Im Auftrag des Teufels

Im Auftrag des Teufels

Im Auftrag des Teufels

Im Auftrag des Teufels - Originaltitel: The Devil's Advocate - Regie: Taylor Hackford - Drehbuch: Jonathan Lemkin und Tony Gilroy, nach dem Roman "The Devil's Advocate" von Andrew Neiderman - Kamera: Andrzej Bartkowiak - Schnitt: Mark Warner - Musik: James Newton Howard - Darsteller: Al Pacino, Keanu Reeves, Charlize Theron, Judith Ivey, Jeffrey Jones, Connie Nielsen, Craig T. Nelson, Tamara Tunie, Ruben Santiago-Hudson, Debra Monk u.a. - 1997; 140 Minuten

Inhaltsangabe

Der junge Provinzanwalt Kevin Lomax verteidigt einen Lehrer, der angeklagt ist, sich an einer Schülerin vergangen zu haben. Während einer Verhandlungspause überlegt er: Wenn er den Angeklagten zum Beispiel durch die Einschüchterung der Zeugin frei bekäme, würde er auf seiner Karriereleiter eine Sprosse nach oben steigen ...
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Kritik

Ein raffinierter Film, ein höllisches Vergnügen. Man braucht kein Esoterik-Fan zu sein, um sich für "Im Auftrag des Teufels" zu begeistern.
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Inhaltsangbe:

Der junge Provinzanwalt Kevin Lomax (Keanu Reeves) verteidigt in Florida einen Lehrer, der angeklagt ist, sich an einer Schülerin vergangen zu haben. Während einer Verhandlungspause, in der Toilette, blickt er in den Spiegel und überlegt: Wenn er den Angeklagten zum Beispiel durch die Einschüchterung der Zeugin frei bekommt, steigt er auf seiner Karriereleiter eine Sprosse nach oben, doch was wird dann aus der Gerechtigkeit?

Nach dem Erfolg lockt ihn John Milton (Al Pacino), der Leiter einer Staranwaltskanzlei, mit einem fürstlichen Gehalt und einem Luxusappartement nach Manhattan. Auch Kevins Frau Mary Ann (Charlize Theron) ist begeistert. Kevin Lomax stürzt sich in die Arbeit, gewinnt mit immer neuen Tricks einen Prozess nach dem anderen – und hat kaum noch Zeit für seine Frau.

Mary Ann fühlt sich in der neuen Umgebung immer unwohler; sie beginnt ihrer Nachbarin und John Milton zu misstrauen. Kevin ignoriert ihre Warnungen. Obwohl er nicht von der Unschuld des Industriellen Alexander Cullen (Craig T. Nelson) überzeugt ist, der seine Frau und deren Liebhaber umgebracht haben soll, wendet Kevin seine ganze Kraft für die Verteidigung auf. Er glaubt, nach dem erfolgreichen Prozess sei noch Zeit genug, sich um Mary Ann zu kümmern. Als sie behauptet, John Milton sei der Teufel persönlich, hält Kevin das für Hirngespinste einer Hysterikerin, bis sie ihm in einer Kirche ihren malträtierten Körper zeigt, in eine Klinik eingewiesen wird und sich umbringt. Hat er sich wirklich mit Satan eingelassen?

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

In der psychiatrischen Klinik, in der Mary Ann behandelt wird, muss Kevin hilflos durch das Fenster in einer von ihr verschlossenen Tür mit ansehen, wie sie sich mit einer Glasscherbe die Halsschlagader aufschlitzt und verblutet.

Von seiner Mutter Alice (Judith Ivey) erfährt Kevin, dass John Milton sein Vater ist. Als junge Frau hatte sie eine Affäre mit ihm. Milton bestätigt es und klärt Kevin außerdem darüber auf, dass es sich bei der attraktiven Kanzleimitarbeiterin Christabella Andreoli (Connie Nielsen) um seine Tochter handelt; sie ist also Kevins Halbschwester. Kevin soll mit Christabella den Antichristen zeugen, aber der junge Anwalt durchkreuzt den satanischen Plan und erschießt sich vor den Augen seines Vaters und seiner Halbschwester.

Vor dem Spiegel im Waschraum des Justizgebäudes in Florida kommt Kevin wieder zu sich. Er kehrt in den Gerichtssaal zurück, sieht Mary Ann unter den Zuschauern und beschließt, sich ab jetzt statt von Karriereinteressen von seinem Gerechtigkeitsempfinden leiten zu lassen: Er legt die Verteidigung des angeklagten Lehrers nieder.

Als Kevin und Mary Ann das Gericht verlassen, passt John Milton sie auf der Treppe in Gestalt eines Reporters ab und versucht, den Rechtsanwalt mit einem großen Medienauftritt erneut zu ködern. Dann wendet er sich an die Zuschauer und meint, Eitelkeit sei ihm die liebste Sünde …

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Von Goethes „Faust“ sowie den Filmen „Rosemaries Baby“ (Roman Polanski, 1968) und „Die Firma“ (Sydney Pollack, 1993) ließ sich Taylor Hackford zu einem grandiosen Film inspirieren, der die Verführung durch das Böse so eindrucksvoll veranschaulicht, dass man mit offenem Mund zuschaut. Ein raffinierter Film, ein höllisches Vergnügen mit einem von Al Pacino furios gespielten Teufel. Man braucht kein Esoterik-Fan zu sein, um sich für „Im Auftrag des Teufels“ zu begeistern.

Bei dem Boxkampf, den Kevin Lomax und John Milton sich ansehen, handelt es sich um den Kampf zwischen Roy Jones jr., dem Weltmeister im Supermittelgewicht, und seinem Herausforderer Bryant Brannon am 4. Oktober 1996 im New Yorker Madison Square Garden.

Weil die monumentale Skulptur an einer Wand in John Miltons Büro einem Werk des Bildhauers Frederick Hart am Eingang der Episcopal National Cathedral in Washington, D. C., ähnelte, musste die Skulptur nach einer gerichtlichen Auseinandersetzung in der DVD-Version des Films „Im Auftrag des Teufels“ digital verändert werden.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002

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Nicht eine Figur, sondern eine Brücke über die Drina steht im Mittelpunkt dieser Chronik, einer Sammlung von Legenden und realistischen Episoden, in denen sich die Geschichte des Balkans spiegelt. Wir erleben sie aus der Sicht der Bewohner.
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