Ein mörderischer Sommer

Ein mörderischer Sommer

Ein mörderischer Sommer

Ein mörderischer Sommer - Originaltitel: L'été meutrier - Regie: Jean Becker - Drehbuch: Sébastian Japrisot, nach seinem Roman "L'été meurtrier" - Kamera: Etienne Becker - Musik: Georges Delerue - Darsteller: Isabelle Adjani, Alain Souchon, Suzanne Flon, Jenny Cleve, Francois Cluzet, Manuel Gelin, Michel Galabru, Maria Machado u.a. - 1982; 125 Minuten

Inhaltsangabe

Die schöne 19-Jährige Eliane wohnt bei ihrer deutschen Mutter und ihrem auf einen Rollstuhl angewiesenen Stiefvater Gabriel Devigne in einem südfranzösischen Dorf. Wo sie auf ihren Stöckelschuhen im dünnen, kurzen Kleid zu sehen ist, bringt sie die Männer um den Verstand. Schließlich heiratet sie den schüchternen Automechaniker Pin Pon, der nicht ahnt, was Eliane wirklich bewegt ...
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Kritik

Filmkritik:
"Ein mörderischer Sommer" ist ein mitreißender Film, der harmlos beginnt, dann zum Erotikthriller mutiert und als Tragödie endet.

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Die schöne 19-Jährige Eliane (Isabelle Adjani) wohnt bei ihrer deutschen Mutter Paula (Maria Machado) und ihrem auf einen Rollstuhl angewiesenen Stiefvater Gabriel Devigne (Michel Galabru) in einem südfranzösischen Dorf. Wo sie auf ihren Stöckelschuhen im dünnen, kurzen Kleid zu sehen ist, bringt sie die Männer um den Verstand. Darunter auch den eher schüchternen Automechaniker Florimonto Montecciari („Pin Pon“ – Alain Souchon), der mit seiner verbitterten Mutter (Jenny Clève), den beiden Brüdern Mickey (François Cluzet) und Boubou (Manuel Gélin) sowie der Tante Cognata (Suzanne Flon) auf einem Bauernhof wohnt. Pin Pons Vater ist seit langer Zeit tot.

Eine erste Begegnung von Eliane und Pin Pon verläuft zwar enttäuschend für ihn, aber bald darauf taucht Eliane in der Werkstatt auf und fragt Pin Pon, ob er ihr Fahrrad reparieren könne. Sie kommen sich näher. Als sie miteinander in einer Scheune des Bauernhofs schlafen, entdeckt Eliane ein abgestelltes Klavier mit der Initiale „M“.

Eliane weiß, dass ein Klavier mit dem Zeichen „M“ auf dem Lastwagen von drei Männern stand, die ihre Mutter im November 1955 nach dem Weg fragten, dann merkten, dass Paula allein in dem abgelegenen Haus war und sie einer nach dem anderen brutal vergewaltigten. Dabei wurde Eliane gezeugt. Im Alter von neun Jahren erfuhr das Kind, dass es nicht Devigne, sondern Wieck heiße und dann auch von der Vergewaltigung.

Ein paar Jahre später fühlte Eliane sich von ihrem Stiefvater im Garten bedrängt. Und weil sie aufgrund der Traumatisierung durch das Wissen über die Vergewaltigung ihrer Mutter befürchtete, er wolle ihr Gewalt antun, schlug sie mit einer Schaufel auf ihn ein. Seither ist er gelähmt. Aber statt die Wahrheit zu sagen, behauptet er, er sei bei der Apfelernte von der Leiter gefallen.

Das Klavier weckt Elianes Argwohn. Handelt es sich um das Musikinstrument, das die drei Männer damals mit dem Lastwagen transportierten? Steht das M für Montecciari? Um mehr darüber herauszufinden, zieht Eliane zu Pin Pon. Dessen Tante Cognata verrät ihr, dass das Klavier von dem Holzhändler Leballech (Jean Gaven) geliefert wurde. Schließlich glaubt Eliane, dass Montecciari, Leballech und der Immobilienmakler Touret (Max Morel) – Leballechs Schwager – ihre Mutter vergewaltigten.

Sie täuscht Pin Pon eine Schwangerschaft vor und erreicht dadurch, dass er die Eheschließung mit ihr vorbereitet. Am Hochzeitstag geht Eliane zu ihrem Stiefvater, aber der ist nicht bereit, offen mit ihr zu sprechen.

Dann macht sie sich an Leballech und Touret heran.

An ihrem 20. Geburtstag erzählt Eliane einer ehemaligen Lehrerin, Leballech und Touret würden sie bedrängen. Diese Information soll die Lehrerin Pin Pon weitergeben, falls ihr etwas zustößt.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
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Leballech findet heraus, dass Eliane ihn als Vergewaltiger ihrer Mutter verdächtigt. Er versichert ihr, dass er keiner der drei Männer gewesen sei, die damals den Auftrag hatten, Montecciari das Klavier zu bringen. Die hätten ihm das Klavier zurückgebracht, und er habe es dann allein ausgeliefert. Ihr Stiefvater wisse das, sagt Leballech weiter, denn der habe sich vor mehr als zehn Jahren bei ihm nach den Ereignissen von damals erkundigt.

Eliane versucht daraufhin erneut, mit ihrem Stiefvater zu reden. Gabriel Devigne gibt ihr lediglich einen Hinweis auf alte Zeitungsausrisse, die im Futter einer Jacke versteckt sind. Den Artikeln entnimmt Eliane, dass ihr Stiefvater die drei Vergewaltiger bereits vor Jahren ermordete.

Sie begreift, dass die Rache die Zeit nicht zurückdrehen und Dinge ungeschehen machen kann. In ihrer Verzweiflung bildet sie sich ein, wieder ein neunjähriges Kind zu sein. Man bringt sie in eine Nervenheilanstalt.

Dort besucht Pin Pon sie.

Elianes ehemalige Lehrerin sagt ihm, dass Touret und Leballech seine Frau bedrängt und sie in den Wahn getrieben hätten. Daraufhin holt er sein Jagdgewehr aus dem Schrank …

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„Ein mörderischer Sommer“ ist ein mitreißender Film, der harmlos beginnt, dann zum Erotikthriller mutiert und als Tragödie endet. Parallel dazu entpuppt sich das verführerische Mädchen im Blumenkleid als Psychopathin. Atemberaubend ist der virtuos inzensierte Film auch wegen Isabelle Adjani, die nicht nur aufregend aussieht, sondern auch eindrucksvoll spielt.

Das Drehbuch für „Ein mörderischer Sommer“ schrieb Sébastian Japrisot nach seinem Roman „L’été meurtrier“ (1977; „Blutiger Sommer“, 1979).

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002/2014

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