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Frank Schätzing: Limit (Roman) |
Frank Schätzing: Limit |
Inhaltsangabe |
Buchbesprechung:
Wer den Science-Fiction-Thriller "Limit" von Frank Schätzing lesen möchte, muss einiges an Geduld und Durchhaltevermögen mitbringen. Das liegt nicht nur am Umfang des Buches (1320 Seiten), sondern vor allem auch an der Art der Darstellung. Auf den ersten 300 Seiten von "Limit" geschieht nichts weiter, als dass eine Gruppe im Mai 2025 zum Mond reist und in China die Tochter eines Autohändlers vermisst wird. Statt in die Handlung einzusteigen, beschreibt Frank Schätzing das Szenario und verliert sich dabei in zu viele Erläuterungen. Die Bildungshuberei endet auch nicht, als die Handlung endlich in Gang kommt. Beispielsweise referiert Schätzing auf den Seiten 659 bis 685 eine teils reale, teils fiktive Geschichte Äquatorial-Guineas. Durch solche Einschübe wird die Spannung immer wieder zurückgenommen.
Sofort sah er die Leichen, den Jungen mit dem weggeschossenen Gesicht, das sterbende, sich drehende Mädchen, aus dessen zerfetzer Schulterarterie hellrote Fontänen schossen, ihren abgetrennten Arm [...] (Seite 531)
Offenbar strengte sich Frank Schätzing an, mit "Limit" den Erfolg seines Bestsellers "Der Schwarm" zu übertreffen. Dabei schoss er weit übers Ziel hinaus.
Zu guter Letzt hatte DeLucas jede Rücksichtnahme fahren lassen, Lynn [...] Prügel für den Fall angedroht, dass sie nicht unverzüglich in die Puschen kam. (Seite 1192) Mit dieser Ausdrucksweise biedert sich Frank Schätzing jungen Leserinnen und Leser an. Die Sprachkultur fördert er damit nicht, und überzogene Metaphern passen nicht dazu: [...] während die Nacht ihre Röcke rafft [...] (Seite 148) Bei einem Satz wie dem folgenden weiß man nicht, ob Frank Schätzing witzig sein wollte oder einfach nur verkehrt gedacht hat: Wangs Großmutter behauptete, ihre Erblindung sei mit einer Reihe von Vorteilen einhergegangen, deren erfreulichster sei, nicht länger dem Anblick ihrer Familienmitglieder ausgesetzt zu sein. (Seite 271) Ein Zeichen mangelnder Sorgfalt ist es, wenn eine der Figuren im Text Lars Gudmundsson und im Personenverzeichnis Lars Gutmansson heißt. |
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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2009
Frank Schätzing: Tod und Teufel |