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Dieter Wunderlich:
Buch- und Filmtipps

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Viren und Bakterien

 


Die Aufhellung dieser Strukturen und Vorgänge ging mit der Erforschung der Viren einher. Um die Jahrhundertwende hatten Biologen und Mediziner begonnen, zwischen Viren und Bakterien zu differenzieren. Bei den Bakterien handelt es sich um 200 bis 20 000 Nanometer große einzellige Organismen, bei den Viren um 20 bis 300 Nanometer große DNA-Moleküle mit oder ohne Proteinhülle. Wendell M. Stanley gelang es 1935, Bücher von Dieter Wunderlich ein erstes Virus zu isolieren: den Erreger einer Virose der Tabakpflanze, das 300 Nanometer lange Tabakmosaikvirus.

Da Viren weder über einen eigenen Stoffwechsel zur Energiegewinnung verfügen noch dazu fähig sind, sich eigenständig zu vermehren, stellen sie Grenzformen des Lebens dar. Wenn ein Virus sein DNA-Molekül in eine Zelle injiziert, verändert sich deren Programm, und sie produziert zum Beispiel neue Viren. 1957 bemerkten der Brite Alick Isaacs und der Schweizer Jean Lindemann, dass tierische und menschliche Organismen bei einer Virusinfektion bestimmte Proteine – Interferone – bilden, um gesunde Zellen vor einem Virusbefall zu schützen.

© Dieter Wunderlich 2005

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