Lust auf anderes

Lust auf anderes

Lust auf anderes

Lust auf anderes - Originaltitel: Le goût des autres - Regie: Agnès Jaoui - Drehbuch: Agnès Jaoui und Jean-Pierre Bacri - Kamera: Laurent Dailland - Schnitt: Hervé De Luze - Musik: Jean-Charles Jarrell - Darsteller: Jean-Pierre Bacri, Anne Alvaro, Agnès Jaoui, Gérard Lanvin, Christiane Millet, Wladimir Yordanoff, Anne Le Ny, Brigitte Catillon u.a. - 2000; 105 Minuten

Inhaltsangabe

Der zwar steinreiche, aber völlig ungebildete und nicht mehr ganz junge Unternehmer Jean-Jacques Castella verliebt sich in die Theaterschauspielerin Clara und versucht, sich ihrer Welt zu nähern. Dabei macht er sich zum Narren, während die Bohèmiens Geschäftssinn entwickeln und ihn ausnutzen.
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Kritik

"Lust auf anderes" ist eine stille, fein gesponnene Komödie, in der zwei gegensätzliche Welten – die des Geschäfts und die der Kunst – aufeinandertreffen. Die Lust des Protagonisten auf anderes wird in mehreren Nebenhandlungen variiert.

Widerwillig begleitet der zwar steinreiche, aber völlig ungebildete und nicht mehr ganz junge Unternehmer Jean-Jacques Castella (Jean-Pierre Bacri) seine Ehefrau Angélique, eine Innenarchitektin, ins Theater. Während sie sich während der Aufführung langweilt, begeistert er sich für eine der Schauspielerinnen: die 40-jährige Clara (Anne Alvaro). Da sie auch Englischunterricht erteilt, nutzt er die Gelegenheit, häufiger mit ihr zusammen zu sein und drängt sich ihr auch auf, wenn sie mit ihren Freunden aus der Kunstszene zum Essen geht. In der ungewohnten Umgebung macht der Geschäftsmann sich lächerlich. Der Bohèmien Antoine zeigt allerdings Geschäftssinn und nutzt die Naivität des vermeintlichen Kunstbanausen aus, um ihm Bilder seines Lovers Benoît zu verkaufen und gut bezahlte Aufträge zu bekommen. Immerhin beginnt Castella ein Gefühl für Kitsch zu entwickeln und muss inzwischen bei der von seiner Frau vorgenommenen Einrichtung seines Hauses an eine Pralinenschachtel denken. Castella sieht sich zwar mehrere Aufführungen des Theaterstücks an, in dem Clara mitspielt, aber von den Romanen, die sie ihm leiht, liest er jeweils nur die ersten Seiten. Sobald seine Englischkenntnisse halbwegs ausreichen, reimt er für sie ein Liebesgedicht – aber Clara sagt ihm unumwunden, dass sie seine Gefühle nicht erwidert.

Parallel dazu entwickeln sich Nebenhandlungen, zum Beispiel um Castellas naiven Chauffeur Bruno, der zwar mit der Kellnerin Mani (Agnès Jaoui) schläft, aber traurig ist, als seine in den USA studierende Freundin ihm schreibt, dass sie mit einem anderen Mann zusammen war. Auch aus der Affäre Brunos mit Mani entwickelt sich keine dauerhafte Beziehung, denn Mani bevorzugt Castellas kühlen, selbstbewussten Bodyguard Franc, einen früheren Polizisten, der Mitleid mit Bruno verspürt, weil er ihn für zu gutmütig hält, um in dieser Welt Erfolg zu haben.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2003

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