Giuseppe Tornatore


Giuseppe Tornatore wurde am 27. Mai 1956 in der sizilianischen Stadt Bagheria geboren.

Schon als Schüler leitete er einige Aufführungen der Theatergruppe. Und von dem Geld, das er als Freelance-Fotograf verdiente, kaufte er sich eine Filmausrüstung.

Nach dem Abitur begann Giuseppe Tornatore ein Studium an der philosophischen Fakultät an der Universität Palermo, das er allerdings bald wieder abbrach. Statt zu studieren, drehte er Dokumentarfilme und gewann 1982 beim Filmfestival in Salerno einen Preis für einen 30 Minuten langen Fernsehfilm über ethnische Minderheiten auf Sizilien („Minoranze etniche in Sicilia“).

Anfang der Achtzigerjahre zog Giuseppe Tornatore nach Rom und arbeitete für RAI (Radiotelevisione Italiana). Sein erster abendfüllender Spielfilm – die Verfilmung des Romans „Il Camorrista“ („Der Professor“) von Giuseppe Marrazzo – kam 1985 in die Kinos. Den größten Erfolg erzielte Giuseppe Tornatore mit „Cinema Paradiso“. Dafür hatte er auch das Drehbuch geschrieben. In der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ wurde „Cinema Paradiso“ mit einem „Oscar“ ausgezeichnet.

Übrigens ist auch Giuseppes Bruder Francesco Tornatore im Filmgeschäft tätig, und zwar als Produzent.

Giuseppe Tornatore: Filmografie (Auswahl)

  • Cento giorni a Palermo (1984; Die 100 Tage von Palermo – nur Drehbuch)
  • Il camorrista (1986; Der Professor)
  • Nuovo Cinema Paradiso (1989; Cinema Paradiso)
  • Stanno tutti bene (1990; Allen geht’s gut)
  • Una pura formalità (1994; Eine reine Formalität)
  • L’uomo delle stelle (1995; Der Mann, der die Sterne macht)
  • Novecento. La leggenda del pianista sull’oceano (1998;
    Die Legende vom Ozeanpianisten)
  • Malèna (2000; Der Zauber von Malèna)
  • Il manoscritto del Principe (2000)
  • La sconosciuta (2006; Die Unbekannte)
  • Baarìa. La porta del vento (2009; Baaria)
  • La migliore offerta (2013; The Best Offer. Das höchste Gebot)

© Dieter Wunderlich 2014 / 2015

Urs Widmer - Im Kongo
Der zum Teil höchst komische Roman "Im Kongo" ist eine Farce auf die Heuchelei der Gesellschaft und auf sinnlos gewordene Rituale des Alltags sowie eine Anklage gegen Rassismus; außerdem eine liebevolle Hommage des Autors an Joseph Conrads "Herz der Finsternis".
Im Kongo