Cube

Cube

Cube

Originaltitel: Cube - Regie: Vincenzo Natali - Drehbuch: André Bijelic, Vincenzo Natali und Graeme Manson - Kamera: Derek Rogers - Schnitt: John Sanders - Musik: Mark Korven - Darsteller: Maurice Dean Wint, Nicole de Boer, Nicky Guadagni, David Hewlett, Andrew Miller, Wayne Robson, Julian Richings - 1997; 90 Minuten

Inhaltsangabe

Sieben aus verschiedenen Situationen entführte Menschen kommen in einem dreidimensionalen Labyrinth aus 26x26x26 Würfeln wieder zu sich. Ohne Wasser bleiben ihnen nur drei Tage, um den Weg ins Freie zu finden – sofern es überhaupt einen gibt. Außerdem ist das Betreten bestimmter Kuben tödlich – und es dauert nicht lang, bis sich die Eingesperrten gegenseitig bedrohen ...
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Kritik

Die Grundidee, Menschen in ein Labyrinth aus Kuben zu sperren und wie in einem Experiment zu beobachten, ist ungewöhnlich. Mit minimalem Aufwand lassen sich auf diese Weise eine klaustrophobe, surreale Situation, Horror und Spannung erzeugen: "Cube".
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Alderson (Julian Richings) kommt in einem Kubus zu sich. In der Mitte jeder Wand, der Decke und des Bodens befindet sich eine tresorähnlich verschlossene Öffnung, durch die man in einen angrenzenden, gleich großen Würfel klettern kann. Bei dem Versuch, einen Weg ins Freie zu suchen, wird Alderson in einem der Kuben in Scheiben geschnitten.

Kurz darauf treffen fünf weitere Gefangene in einem der Kuben aufeinander: Die Psychiaterin Helen Holloway (Nicky Guadagni), die Mathematikstudentin Joan Leaven (Nicole de Boer), der Architekt David Worth (David Hewlett), der aus sieben Haftanstalten ausgebrochene Kriminelle Rennes (Wayne Robson) und der Polizist Quentin (Maurice Dean Wint). Sie alle wurden aus verschiedenen Situationen entführt und kamen in diesem dreidimensionalen Labyrinth wieder zu sich. Niemand weiß, wer das veranlasst hat und welchem Zweck es dient.

Rennes testet die Sicherheit der angrenzendenden Würfel, indem er jeweils einen Stiefel hineinwirft und an den zusammengeknüpften Schuhbändern wieder herauszieht, sofern er nicht durch Gasbrenner oder andere Einrichtungen vernichtet wurde. Trotz dieser Vorsichtsmaßnahme wird er in einem der Kuben mit einer ätzenden Flüssigkeit besprüht und stirbt.

Die Kuben sind nummeriert, und Joan Leaven findet heraus, dass es sich bei den mit tödlichen Fallen ausgestatteten Würfeln um solche mit Primzahlen handelt. Das hilft ihr und den drei anderen Gefangenen bei der Entscheidung, durch welche Kuben sie klettern sollen. Quentin, der zu Hause drei Kinder hat, reißt die Führung an sich und glaubt fest daran, dass es einen Weg ins Freie gibt. Helen Holloway weist darauf hin, dass ihnen dafür ohne Flüssigkeitszufuhr allenfalls drei Tage bleiben.

Aus der Decke eines Würfels purzelt unvermittelt ein weiterer Gefangener heraus: der Autist Kazan (Andrew Miller).

David gesteht schließlich, er habe an der Konstruktion der Außenwand dieses Labyrinths mitgewirkt, wisse allerdings nichts über das Innere. Die Kantenlänge des äußeren Würfels gibt er mit 135 Meter an. Joan schätzt die Größe der inneren Würfel ab und errechnet daraus, dass das Labyrinth aus 26 mal 26 mal 26 Kuben zusammengesetzt ist. Bei den Zahlen, mit denen die Würfel nummeriert sind, handelt es sich wohl um karthesische Koordinaten.

Quentin ist so angespannt, dass er immer wieder mit anderen in Streit gerät, vor allem mit David, auf den er sogar wütend einprügelt. Helen provoziert ihn daraufhin mit der Behauptung, sie könne sich nun gut vorstellen, warum seine Frau ihn verlassen habe und der Frage, ob er seine Kinder ebenfalls schlage.

Aufgrund von Joans Kalkulationen gelangen die Eingeschlossenen in einen Kubus, von dem aus sie die Außenwand sehen können, die ein Stück weit davon entfernt ist. Helen lässt sich an den zusammengeknoteten Einheitskitteln, in die man sie alle gekleidet hat, in dem Zwischenraum zwischen dem Würfellabyrinth und der Außenwand hinunter, um nach einer Öffnung ins Freie zu suchen. Sie findet jedoch nichts, und als sie von Quentin wieder zurückgezogen werden soll, lässt dieser sie hasserfüllt in die Tiefe stürzen.

Während einer Schlafpause entführt er Joan in einen benachbarten Würfel. Er will Kazan und David zurücklassen und mit Hilfe der Mathematikerin so rasch wie möglich den Weg ins Freie finden. Als David und Kazan folgen, schlägt Quentin den Architekten halb tot und wirft ihn durch die Bodenöffnung in den Würfel unter ihnen. Da liegt Rennes‘ Leiche. Sind sie im Kreis gegangen? Quentin bricht verzweifelt zusammen und glaubt nicht mehr an eine Rettung. Aber David begreift, dass ein regelmäßig zu hörendes Geräusch von einer automatischen Verschiebung der Würfel verursacht wird, und Joan glaubt, die Bewegung der umliegenden Würfel anhand des Nummernsystems voraussagen zu können.

David klemmt Quentins Kopf in einer der Öffnungen ein und versucht, ihn zu töten, aber es gelingt ihm nicht.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

In einem Kubus findet Joan einen Splitter aus ihrer gleich zu Beginn zerbrochenen Brille. Sie hätten also hier auf eine günstige Konstellation der Würfel warten können! Wie von ihr erwartet, öffnet sich nach einer Reihe weiterer Verschiebungen der Weg ins Freie. David will eigentlich gar nicht mehr hinaus, denn er hat nichts, wofür es sich zu leben lohnt und findet den menschlichen Stumpfsinn abstoßend. Quentin wird nur noch von seiner Aggression gelenkt; er bringt Joan und David um, wird aber bei der nächsten Verschiebung im Labyrinth selbst getötet. Nur der Autist Kazan geht zögernd ins Licht hinaus.

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Bei „Cube“ handelt es sich um den Debütfilm des kanadischen Regisseurs Vincenzo Natali.

Der Einfall, ein halbes Dutzend Menschen in ein Labyrinth aus Kuben zu sperren und wie in einem Experiment zu beobachten, ist ungewöhnlich. Mit minimalem Aufwand lassen sich auf diese Weise eine klaustrophobe, surreale Situation, Horror und Spannung erzeugen. Leider gelingt es den Schauspielerinnen und Schauspielern jedoch nicht, die Figuren glaubwürdig darzustellen.

Aufgrund des Erfolgs drehte Andrzej Sekula 2001 das Sequel „Cube 2: Hypercube“ (Drehbuch: Sean Hood, Ernie Barbarash und Lauren McLaughlin; Darsteller: Geraint Wyn Davies, Kari Matchett, Grace Lynn Kung, Matthew Ferguson u.a.).

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2005

Lukas Hartmann - Die Wölfe sind satt
Durch den sachlich Stil muten die drei Geschichten, die Lukas Hartmann in dem Band "Die Wölfe sind satt" zusammengefasst hat, beinahe authentisch an.
Die Wölfe sind satt

Lukas Hartmann

Die Wölfe sind satt

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