Libanonkrieg 1982


Nachdem Israel bereits 1978 eine so genannte „Sicherheitszone“ im Süd-Libanon eingerichtet hatte, um sich vor Terrorangriffen palästinensischer Kommandos zu schützen, ließen Ministerpräsident Menachim Begin und Verteidigungsminister General Ariel Scharon nach zweitägigen Luftangriffen auf libanesische Stützpunkte der PLO am 6. Juni 1982 sechzigtausend israelische Soldaten in den Süd-Libanon einmarschieren,

um die von dort aus operierenden Verbände der Palästinensischen Befreiungsfront weiter von der israelischen Grenze abzudrängen (Libanonkrieg).

Die israelischen Truppen zerschlugen die militärische Organisation der PLO, stießen bis West-Beirut vor und kesselten dort nicht nur PLO-Kämpfer, sondern auch zweitausend syrische Soldaten und eine halbe Million Zivilisten ein. Wochenlang sperrten die Belagerer die Strom- und Wasserversorgung der Eingeschlossenen, und mehrmals versuchten sie, die PLO durch Bombardements zur Kapitulation zu zwingen. Dabei starben allein bei einem elfstündigen Bombardement am 1. August 238 Menschen.

Sechstausend PLO-Kämpfer wurden Ende August 1982 unter dem Schutz einer internationalen Friedenstruppe in verschiedene arabische Länder gebracht. Die PLO unter Jassir Arafat musste ihr Hauptquartier von Beirut nach Tunis verlegen.

Nachdem am 14. September der Oberkommandierende der christlichen Falange-Milizen und designierte libanesische Staatspräsident Beschir Gemayel bei einem Bombenanschlag ums Leben gekommen war, für den man die PLO verantwortlich machte, kam es unter den Augen der israelischen Besatzung zu einem dreitägigen Massaker in den Flüchtlingslagern Sabra und Schatila in Beirut, dem mehr als tausend Palästinenser – darunter Kinder, Frauen und Greise – zum Opfer fielen.

Bis 1985 hielt Israel den Süd-Libanon besetzt und kontrollierte dann noch fünf Jahre lang eine „Sicherheitszone“ jenseits der israelischen Grenze, die erst am 24. Mai 2000 geräumt wurde.

© Dieter Wunderlich 2005

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"Kabale und Liebe" ist sowohl ein soziales Drama, als auch ein politisches Tendenzstück und eine Liebestragödie. In dem "bürgerlichen Trauerspiel" geht es u. a. um den Gegensatz zwischen dem skrupellosen Despotentum an einem absolutistischen Fürstenhof und dem rechtschaffenen Bürgertum.
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