Dämonisch

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Dämonisch – Originaltitel: Frailty – Regie: Bill Paxton– Drehbuch: Brent Hanley – Kamera: Bill Butler – Schnitt: Arnold Glassman – Musik: Brian Tyler – Darsteller: Bill Paxton, Matthew McConaughey, Powers Boothe, Matthew O'Leary, Luke Askew, Jeremy Sumpter, Derk Cheetwood, Missy Crider, Alan Davidson, Cynthia Ettinger, Vincent Chase, Levy Kreis u.a. - 2001; 90 Minuten

Inhaltsangabe

Fenton und sein jüngerer Bruder Adam wachsen bei ihrem liebevollen Vater auf. Ihre Mutter starb bei Adams Geburt. Als Fenton neun Jahre alt ist, beginnt ein Albtraum für ihn: Der Vater glaubt, von einem Engel den göttlichen Auftrag erhalten zu haben, Dämonen zu vernichten. Vor den Augen seiner Kinder erschlägt er seine wehrlosen Opfer mit einer Axt. Einem Menschen könnte er nie etwas antun, erklärt er Fenton, aber die Vernichtung von Dämonen sei eine gute Tat ...
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Kritik

Brent Hanley und Bill Paxton erzählen die Horrorgeschichte atmosphärisch dicht in Rückblenden. Hervorzuheben sind die schauspielerischen Leistungen in "Dämonisch".

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Seit zwanzig Jahren fahndet die Polizei nach einem Serienmörder, der sich „God’s Hand“ nennt. FBI-Agent Wesley Doyle (Powers Boothe) leitet die Ermittlungen. In seinem Büro in Dallas, Texas, taucht eines Abends ein junger Mann auf, der behauptet, den Täter zu kennen. Zuerst hält Doyle ihn für einen Spinner, aber dann hört er gebannt zu.

Fenton Meiks (Matthew McConaughey), so nennt sich der Besucher, holt weit aus: Die Geschichte beginnt im Sommer 1979 in Thurman, Texas. Dort lebt ein Vater (Bill Paxton) mit seinen beiden Söhnen, Fenton (Matthew OLeary) und Adam (Jeremy Sumpter). Seine Frau starb bei der Geburts Adams. Nach der Schule kümmert sich der neunjährige Fenton um seinen jüngeren Bruder, und wenn der Vater abends von der Autowerkstatt kommt, in der er als Mechaniker arbeitet, erkundigt er sich nach ihren Erlebnissen und bringt sie schließlich zu Bett.

Eines Nachts weckt Meiks seine Söhne und teilt ihnen mit, er habe gerade von einem Engel erfahren, dass das Ende der Welt bevorsteht und es die Aufgabe der Familie Meiks sei, vorher die Dämonen zu vernichten.

Am anderen Morgen bringt er seine Söhne wie immer zur Schule. Fenton glaubt schon, geträumt zu haben. Aber der Vater besorgt sich eine Axt, eine Eisenstange und ein Paar Handschuhe. Der Engel erscheint ihm in der Werkstatt und nennt ihm sieben Namen, die er sich auf einem Zettel notiert. Wenige Tage später bringt der Vater abends eine gefesselte und geknebelte Frau (Cynthia Ettinger) mit. Vergeblich bettelt Fenton darum, der Frau nichts zu tun. Vor den Augen seiner Kinder erschlägt Meiks sie mit der Axt. Immer wieder versichert er Fenton, es habe sich um die Vernichtung eines Dämons in göttlichem Auftrag gehandelt, nicht um die Ermordung eines Menschen; wenn es sich um eine Frau gehandelt hätte, wäre er gar nicht in der Lage gewesen, ihr ein Leid zuzufügen. Fenton und Adam müssen ihm helfen, die Leiche im nahen Rosengarten zu vergraben.

Während Adam glaubt, was der Vater sagt, hält Fenton Engel-Erscheinungen und Dämonen für Hirngespinste: Er hält seinen Vater für einen Irren und einen Mörder. Aber das Familienleben geht weiter. Meiks hat ein reines Gewissen und ist für seine beiden Söhne weiterhin ein liebevoller Vater.

Verzweifelt überlegt Fenton, was er tun kann, um das Morden zu beenden. Als der Vater wieder einen „Dämonen vernichtet“, rennt Fenton zu Sheriff Smalls (Luke Askew) und will ihm den Toten zeigen. Aber der Sheriff fährt ihn nach Hause und liefert ihn bei seinem Vater ab, denn er glaubt dem Jungen nicht. Meiks bringt den Sheriff dennoch um und wirft Fenton vor, Schuld daran zu sein, dass er einen Menschen töten musste, um das göttliche Werk nicht zu gefährden. Über eine Woche lang sperrt er Fenton in ein Loch unter einer Scheune, das der Junge vorher selbst ausgehoben hatte.

Als Fenton beim nächsten Mal die Axt in die Hand gedrückt bekommt und einen gefesselt am Boden liegenden Mann damit erschlagen soll, wuchtet er die Axt stattdessen seinem Vater in die Brust. Adam reißt sie heraus und ermordet damit das Opfer. Nachdem die Söhne die Leichen im Rosengarten vergraben haben, melden sie ihren Vater als vermisst und werden bald darauf in zwei verschiedene Waisenhäuser gebracht.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Um sich Gewissheit zu verschaffen und nach den Leichen zu graben, fährt Wesley Doyle mit seinem Besucher nach Thurman.

Genau das wollte der junge Mann: Er hat herausgefunden, dass Doyle seine eigene Mutter ermordet hat. Im Rosengarten bringt er den Mörder zur Strafe um und glaubt, dabei in göttlichem Aufrag zu handeln wie bei der Ermordung seines ungläubigen Bruders Fenton. Es ist Adam! Er hat sich beim FBI nur als Fenton ausgegeben, um Doyle besser in die Falle locken zu können.

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Wir brauchen nicht nach Transsylvanien zu reisen, um dem Grauen zu begegnen: Der Horror lauert mitten unter uns im Alltäglichen. Ein unauffälliger Texaner (!) wird über Nacht zu einem wahnsinnigen Serienmörder, der mit gutem Gewissen tötet, weil er überzeugt ist, in göttlichem Auftrag zu handeln. Er zerhackt seine Opfer mit einer Axt, aber in seinem Verhalten ändert sich sonst kaum etwas und er kümmert sich weiterhin liebevoll um seine beiden Söhne. Die Grenzen zwischen Religion und Wahnsinn, Glauben und Wissen, Wirklichkeit und Verblendung verschwimmen. „Dämonisch“ ist eine bedrückende Familientragödie.

Brent Hanley (Drehbuch) und Bill Paxton (Regie, Hauptrolle) erzählen die Horrorgeschichte atmosphärisch dicht in Rückblenden. Dass die Filmemacher in die Rückblenden mitunter zusätzliche Rückblenden eingebaut haben, ist allerdings zu viel des Guten. Zu loben sind die schauspielerischen Leistungen.

Bei „Dämonisch“ – Originaltitel: „Frailty“ – handelt es sich um das Regiedebüt des Filmschauspielers Bill Paxton.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2006

Birgit Vanderbeke - Das lässt sich ändern
"Das lässt sich ändern" ist ein optimistischer, kurzweiliger Aussteigerroman und eine Satire auf das Bildungsbürgertum. Birgit Vanderbeke erzählt flott, heiter und zuversichtlich.

Das lässt sich ändern

Birgit Vanderbeke

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