Polly Blue Eyes

Polly Blue Eyes

Polly Blue Eyes

Originaltitel: Polly Blue Eyes - Regie: Tomy Wigand - Drehbuch: Karin Laudenbach und Martin Rosefeldt, nach dem von Martin Rauhaus überarbeiteten Drehbuch "Die kleine Schwester" von Boris Naujoks - Kamera: Gernot Roll - Schnitt: Christian Nauheimer - Musik: Wolfgang Glum, Warner Poland - Darsteller: Susanne Bormann, Matthias Schweighöfer, Meret Becker, Ulrich Noethen, Maxi Warwel, Sebastian Ströbel, Jana Pallaske u.a. - 2005; 100 Minuten

Inhaltsangabe

Als die 20-jährige Polly aus der Jugendhaft entlassen wird, möchte sie ein neues Leben beginnen und die Abnabelung von ihrer nichtsnutzigen Familie nachholen. Tatsächlich findet sie Arbeit in einem Burger-Restaurant und lernt einen Mann kennen, den sie für den Richtigen hält: einen Kriminalbeamten. Alles könnte gut werden, wenn da nicht der neue Freund ihrer Schwester wäre, der von seinen osteuropäischen Gläubigern unter Druck gesetzt wird …
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Kritik

"Polly Blue Eyes" ist eine schräge, quirrlige Komödie mit vielen guten inhaltlichen und stilistischen Einfällen.

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Bevor die zwanzigjährige Polly (Susanne Bormann) nach zwei Jahren Jugendhaft entlassen wird, überrascht sie ihre Zellengenossin Jale (Jana Pallaske) bei einem Selbstmordversuch aus Liebeskummer und verspricht ihr, deren früheren Liebhaber zu suchen. Auf dem Parkplatz vor der Haftanstalt wird Polly von früheren Freunden begrüßt, aber sie möchte sich von ihnen lösen und vor allem auch die noch nicht erfolgte Abnabelung von ihrer Familie nachholen: von ihrem Vater Herbert (Ulrich Noethen), der selbst als Kleinganove ein Versager ist und in der Zwischenzeit ihr Sparschwein geplündert hat, ihrer nichtsnutzigen Mutter Maria (Meret Becker) und ihrer nymphomanen, geldgierigen Schwester Susanna (Maxi Warwel).

Polly träumt von Hochzeit, Kindern und einem eigenen Haus. Tatsächlich findet sie eine ordentliche Arbeit im Burger-Restaurant „Cheops“ und lernt einen Mann kennen, den sie für den Richtigen hält: den Kriminalbeamten Stefan (Sebastian Ströbel).

Alles könnte gut werden, wenn da nicht der neue Freund ihrer Schwester wäre. Ronny (Matthias Schweighöfer) wird von seinen osteuropäischen Gläubigern unter Druck gesetzt, und um seine Schulden begleichen zu können, plant er, einen Vertrieb von Fertighäuern aus Aluminium aufzuziehen. Damit, glaubt der prahlerische Schlawiner, ließe sich schnell Geld machen. Allerdings fehlt ihm das erforderliche Startkapital, und das will er mit einem Raubüberfall beschaffen, bei dem ihn seine Geliebte und deren Familienangehörige unterstützen sollen …

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In der skurrilen Komödie „Polly Blue Eyes“ geht es um das Gefühlschaos beim Erwachsenwerden und der Suche nach sich selbst, aber auch um die Sehnsucht nach Glück und Liebe. Stefan und Ronny verkörpern zwei grundverschiedene Lebensentwürfe, zwischen denen Polly sich entscheiden muss: Der Kriminalbeamte Stefan steht für Sicherheit und Familienleben, der Kleinkriminelle Ronny für Risiko, Spaß und Abenteuer.

Tomy Wigand spielt bewusst mit Klischees, die er auch als solche zu erkennen gibt. Die Darsteller der vorwiegend schrägen und bewusst überzeichneten Figuren zeigen sich in bester Spiellaune. Häufig wurden sie in ungewohnten Kameraperspektiven und –fahrten aufgenommen. Dazu kommen Jump Cuts, Zeitlupen und extreme Beschleunigungen der Bildfolgen, und an einigen Stellen sind videoclipartige Szenen eingebaut. Originell sind nicht zuletzt die deutlich hörbaren Wischblenden.

Bei der anonymen Stadt, in der „Polly Blue Eyes“ spielt, handelt es sich übrigens um Leipzig.

Tomy Wigand wurde am 2. Juli1952 in Ludwigsburg geboren. Nach dem Studium an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) arbeitete er als Drehbuchautor, Regisseur und Cutter. „Fußball ist unser Leben“ (2000) war sein erster abendfüllender Kinofilm.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2005

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