Panic

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Panic

Originaltitel: Panic - Regie: Henry Bromell - Drehbuch: Henry Bromell - Kamera: Jeffrey Jur - Schnitt: Lynzee Klingman und Cindy Mollo - Musik: Brian Tyler - Darsteller: William H. Macy, Donald Sutherland, Tracey Ullman, Neve Campell, John Ritter, Barbara Bain u.a. - 2000; 85 Minuten

Inhaltsangabe

Alex führt mit seiner Frau und seinem sechsjährigen Sohn ein gutbürgerliches Leben. Dass er das meiste Geld verdient, indem er als Auftragskiller für seinen Vater arbeitet, wissen nur er und seine Eltern. In der Midlife Crisis plagen ihn plötzlich Skrupel; er überlegt, ob er mit dem Morden aufhören soll und konsultiert einen Therapeuten ...
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Kritik

Henry Bromells Kinodebüt "Panic" ist eine kleine, aber feine Thrillerkomödie mit unterkühltem schwarzem Humor. Mit dem immer ein wenig tragikomisch wirkenden William H. Macy hat Henry Bromell die Hauptrolle ideal besetzt.
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Alex (William H. Macy) führt einen Versandhandel. Der Vierzigjährige ist verheiratet und bewohnt mit seiner Frau Martha (Tracy Ullman) und seinem sechsjährigen Sohn Sammy eine teure Villa. Dass er das meiste Geld als Auftragskiller verdient, ahnt nicht einmal Martha; das Geheimnis kennen nur noch seine Eltern. Alex war ein siebenjähriges Kind (Thomas Curtis), als sein Vater Michael (Donald Sutherland) anfing, ihn zum Killer auszubilden, indem er ihm beibrachte, Eichhörnchen zu erschießen. Michael nimmt die Aufträge an und gibt seinem Sohn aus Sicherheitsgründen nur den Namen und Fotos der Zielperson weiter.

In der Midlife Crisis plagen ihn plötzlich Skrupel; er überlegt, ob er mit dem Morden aufhören soll und sucht einen Psychologen auf, um mit ihm über seine Probleme zu sprechen. Dr. Josh Parks (John Ritter) glaubt zunächst, sein neuer Patient mache einen Scherz, aber dann begreift er, dass er tatsächlich einen Profikiller vor sich sitzen hat. Der bricht die Sitzung allerdings nach wenigen Minuten ab, weil er daran zweifelt, dass eine Therapie ihm helfen kann.

Als er mit seiner Mutter Deidre (Barbara Bain) über seine Verunsicherung spricht, erinnert sie ihn entrüstet daran, dass sein Vater zeitlebens geschuftet habe, um das florierende Geschäft aufzubauen. Wenn ihm die Arbeit zu viel sei, solle er lieber den Versandhandel aufgeben. Auf keinen Fall dürfe er seinen Vater enttäuschen. – Obwohl sie versprochen hat, über das Gespräch zu schweigen, warnt sie Michael: Alex spiele mit dem Gedanken, nicht mehr für ihn zu arbeiten und habe bereits einen Therapeuten konsultiert.

Um die junge Frau wiederzusehen, die er im Wartezimmer von Dr. Parks kennen lernte, setzt Alex die Therapie doch fort. Die dreiundzwanzigjährige Friseuse Sarah Cassidy (Neve Campbell) benötigt psychologischen Rat, weil sie ein wenig manisch-depressiv ist und nicht weiß, in welche Richtung ihr Leben weitergehen soll. Alex muss den ganzen Tag über an Sarah denken. Ihr nachzuspionieren wird zu einer Obsession. Bald schöpft Martha Verdacht, dass er eine Geliebte hat.

Beim Mittagessen erhält Alex den nächsten Auftrag von seinem Vater. Als er die Fotos aus dem Umschlag zieht, stellt er verwundert fest, dass er seinen Therapeuten töten soll.

Er folgt Josh Parks, als dieser seinen Hund spätabends im Park ausführt und zielt mit einer Pistole auf ihn. Da überfallen zwei Jugendliche den Psychologen und reißen ihn zu Boden. Beim Anblick von Alex, der mit der Waffe im Anschlag näher kommt, flüchten sie. Alex verschwindet gleich darauf in der Dunkelheit; Parks hat ihn jedoch erkannt.

Alex besucht Sarah, aber sie weigert sich, mit ihm ein Verhältnis anzufangen, weil sie damit rechnet, dass er sie nach kurzer Zeit fallen lassen würde, und sie möchte nicht wieder enttäuscht und allein gelassen werden. Ohne zu versuchen, Sarah umzustimmen, verabschiedet Alex sich und verlässt ihre Wohnung.

In einer Kneipe erklärt er seinem Vater, er wolle aus dem Geschäft aussteigen. Michael reagiert unwirsch: „Das hat dir dein Therapeut eingeredet!“ Die Äußerung zeigt Alex, dass seine Mutter nicht geschwiegen hat, und er ahnt, dass es für die Ermordung Dr. Parks‘ keinen Auftraggeber außer seinem Vater gibt: Der Psychologe soll sterben, weil er Bescheid weiß.

Noch einmal besucht er Sarah, aber nur, um ihr zu einzugestehen, dass er seine Familie nicht verlassen möchte. Im Treppenhaus hört er, wie es in ihrer Wohnung klirrt und eilt zurück. Sarah versucht, sich die Pulsadern aufzuschneiden und schluchzt, sie sei eben eine Hysterikerin. Alex nimmt sie tröstend in die Arme, und dann lieben sie sich auf dem Fußboden.

Nach einem Ausflug mit seinem Großvater gesteht der kleine Sammy seinen Eltern aufgewühlt, er habe ein Eichhörnchen erschossen. Großvater habe ihm gezeigt, wie es geht und ihn dazu gezwungen, obwohl er das Tier nicht töten wollte. Alex springt auf, rast mit seinem Wagen los. Privatdetektiv Larson (Miguel Sandoval), den Josh Parks eingeschaltet hat, weil er ahnt, dass Alex ihn töten soll, folgt ihm. Alex geht zu seinem Vater ins Arbeitszimmer und erschießt ihn. Bei dem Schusswechsel mit dem Kriminalbeamten wird er ebenfalls getötet.

Im Wartezimmer von Dr. Parks begegnen sich Sarah und Martha, die auf Sammy wartet, der durch eine Therapie von dem Schock geheilt werden soll. Martha ahnt nicht, wer neben ihr sitzt, aber Sarah weiß es, als sie den Namen des Jungen hört.

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Henry Bromells Kinodebüt „Panic“ ist eine kleine, aber feine Thrillerkomödie mit unterkühltem schwarzem Humor. Mit dem immer ein wenig tragikomisch wirkenden William H. Macy hat Henry Bromell die Hauptrolle ideal besetzt.

In Deutschland kam „Panic“ nicht ins Kino, war aber am 11. Oktober 2004 erstmals im Fernsehen zu sehen (ZDF).

Songs, die in „Panic“ zu hören sind:

  • Dot Allison: „Tomorrow Never Comes“
  • Pablo Beltrán Ruiz: „Sway“
  • Tim Bright, Alan Friedman, Paris Hampton: „The Other Side of Never“
  • Chad L. Butler, Bernard J. Freeman: „Murder“
  • John Clark, Steve Clark, Amanda MacKinnon, Lois Maffeo: „Detour“
  • Jonathan Donahue, David Fridman, Sean Mackowiack, Adam Snyder: „Holes“
  • Alex Gifford, Nathaniel Hall, Michael Small: „Freakin‘ You“
  • Emanuel Kallins, Chieli Minucci: „Gypsy Queen“
  • Ashen Keilyn: „All I Want Is You“
  • Kenny O’Dell: „Behind Closed Doors“
  • Michel Rubini: „HSML Cha Cha Cha No. 1“; „HSML Bossa Nova Source No. 1“
  • Brian Tyler: „Elegy in E-Minor“; „Up and Out“; „Spin“ and „Clouded“
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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2004

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