Arthur Conan Doyle


Arthur Conan Doyle wurde am 22. Mai 1859 in Edinburgh als eines von zehn Kindern des schottischen Beamten Charles Altamont Doyle und dessen aus Irland stammender Ehefrau Mary geboren. Der Vater war ein alkoholabhängiger Epileptiker. Ausgerechnet in der Jesuitenschule Stonyhurst, in die ihn seine streng katholischen Eltern geschickt hatten, verlor Arthur Conan Doyle seinen Glauben. Ein Jahr bevor er an der medizinischen Fakultät der Universität Edinburgh promovierte, heiratete er 1885 Louise Hawkins, die Schwester einer Patientin. Bis zu seinem zweiunddreißigsten Lebensjahr praktizierte er als Arzt. Dann etablierte er sich als Schriftsteller.

Im Burenkrieg (1899 – 1902) diente Arthur Conan Doyle freiwillig in einem südafrikanischen Feldlazarett als Arzt. Die englische Politik in Südafrika verteidigte er 1900 in „The War in South Africa. Its Cause and Conduct“. Nach dem Krieg wurde er geadelt.

Louise starb am 4. Juli 1906 an Tuberkulose. Vierzehn Monate später heiratete Sir Arthur Conan Doyle Jean Leckie, mit der ihn bereits seit vielen Jahren eine aus Rücksicht auf seine erste Frau platonische Liebe verbunden hatte. Aus den beiden Ehen gingen fünf Kinder hervor: Mary, Kingsley, Jean, Denis und Adrian.

Sir Arthur Conan Doyle starb am 7. Juli 1930 an einer Herzkrankheit in seinem Haus in Crowborough, Sussex.

1887 hatte Arthur Conan Doyle im „Beeton Christmas Annual“ seine erste Detektivgeschichte über Sherlock Holmes veröffentlicht: „A Study in Scarlet“ („Eine Studie in Scharlachrot“). Die zweite erschien 1888 in „Lippincott’s Magazine“: „The Sign of the Four“ („Das Zeichen der Vier“).

Mit den Figuren des scharfsinnigen, exzentrischen Kokainkonsumenten Sherlock Holmes und seines biederen Assistenten Dr. Watson – der als Erzähler fungiert und mit dem der Leser sich identifizieren kann – perfektionierte Arthur Conan Doyle das Schema der Detektivgeschichte. 1891 bis 1893 druckte das „Strand Magazine“ die Abenteuer von Sherlock Holmes in Serie, und die Adresse des fiktiven Detektivs in London – Bakerstreet 221B – wurde von begeisterten Leserinnen und Lesern gesucht.

Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein – wie unwahrscheinlich es auch ist. (Sherlock Holmes)

Trotz des außergewöhnlichen Erfolgs ließ Arthur Conan Doyle seinen Sherlock Holmes in „Das letzte Problem“ („Strand Magazine“, 1893) an den Reichenbach-Fällen in der Schweiz seinen Todfeind Professor Moriarty treffen und verschwinden. Als keine Sherlock Holmes-Geschichten mehr im „Strand Magazine“ erschienen, verlor die Zeitschrift zwanzigtausend Abonnenten – und Arthur Conan Doyle musste sich weitere Abenteuer für Sherlock Holmes ausdenken. Insgesamt veröffentlichte er vier Romane und 56 Kurzgeschichten über Sherlock Holmes. Als Doyles bester Roman gilt „Der Hund von Baskerville“ („The Hound of Baskerville“, 1902).

„Der Hund von Baskerville“ wurde wie viele andere Sherlock Holmes-Geschichten verfilmt.

Der Hund von Baskerville (1958) – Regie: Terence Fisher – Drehbuch: Peter Bryan und John Gilling – Kamera: Jack Asher – Darsteller: Peter Cushing, André Morell, Christopher Lee, Marla Landi, David Oxley, Ewen Solon, Miles Malleson, Francis De Wolff, John Le Wolff, John Le Mesurier, Samm Kydd, Michael Mulcaster u. a.

Der Doyle-Forscher Richard Lancelyn Green – der Mann, der nach Arthur Conan Doyles Tod am meisten über ihn und Sherlock Holmes wusste, starb übrigens im März 2004 unter mysteriösen Umständen in seiner Wohnung in London. Er war stranguliert worden, aber es konnte zunächst nicht geklärt werden, ob es sich um Mord, ein fehlgeschlagenes autoerotisches Experiment oder Suizid handelte. Hatte er seinen Tod wie einen von Sherlock Holmes zu klärenden Kriminalfall inszeniert?

Guy Ritchie drehte mit Robert Downey jr. in der Titelrolle den Film „Sherlock Holmes“.

Sherlock Holmes – Originaltitel: Sherlock Holmes – Regie: Guy Ritchie – Drehbuch: Michael Robert Johnson, Anthony Peckham, Simon Kinberg, nach einer Geschichte von Lionel Wigram und Michael Robert Johnson sowie Figuren von Arthur Conan Doyle – Kamera: Philippe Rousselot – Schnitt: James Herbert – Musik: Hans Zimmer – Darsteller: Robert Downey jr., Jude Law, Rachel McAdams, Mark Strong, Eddie Marsan, Robert Maillet, Geraldine James, Kelly Reilly, William Houston, Hans Matheson, James Fox, William Hope, Clive Russell, Oran Gurel, David Garrick u.a. – 2009, 125 Minuten

Nach dem Roman „A Slight Trick of Mind“ von Mitch Cullin, Figuren von Arthur Conan Doyle und einem Drehbuch von Jeffrey Hatcher drehte Bill Condon den Film „Mr Holmes“ mit Ian McKellen in der Titelrolle.

© Dieter Wunderlich 2005

Bill Condon: Mr Holmes

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Wenn es um Sex geht, werden Familienväter zu Nomaden. John Updike leuchtet in "Wie war's wirklich" hinter die Fassaden der Mittelschicht in Neuengland. Seine Sprache ist brillant, intelligent, und die ironischen Formulierungen funkeln darin.
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