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Aus einem "verhaltensauffälligen Abiturienten" wird ein weltverachtender Misanthrop und "mentaler Amokläufer". Der Grübler weigert sich, die Erwartungen der Konsum- und Leistungsgesellschaft zu erfüllen, wehrt sich gegen den Zwang zur Selbstverwirklichung und unaufhörlichen Leistungssteigerung. Er steigt verzweifelt aus und will sich nicht, wie die anderen, zeitlebens darüber hinwegtäuschen, dass er sich nichts vormache.
Statt einer Handlung mit anschaulich gestalteten farbigen Szenen folgen wir Beobachtungen und Gedanken des ebenso klugen wie skurrilen Erzählers. So wird "Blaues Blut" zur mit Aperçus gespickten philosophischen Achterbahnfahrt weitab vom Mainstream, vorgetragen mit gedanklichem Furor und einer außergewöhnlich kraftvollen poetischen Sprache.
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