Flucht durch Nizza

Flucht durch Nizza

Flucht durch Nizza

Flucht durch Nizza - Originaltitel: Une femme piégée - Regie: Laurent Carcélès - Drehbuch: Anne Landois - Musik: Renaud Bartier und Frédéric Porte - Darsteller: Marion Cotillard, Jean-Marie Winling, Cédric Chevalme, Stéphanie Lagarde, Laurent Hennequin - 2001; 85 Minuten

Inhaltsangabe

Die junge Ehefrau eines Anwalts lässt sich zu einem ersten Seitensprung verführen. Trotz ihrer Gewissensbisse kann sie der Versuchung nicht wiederstehen und geht zur verabredeten Zeit erneut in das Hotelzimmer. Da hängt ein Toter über dem Rand der Badewanne, mit dem Kopf unter dem vom Blut roten Wasser ...
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Kritik

"Flucht durch Nizza" ist ein spannender, straff inszenierter und ästhetisch fotografierter Thriller mit einer hervorragenden Hauptdarstellerin.

Florence Lacaze (Marion Cotillard), die junge Frau eines ehrgeizigen Anwalts, betreibt zusammen mit ihrer Freundin eine Boutique.

Als sie allein zu Hause ist, taucht ein Mann auf, der den Namen Victor Cartier nennt und behauptet, ein Klient ihres Mannes zu sein. Sie bietet ihm etwas zu trinken an, und nachdem sie eine Weile vergeblich auf Antoine gewartet haben, lässt sich Florence überreden, mit in ein Hotelzimmer zu kommen. Nach dem Schäferstündchen fährt der Liebhaber sie nach Hause und schreibt ihr auf einen abgerissenen Streifen Papier seine Telefonnummer auf. Am nächsten Tag wird in der Boutique ein Rosenstrauß für Florence abgegeben, und ein Liebesbrief kommt per Fax. Trotz der Gewissensbisse wegen ihres ersten Seitensprungs kann sie der Versuchung nicht wiederstehen: Zur verabredeten Zeit geht sie erneut in das Hotelzimmer. Da hängt ein Toter über dem Rand der Badewanne, mit dem Kopf unter dem vom Blut roten Wasser. In Panik rennt Florence zu ihrem Auto und rast los, bis eine Polizeistreife sie anhält, weil sie zu schnell gefahren ist.

Polizeilieutenant Alvez (Jean-Marie Winling) sucht Florence in der Boutique auf, weil er herausgefunden hat, dass von dem Hotel, in dem der Mord geschah, ein Fax an diese Adresse geschickt wurde. Aus Furcht vor der Aufdeckung ihres Seitensprungs behauptet Florence, den Toten nicht gekannt zu haben, und ihre Freundin versichert, es könne sich nur um ein fehlgeleitetes Fax gehandelt haben. Aber als Alvez einen am Tatort gefundenen Ohrring vorweist, gibt Florence zu, einmal mit dem Ermordeten geschlafen zu haben. Sie wird verhaftet und verbringt eine Nacht im Gefängnis. Weil die Polizei sie nicht rechtzeitig dem Haftrichter vorführt, muss sie nach 24 Stunden freigelassen werden. Antoine (Cédric Chevalme) holt sie ab und wird sie vor Gericht verteidigen.

Die Zeitungen berichten groß über den Mord an Victor Cartier, der seiner Witwe sehr viel Geld hinterlässt. Als Florence sein Foto sieht, stellt sie verblüfft fest, dass es nicht der Mann war, der sich ihr gegenüber als Cartier ausgegeben hatte. Das wird man ihr erst glauben, wenn sie den Unbekannten findet. Florence ruft die Telefonnummer an, die sie beim Abschied erhielt, aber der Anschluss ist nicht erreichbar. Sie geht noch einmal in das Hotel und fragt an der Rezeption nach ihrem Begleiter. Es könne sich nur um Victor Cartier gehandelt haben, denn der hatte das Apartment, in dem der Mord geschah, für das ganze Jahr über gemietet, und nur er verfügte über den Schlüssel.

Alvez‘ Tochter war ermordet worden. Antoine Lacaze verteidigte den mutmaßlichen Mörder vor Gericht und erreichte einen Freispruch. Sieht Alvez jetzt eine Gelegenheit, sich an dem Anwalt und dessen Frau zu rächen? Gerade noch rechtzeitig kann sich Florence einer erneuten Verhaftung entziehen. Sie quartiert sich in einem einfachen Hotel ein und sucht weiter nach dem Unbekannten. Der Papierstreifen mit der Telefonnummer stammt vom Briefpapier einer Callboy-Vermittlung. Dort gibt sie sich als potenzielle Kundin aus, blättert in der Kartei und findet auch tatsächlich Foto und Namen ihres Begleiters. Sie verabredet sich mit ihm in einem Hotelzimmer. Als sie ihn nach seinen Auftraggebern fragt, dringt plötzlich jemand ein und erschießt den Mann vor ihren Augen. Jetzt wird sie wegen zwei Mordfällen gesucht!

Bevor der Gigolo erschossen wurde, verriet er Florence, er habe gesehen, wie ein Hotelangestellter ihr Liebessspiel heimlich durchs Fenster filmte. Damit ließe sich ihre Aussage untermauern, dass sie mit einem anderen Mann als Victor Cartier in dem Hotelzimmer war.

Als Florence den Spanner anruft, wittert dieser ein Geschäft und verlangt 50 000 Francs für die Videokassette. Florence ruft ihre Freundin an: Sie soll das Geld besorgen und sich mit ihr in einem Nachtlokal treffen. Die Polizei hört das Telefon ab, und zum vereinbarten Zeitpunkt ist Alvez zur Stelle, um Florence zu verhaften. Aber sie entreißt ihm seine Waffe und flieht aufs Neue. Mit der Pistole bedroht sie den Hotelangestellten, der die Videokassette inzwischen jedoch Cartiers Witwe verkaufte. Warum sich Alexandra Cartier dafür interessierte und woher sie von der Existenz des Films wusste, kann er sich auch nicht denken.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Während Florence zu Cartiers Villa fährt, erfährt Alvez, dass dessen Witwe unmittelbar nach dem Mord an dem Callboy in dem Hotel gesehen wurde. In der Villa überrascht Florence ihren Mann mit Alexandra Cartier und begreift: Die beiden ermordeten Victor Cartier aus Habgier und legten es darauf an, sie für den Mord ins Gefängnis zu bringen! Mit vorgehaltener Pistole dringt Florence ins Wohnzimmer ein, aber Antoine gelingt es, ihr die Waffe zu entreißen. Er richtet sie auf seine Frau. In diesem Augenblick stürmt Lieutenant Alvez herein. Mit Florence als Geisel versucht Antoine Lacaze zu entkommen, doch Alvez erschießt ihn.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002

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