Hintergrundinformationen zu Buch- und Filmtipps von Dieter Wunderlich |
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Der Code des Lebens: DNA (DNS) |
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ZellteilungTeilt sich eine Körperzelle, trennt sich die DNA-Leiter in der Mitte der Sprossen zwischen den beiden Nukleotidbasen auf, und an den Bruchstücken lagern sich frei vorhandene Nukleotidbasen an. Der österreichisch-amerikanische Biochemiker Erwin Chargaff beobachtete 1944, dass sich dabei nur Adenin und Thymin bzw. Guanin und Zytosin zu einer Leitersprosse paaren. Auf diese Weise entstehen zwei komplette Kopien der ursprünglichen Leiter, und jede der neuen Zellen weist die gleiche genetische Anlage auf. KörperzellenZellen sind die kleinsten eigenständig lebensfähigen Einheiten. Durch eine äußere Membran sind sie zwar von der Umwelt abgegrenzt, aber zugleich in der Lage, durch den Stoffwechsel mit der Umgebung einen inneren Gleichgewichtszustand mehr oder weniger lange auszubalancieren. Der Aufbau und die Funktion der Zellen konnten mit Elektronenmikroskopen zunehmend aufgehellt werden. Wesentliche Einblicke verdanken wir den Belgiern Albert Claude und Christian de Duve, vor allem aber George E. Palade, einem amerikanischen Biologen rumänischer Herkunft. Alle drei wurden dafür 1974 mit dem Nobelpreis geehrt. Ribosom, RNS, Aminosäuren, Proteine
George E. Palade war es auch, der einen wesentlichen Bestandteil der Körperzelle entdeckte: das Ribosom. Wie in den Ribosomen Proteine aufgebaut werden, beschrieb der Amerikaner Marshall W. Nirenberg 1961. Bei den Proteinen handelt es sich um Kettenmoleküle aus Aminosäuren. Das hatte Linus C. Pauling um 1950 erkannt. Viele Proteine bilden stützendes Körpergewebe; andere – die wir als Enzyme bezeichnen – sind an den Vorgängen in den Zellen maßgeblich beteiligt. Definiert werden sie zuallererst durch die Abfolge der Aminosäuren, also durch einen weiteren Code – wobei es allerdings nicht nur vier, sondern zwanzig verschiedene Kettenglieder gibt. Die Information über die jeweilige Sequenz der Aminosäuren ist in der DNA gespeichert. Wie gelangt sie zu den Ribosomen? Das Medium für diesen Transfer stellt die Ribonukleinsäure (RNS; englisch: RNA) dar.
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© Dieter Wunderlich 2005
Gen, Chromosom, DNA |