Der mit dem Wolf tanzt

Der mit dem Wolf tanzt

Der mit dem Wolf tanzt

Originaltitel: Dances With Wolves - Regie: Kevin Costner - Drehbuch: Michael Blake, nach seinem Roman "Dances With Wolves" - Kamera: Dean Semler - Schnitt: Neil Travi, Stephen Potter, William Hoy, Chip Masamitsu - Musik: John Barry und "Fire Dance" von Peter Buffett - Darsteller: Kevin Costner, Marry McDonnell, Graham Greene, Rodney A. Grant, Floyd Red Crow Westerman, Tantoo Cardinal, Robert Pastorelli, Charles Rocket, Maury Chaykin u.a. - 1990; 180 Minuten / Director's Cut: 240 Minuten

Inhaltsangabe

Im amerikanischen Bürgerkrieg gerät ein Leutnant der Nordstaaten-Armee in Kontakt mit den Sioux, gewinnt ihr Vertrauen und wird schließlich sogar in ihre Gemeinschaft aufgenommen. Aber die Idylle ist nicht von langer Dauer ...


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Kritik

"Der mit dem Wolf tanzt" ist ein episch breiter Monumentalfilm in opulenten Bildern über die Konfrontation der Indianer mit der von den Yankees verbreiteten Zivilisation. Kevin Costner bemüht sich, der Kultur der Sioux gerecht zu werden und überkommene Klischees zu korrigieren.
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Leutnant John J. Dunbar (Kevin Costner), ein Offizier der Nordstaaten-Armee im amerikanischen Bürgerkrieg, darf nach einem spektakulären Heldenstück über seinen nächsten Einsatzort frei entscheiden. Des mörderischen Kriegs überdrüssig, lässt er sich nach Süddakota versetzen, wo er sich in ein verlassenes Fort zurückzieht. Schließlich wird er von den in der Umgebung lebenden Sioux entdeckt. Allmählich beginnt er, sich den Indianern durch Gesten und Zeichen verständlich zu machen und tauscht Geschenke mit ihnen aus. So wie er die Indianer respektiert, akzeptieren diese seine Anwesenheit und nehmen ihn unter dem Namen „Der mit dem Wolf tanzt“ in ihre Gemeinschaft auf. Er verliebt sich in eine junge Frau (Marry McDonnell), die er für eine Indianerin hält, bei der es sich jedoch um eine Weiße handelt, die als Kind von den Sioux aufgenommen worden war. Die Idylle endet jäh, als eine Militäreinheit auftaucht, das Fort besetzt und den „Indianerfreund“ als Verräter gefangen nimmt. Er entkommt und verlässt die Gegend, um die Truppen von den Sioux abzulenken.

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Der Film von Kevin Costner basiert auf dem 1988 erschienenen Roman „Dances with Wolves“ von Michael Blake (Der mit dem Wolf tanzt, Übersetzung: Joachim Honneff, 1991).

Die Dreharbeiten fanden hauptsächlich in South Dakota statt. Ein Stab von 130 Mitarbeitern kümmerte sich um den Einsatz von 48 Schauspielern mit Sprechrollen, 500 Statisten, 300 Pferden und 3500 Büffeln. Um die herbstlichen Szenen im Sommer drehen zu können, wurde das Laub der Bäume mit rund vierzigtausend Liter Farbe besprüht. Da selbst die Indianer unter den Darstellern den alten Dialekt der Lakota-Sioux nicht mehr beherrschten, mussten sie einen Monat lang Sprachunterricht nehmen.

Obwohl Kevin Costner bei seinem Regie-Debüt darauf bestand, dass in einem großen Teil des Films Lakota-Sioux gesprochen wird und deshalb Untertitel nötig sind, wurde „Der mit dem Wolf tanzt“ auch ein kommerzieller Erfolg.

„Der mit dem Wolf tanzt“ ist ein episch breiter, detailverliebter Monumentalfilm in opulenten Bildern über die Konfrontation der Indianer mit der von den Yankees verbreiteten Zivilisation. Kevin Costner bemüht sich in seinem Film, der Kultur der Sioux gerecht zu werden und überkommene Klischees zu korrigieren.

„Oscars“ gab es für den Film, die Regie, das Drehbuch, die Kameraführung, den Schnitt, die Musik und den Ton (Russell Williams II, Jeffrey Perkins, Bill W. Benton und Greg Watkins). Nominiert hatte man auch den Hauptdarsteller Kevin Costner und zwei der Nebendarsteller (Mary McDonnell und Graham Greene), Jeffrey Beecroft und Lisa Dean für die Ausstattung und Elsa Zamparelli für die Kostüme.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2003

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