James Ellroy


James Ellroy wurde am 4. März 1948 in Los Angeles geboren. Er war gerade einmal zehn Jahre alt, als man seine inzwischen geschiedene Mutter Geneva Hilliker, eine Krankenschwester, am 22. Juni 1958 in El Monte bei Los Angeles erdrosselt auffand. (Fast vierzig Jahre später recherchierte er den unaufgeklärten Mordfall und schrieb darüber den autobiografischen Roman „Die Rothaarige“.) Sein Vater Armand Ellroy, der bei Filmstudios in Hollywood beschäftigt war, starb 1965. James Ellroy verkam, schlief auf Parkbänken und wurde sowohl alkoholkrank als auch drogensüchtig. Die Polizei nahm ihn mehr als dreißigmal fest.

1975 überwand James Ellroy seine Alkohol- und zwei Jahre auch seine Drogenabhängigkeit. Mit einunddreißig veröffentlichte er seinen ersten Roman: „Browns Grabgesang“. Damit begann seine Karriere als erfolgreicher Schriftsteller.

James Ellroy kennt die Verhältnisse in Los Angeles, die er beispielsweise in seinem „L. A. Quartett“ beschreibt, einer aus den Romanen „Die schwarze Dahlie“, „Blutschatten“, „L. A. Confidential. Stadt der Teufel“ und „White Jazz“ bestehenden Tetralogie.

Bis 1995 lebte James Ellroy in Los Angeles. Dann zog er nach Mission Hills, einen Vorort von Kansas City.

James Ellroy: Bibliografie (Auswahl)

  • Brown’s Requiem (1981; Browns Grabgesang – verfilmt: Brown’s Requiem)
  • Clandestine (1982; Heimlich)
  • Blood on the Moon (1984; Blut auf dem Mond – verfilmt: Der Cop)
  • Because the Night (1984; In der Tiefe der Nacht)
  • Silent Terror (1986; Stiller Schrecken)
  • Suicide Hill (1986; Hügel der Selbstmörder)
  • The Black Dahlia (1987; Die schwarze Dahlie – verfilmt: Die schwarze Dahlie)
  • The Big Nowhere (1988; Blutschatten)
  • L. A. Confidential (1990; L. A. Confidential. Stadt der Teufel – verfilmt: L. A. Confidential)
  • White Jazz (1992; White Jazz)
  • American Tabloid (1995; Ein amerikanischer Thriller)
  • My Dark Places (1997; Die Rothaarige)
  • Crime Wave (1999; Crime Wave. Auf der Nachtseite von L. A.)
  • Hollywood Nocturnes (Erzählungen, 2000; Hollywood. Nachtstücke)
  • Cold Six Thousand (2001; Ein amerikanischer Albtraum)
  • Dark Blue (2002 – verfilmt: Dark Blue)
  • Street Kings (Drehbuch 2008; Regie: David Ayer)

© Dieter Wunderlich 2008

James Ellroy: Die schwarze Dahlie (Verfilmung)
James Ellroy: L. A. Confidential. Stadt der Teufel
James Ellroy: Dark Blue (Verfilmung)

Andreas Stichmann - Eine Liebe in Pjöngjang
Obwohl die schnörkellose Komposition streng verknappt ist, liest sich "Eine Liebe in Pjöngjang" leicht und flüssig. Andreas Stichmann kommt ohne Erläuterungen und Beschreibungen aus, fühlt sich aber tief in die beiden Frauenfiguren ein und wechselt zwischen ihren Perspektiven. Einige Passagen in "Eine Liebe in Pjöngjang" sind stark erotisch aufgeladen – und das ohne explizite Szenen. Überhaupt steht vieles in dem zugleich romantischen und unsentimentalen Roman zwischen den Zeilen.
Eine Liebe in Pjöngjang