Arthur Miller


Arthur Miller wurde am 17. Oktober 1915 als Sohn des jüdischen Texilfabrikanten Isadore Miller und dessen Ehefrau Augusta im New Yorker Stadtteil Harlem geboren. Nach dem Bankrott des Familienunternehmens in der Weltwirtschaftskrise (1929) zog die Familie mit ihren drei Kindern Arthur, Kermit und Joan nach Brooklyn. 1934 immatrikulierte Arthur Miller sich an der University of Michigan in Ann Arbor, um Journalismus zu studieren, aber nach vier Semestern wechselte er zu Anglistik. 1938 schloss er sein Studium ab.

Schon als Student hatte Arthur Miller mehrere Theaterstücke geschrieben und für „No Villain“ den Avery Hopwood Award bekommen. Im Alter von dreiunddreißig Jahren wurde Arthur Miller für sein am 10. Februar 1949 uraufgeführtes Stück „Death of a Salesman“ („Der Tod des Handlungsreisenden“) mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Vier Jahre später, nach der Erstaufführung seines Stücks „The Crucible“ („Hexenjagd“, auch: „Die Hexen von Salem“) zogen die Kommunistenjäger um Senator Joseph McCarthy Erkundigungen über Arthur Miller ein, und weil er sich 1956 weigerte, vor einem Untersuchungsausschuss Kommunisten zu verraten, verurteilte ihn ein Gericht im Jahr darauf zu einer

Haftstrafe, die er allerdings nicht antreten musste, weil er nach einigen Monaten rehabilitiert wurde.

1940 heiratete Arthur Miller Mary Grace Slattery. Mit ihr zeugte er eine Tochter (Jane Ellen, *1944) und einen Sohn (Robert, *1947). Als er 1951 durch den Filmregisseur Elia Kazan (1909 – 2003) den Hollywood-Star Marilyn Monroe (1926 – 1962) kennenlernte, zerbrach die Ehe, und er geriet in die Schlagzeilen der Boulevardpresse, die dann auch 1956 groß über die Hochzeit von Arthur Miller und Marilyn Monroe berichtete. Für Marilyn Monroe schrieb er 1957 das Filmdrehbuch „Misfits. Nicht gesellschaftsfähig“. Doch während der Dreharbeiten im Jahr 1960 beschlossen Arthur Miller und Marilyn Monroe, sich scheiden zu lassen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Arthur Miller bereits ein Verhältnis mit der berühmten österreichischen Fotografin Inge Morath (1923 – 2002). Die beiden heirateten 1962. Sie bekamen eine Tochter (Rebecca, *1962) und einen Sohn (Daniel, *1966).

Arthur Miller überlebte seine dritte Ehefrau um drei Jahre: Am 10. Februar 2005 starb der krebskranke Neunundachtzigjährige in Roxbury, Connecticut, an Herzversagen.

Bühnenstücke von Arthur Miller (Auswahl)

  • Der Mann, der das Glück gepachtet hat (1944)
  • Alle meine Söhne (1947)
  • Der Tod des Handlungsreisenden (1949)
  • Hexenjagd (1953)
  • Ein Blick von der Brücke (1955)
  • Nach dem Sündenfall (1964)
  • Die große Depression (1980)

© Dieter Wunderlich 2005

Volker Schlöndorff: Tod eines Handlungsreisenden (Verfilmung von Arthur Millers Theaterstück)
John Huston: Misfits. Nicht gesellschaftsfähig (Drehbuch: Arthur Miller)
Marilyn Monroe (Kurzbiografie)

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"Theres" ist keine narrative Biografie, sondern eine Collage. Steve Sem-Sandberg kombiniert in dem Roman Texte über Ulrike Meinhof und die RAF. Dabei spricht er nur den Intellekt des Lesers an und lässt keine Empathie aufkommen.
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