Kleine Tricks

Kleine Tricks

Kleine Tricks

Kleine Tricks – Originaltitel: Sztuczki – Regie: Andrzej Jakimowski – Drehbuch: Andrzej Jakimowski – Kamera: Adam Bajerski – Schnitt: Cezary Grzesiuk – Musik: Tomasz Gassowski – Darsteller: Damian Ul, Ewelina Walendziak, Tomasz Sapryk, Rafal Guzniczak, Iwona Fornalczyk, Joanna Liszowska u.a. – 2007; 90 Minuten

Inhaltsangabe

Der 7 Jahre alte Schüler Stefek lebt mit seiner seiner elf Jahre älteren Schwester Elka und der Mutter in einer polnischen Kleinstadt. Der Vater hatte die Familie noch vor Stefeks Geburt verlassen. Der Junge kennt nur ein Foto von ihm. Eines Tages hält er einen Bahnreisenden für den Vater. Überzeugt davon, dass es möglich ist, das Glück herbeizuzaubern, macht Stefek sich ans Werk, um den Mann mit seiner Mutter zusammenzubringen ...
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Kritik

"Kleine Tricks" ist kein düsteres Sozialdrama, weil Andrzej Jakimowski das Geschehen aus der kindlichen Sicht des Siebenjährigen zeigt, der glaubt, das Glück herbeizwingen zu können. Die Hässlichkeit seiner Heimatstadt fällt Stefek gar nicht auf.
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Der sieben Jahre alte Schüler Stefek (Damian Ul) lebt mit seiner seiner elf Jahre älteren Schwester Schwester Elka (Ewelina Walendziak) und der Mutter (Iwona Fornalczyk) in einer heruntergekommenen polnischen Kleinstadt. Der Vater hatte die Familie noch vor Stefeks Geburt verlassen. Der Junge kennt nur ein übermaltes und zerknülltes Foto von ihm.

Während die Mutter den ganzen Tag in ihrem Tante-Emma-Laden arbeitet, kümmert sich Elka um ihren Bruder, der gerade Sommerferien hat.

Sie zeigt ihm, wie man das Schicksal beeinflussen kann, zum Beispiel indem sie einem erfolglosen Straßenverkäufer (Andrzej Lanczont) durch kleine Tricks Kunden für seine Äpfel zutreibt.

Bei der Bahnfahrt zu einem Bürohochhaus, wo Elka sich um eine Stelle als Fremdsprachensekretärin bewirbt, fällt Stefek ein Reisender (Tomasz Sapryk) auf, den er aufgrund des Fotos für seinen Vater hält. Er macht seine Schwester auf den Fremden aufmerksam, aber sie teilt seine Einschätzung nicht.

Davon lässt der Junge sich nicht beirren. In der Sparkasse wechselt er ein Geldstück in kleine Münzen ein. Die wirft er wie Glückspfennige zwischen die Gleise, um das Schicksal zu beeinflussen. Ein Reisender klettert vom Bahndamm hinunter, um die Münzen aufzuheben. Der Zug fährt ein. Der Mann, den Stefek für seinen Vater hält, rennt erschrocken zu dem Gefährdeten, der es im letzten Augenblick zurück auf den Bahnsteig schafft. Durch den Vorfall versäumt Stefeks vermeintlicher Vater seinen Zug. Elkas Freund Jerzy (Rafal Guzniczak) hilft Stefek, den Mann in der Bahnhofsgaststätte festzuhalten, bis auch der nächste Zug ohne ihn abgefahren ist. Jetzt braucht Stefek ihn nur noch durch seinen Einfluss aufs Schicksal zu seiner Mutter in den Laden zu lenken, dann wird alles gut.

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Sehenswert ist „Kleine Tricks“ nicht so sehr wegen der Handlung, sondern wegen der Art der Darstellung. Andrzej Jakimowski zeigt das Geschehen aus der kindlichen Sicht des Siebenjährigen, der glaubt, das Glück herbeizaubern zu können. Die Hässlichkeit seiner Heimatstadt fällt Stefek gar nicht auf. So ist „Kleine Tricks“ alles andere als ein düsteres Sozialdrama. Unaufgeregt und ohne Effekthascherei lehrt Andrzej Jakimowski uns, die Welt hin und wieder wie ein Kind zu betrachten.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2011

Stefan Aust - Der Baader-Meinhof-Komplex
"Der Baader-Meinhof-Komplex" gilt bis heute als Standardwerk über die Entstehung der RAF und die Entwicklung bis zum "heißen Herbst" 1977. Stefan Aust schreibt kenntnisreich, spannend und leicht verständlich, nicht als Ankläger oder Verteidiger, sondern wie ein journalistischer Berichterstatter.
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