Spuren des Bösen. Racheengel

Spuren des Bösen. Racheengel

Spuren des Bösen. Racheengel

Originaltitel: Spuren des Bösen. Racheengel – Regie: Andreas Prochaska – Drehbuch: Martin Ambrosch – Kamera: David Slama – Schnitt: Daniel Prochaska – Musik: Matthias Weber – Darsteller: Heino Ferch, Hannelore Elsner, Friedrich von Thun, Ursula Strauss, Juergen Maurer, Sabrina Reiter, Florian Teichtmeister, Bernhard Schir, Gerhard Liebmann, Roland Silbernagl, Karl Fischer, Gerda Drabek u.a. – 2012; 90 Minuten

Inhaltsangabe

Der Lehrer Sebastian Ulmer entzieht sich seiner Festnahme durch Selbstmord. Für die Polizei ist der Fall klar: Ulmer war pädophil, lud Kinderpornografie auf seinen Computer, und als er sich in die Enge getrieben fühlte, erschoss er sich. Der forensische Psychologie Richard Brock hält es jedoch für möglich, dass dem Lehrer das Material untergeschoben wurde. Er findet heraus, dass Ulmer sich schon als 9-Jähriger umbringen wollte. Vielleicht weil ihn damals der Geistliche Joseph Bacher missbrauchte ...
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Kritik

Der Minimalismus in "Spuren des Bösen. Racheengel" führt dazu, dass die Handlung nicht elegant fließend, sondern eher ruckartig abläuft und vor allem die Auflösung abrupt erfolgt.
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Wien. Der Kriminalbeamte Ludwig Pfeiler (Karl Fischer) soll den 30-jährigen Physik- und Religionslehrer Sebastian Ulmer (Florian Teichtmeister) verhaften, auf dessen Computer in der Schule Kinderpornografie gefunden wurde. Ulmer verletzt einen Polizisten durch einen Schuss, wird von mehreren Streifenwagen durch die Stadt gehetzt, packt eine Frau (Sonja Romei), die gerade aus einer antiquarischen Buchhandlung auf die Straße tritt, hält ihr die Waffe an den Kopf und zieht sich dann mit ihr in den Laden zurück, wo er auch den Besitzer und die anderen vier anwesenden Kunden als Geiseln nimmt.

Unter ihnen ist der forensische Psychologe Richard Brock (Heino Ferch), der um seine Ehefrau trauert, die sich das Leben nahm. Während das Gebäude von einem Großaufgebot der Polizei unter Leitung des Kommissars Gerhard Mesek (Juergen Maurer) umstellt wird, versucht Brock, einen persönlichen Kontakt mit dem Geiselnehmer aufzubauen. Aber er kann nicht verhindern, dass sich der Verzweifelte plötzlich die Pistole unters Kinn hält und sich selbst tötet. Vorher gab er Brock noch ein Kettchen mit einem Kreuz als Anhänger und bat ihn, es einem Mann namens Joseph Bacher zukommen zu lassen.

Für Gerhard Mesek und seinen Kollegen Leo Jauk (Roland Silbernagl) ist der Fall klar: Sebastian Ulmer war pervers, und als er sich in die Enge getrieben fühlte, erschoss er sich.

Richard Brock zweifelt jedoch daran. Er hält es für möglich, dass dem Lehrer das belastende Material untergeschoben wurde, zumal es in dessen Privatwohnung keine Hinweise auf eine pädophile Neigung gibt. Mit Hilfe seiner als Polizistin tätigen Tochter Petra (Sabrina Reiter) findet Brock heraus, dass nicht einmal überprüft wurde, ob die Kosten für das Herunterladen des kinderpornografischen Materials von einer Kreditkarte des Verdächtigten abgebucht wurden oder nicht.

In der Wohnung des Selbstmörders stößt Brock auf dessen Schwester Maria Ulmer (Ursula Strauss). Er erfährt, dass Sebastian Ulmer bereits vor 22 Jahren als Neunjähriger versucht hatte, sich das Leben zu nehmen. Er hatte sich die Pulsadern aufgeschnitten und war in den Attersee gesprungen, wo seine reichen Eltern Karl und Eva Ulmer (Friedrich von Thun, Hannelore Elsner) ein Ferienhaus besitzen.

Bei Joseph Bacher (Bernhard Schir) handelt es sich um einen Geistlichen. Der Generalvikar der Diözese kannte Sebastian Ulmer schon als Achtjährigen, aber nach der Matura verlor er ihn aus den Augen. Erst vor drei Jahren begegneten sie sich wieder, denn die Schule, an der Sebastian Ulmer unterrichtete, untersteht der Diözese.

Kurz darauf erschießt Eva Ulmer den Generalvikar in der Kirche. Danach lässt sie sich widerstandslos von Gerhard Mesek und Petra Brock festnehmen.

Bei einer Vernehmung durch Brock behauptet Eva Ulmer, Joseph Bacher habe ihren Sohn als Kind missbraucht. Das sei der Grund für den Selbstmordversuch des Neunjährigen gewesen. Vor vier Tagen habe Sebastian sie angerufen und angekündigt, dass er seinen Peiniger anzeigen werde.


Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.


Es dauert noch einige Zeit, bis Brock die Wahrheit herausfindet: Maria hatte bereits als 16-Jährige eine inzestuöse Beziehung mit ihrem Vater. Als ihr sieben Jahre jüngerer Bruder dahinter kam und ihr am Ufer des Attersees drohte, der Mutter alles zu verraten, ertränkte sie ihn. Dann geriet sie in Panik, zog ihn auf den Bootssteg und schnitt ihm mit einer Schere die Pulsadern auf.

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„Spuren des Bösen. Racheengel“ ist die zweite Folge einer mit dem Psychothriller „Spuren des Bösen“ begonnenen lockeren Fernsehserie.

Originaltitel: Spuren des Bösen – Regie: Andreas Prochaska – Drehbuch: Martin Ambrosch – Kamera: David Slama – Schnitt: Daniel Prochaska – Musik: Matthias Weber – Darsteller: Heino Ferch, Nina Proll, Stefan Kurt, Erwin Steinhauer, Gerti Drassl, Sabrina Reiter, Gerda Drabek, Gerhard Liebmann, Doris Schretzmayer u.a. – 2010; 90 Minuten

Martin Ambrosch (Drehbuch) und Andreas Prochaska (Regie) entwickeln die Handlung ohne Brimborium und konzentrieren sich auf Wesentliches. Auch die Dialoge sind knapp gehalten. Diese Reduktion gilt auch für Heino Ferch, der sich bei der Verkörperung des um seine Frau trauernden forensischen Psychologen auf eine sparsame Gestik und Mimik beschränkt. Allerdings führt der Minimalismus auch dazu, dass die Handlung nicht elegant fließend, sondern eher ruckartig abläuft und vor allem die Auflösung abrupt erfolgt.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2012

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