Verführerischer Mond

Verführerischer Mond

Verführerischer Mond

Verführerischer Mond - Originaltitel: Feng yue - Regie: Chen Kaige - Drehbuch: Kaige Chenm, Kei Shum, Anyi Wang - Kamera: Christopher Doyle - Schnitt: Xiaonan Pei - Musik: Jiping Zhao - Darsteller: Gong Li, Leslie Cheung, Kevin Lin, Caifei He u.a. - 1996; 110 Minuten

Inhaltsangabe

Die mächtige Familie Pang verfällt. Nach dem Tod des Familienoberhaupts wird dessen Tochter Ruyi als Nachfolgerin ausgerufen, weil ihr Bruder Zhengda als menschliches Wrack in einem Sessel lehnt und nicht ansprechbar ist. Zehn Jahre später kommt Zhengdas früherer Diener Zhangliang zu Besuch. Er ist inzwischen in Shanghai zum Protegé des Chefs einer Verbrecherorganisation aufgestiegen und soll diesem nun helfen, das Vermögen der Familie Pang zu rauben ...
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Kritik

"Verführerischer Mond" ist eine erlesene Filmgeschichte über den Zusammenbruch überkommender Machtstrukturen in China und die Ausbreitung des Verbrechens.


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China nach der Abdankung des letzten Kaisers. Die mächtige Familie Pang verfällt. Nach dem Tod des Familienoberhaupts wird dessen Tochter Ruyi (Gong Li) als Nachfolgerin ausgerufen, weil ihr Bruder Zhengda als menschliches Wrack in einem Sessel lehnt und nicht ansprechbar ist.

Zehn Jahre später kommt Zhengdas früherer Diener Zhangliang (Leslie Cheung) zu Besuch. Er ist inzwischen in Shanghai zum Protegé des Chefs einer Verbrecherorganisation aufgestiegen und soll diesem nun helfen, das Vermögen der Familie Pang zu rauben. Ruyi verliebt sich in Zhangliang, der von seinen Gefühlen hin- und hergerissen wird.

Weil der vom Opium benebelte Zhengda ihn damals zum Sexualverkehr mit seiner eigenen Schwester gezwungen hatte, glaubt Zhangliang, nie mehr eine Frau lieben zu können. Stattdessen hat er sich darauf spezialisiert, reiche verheiratete Frauen in Shanghai zu Schäferstündchen zu überreden und sie danach zu erpressen. Als Ruyi in Shanghai sieht, wie sich eine der von Zhangliang betrogenen Frauen über den Balkon in den Tod stürzt, kehrt sie sich von ihm ab. Doch nun hält Zhangliang es ohne Ruyi nicht mehr aus und erträgt den Gedanken nicht, dass sie einen Anderen heiraten will. Wie er es mit Zhengda auch gemacht hat, mischt er ihr Arsen ins Opium.

In einem Sessel lehnend, gelähmt, stumm und nicht ansprechbar, wird Ruyi vor eine Versammlung der Männer der Familie Pang getragen, die sich für ein adoptiertes Mitglied als Nachfolger entscheidet.

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Der wortkarge, bewusst langsam geschnittene Film „Verführerischer Mond“ zeigt, wie überkommende Machtstrukturen in China zusammenbrechen und das Verbrechen sich ausbreitet. Für Europäer ist das nicht unbedingt ein packendes Thema. Doch wegen der erlesenen Bilder ist auch dieser Spielfilm von Chen Kaige durchaus sehenswert.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002

Stephan Thome - Gott der Barbaren
Stephan Thome entwickelt die vor dem Hintergrund des Taiping-Aufstands und des Zweiten Opiumkrieges in China spielende Handlung seines historischen Romans "Gott der Barbaren" im Wechsel mehrerer Perspektiven und verbindet dabei Fakten und Fiktion. Die überbordende Figuren- und Materialfülle wird durch eine episodische und ausufernde Darstellungsweise noch verstärkt.
Gott der Barbaren

 

 

 

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(Vorstellung des Romans der Preisträgerin und zehn weiterer Bücher der Finalisten)


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