Woody Allen: Zelig
mit Woody Allen, Mia Farrow u.a.
      Kritik:
Woody Allen inszenierte die fiktive Biografie wie eine Dokumentation: "Zelig" ist ein perfektes Spiel mit Schein und Realität. Zugleich eine vor Witz funkelnde Satire über die Anpassung in der Gesellschaft. Filmkritik
 

Zelig

 
  Inhalt:
New York, Ende der 20er Jahre: Wenn der kleine Angestellte Leonard Zelig (Woody Allen) dicken Menschen begegnet, wölbt sich sein Bauch, und seine Haut verfärbt sich, wenn er mit Schwarzen zusammenkommt: Wie ein Chamäleon passt er sich seinen Mitmenschen an ... Inhaltsangabe, Handlung
Originaltitel: Zelig - Regie: Woody Allen - Drehbuch: Woody Allen - Kamera: Gordon Willis - Schnitt: Susan E. Morse - Musik: Dick Hyman - Darsteller: Woody Allen, Mia Farrow, Stephanie Farrow, John Rothman, Deborah Rush, Marianne Tatum, Mary Louise Wilson, Will Holt, Sol Lomita, Jean Trowbridge, Ken Chapin, Erna Campbell, Susan Sontag, Saul Bellow, Bruno Bettelheim - 1983; 75 Minuten
   



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Woody Allen: Zelig

Inhaltsangabe:

New York, Ende der 20er Jahre: Wenn der kleine Angestellte Leonard Zelig (Woody Allen) dicken Menschen begegnet, wölbt sich sein Bauch, und seine Haut verfärbt sich, wenn er mit Schwarzen zusammenkommt: Wie ein Chamäleon passt er sich seinen Mitmenschen an.

Bei einer Party fällt er Scott Fitzgerald auf. Auf Fotos, die von der Polizei in seiner Wohnung sichergestellt werden, ist er neben Eugene O'Neill und als Opernsänger in der Rolle des Bajazzo zu sehen. Dann verhaftet man in einer Opiumkneipe einen Chinesen, der Zelig ähnlich sieht. Plötzlich verändert sich seine Hautfarbe in die eines Weißen. Es handelt sich offenbar um Leonard Zelig.

Die Psychoanalytikerin Dr. Eudora Fletcher (Mia Farrow), die ihn untersucht, findet heraus, dass er schon als Kind panische Angst davor hatte, aufzufallen und anders zu sein. Im Gespräch mit ihr hält er sich für einen Arzt, aber als sie vorgibt, in Wirklichkeit keine Ärztin zu sein, stürzt sie ihn in eine Identitätskrise. Da wird ihm klar, dass er ohne eigene Identität gelebt hat, und er lässt sich von Dr. Fletcher helfen, eigene Meinungen zu vertreten und sich nicht ständig anzupassen. Jetzt aber melden sich Leute, die von dem sensationellen Fall in den Medien erfahren haben. Mehrere Frauen behaupten, Zelig habe in früheren Verwandlungen ihre Kinder gezeugt, ein Mann beschuldigt ihn, sein Auto beschädigt zu haben. Zelig wird vor Gericht gezerrt, aber am Tag vor der Urteilsverkündung verschwindet er.

Eudora Fletcher findet ihn schließlich bei einer Massenveranstaltung der NSDAP in Nürnberg: Bücher von Dieter Wunderlich Er sitzt unmittelbar hinter Adolf Hitler (Will Holt), der eine Ansprache hält und gerade dabei ist, das Publikum mit einem Witz über Polen zu erheitern. Als Zelig seine Therapeutin entdeckt, winkt er -- und verpatzt dem "Führer" die Pointe. Wütend befiehlt Hitler, Leonard Zelig und Eudora Fletcher zu verhaften, aber sie entkommen und bemächtigen sich eines Sportflugzeuges. Nach dem Start sinkt die Hobby-Pilotin Eudora Fletcher ohnmächtig zusammen. In diesem Augenblick beginnt Leonard Zelig, sich für einen Piloten zu halten, und es gelingt ihm, den Atlantik zu überqueren -- in Rückenlage. Begeistert wird er in New York gefeiert.

Filmkritik:

Woody Allen inszenierte die fiktive Biografie "Zelig" wie eine Dokumentation: Angebliche Augenzeugen berichten, was sie mit ihm erlebten; Prominente wie Susan Sontag, Saul Bellow, Bruno Bettelheim äußern sich in Interviews über ihn; und Zelig selbst sehen wir in flackernden Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Ausschnitte aus Spielfilmen werden eingespielt, in denen Schauspieler Zelig darstellen. Ein perfektes Spiel mit Schein und Realität. Zugleich ist "Zelig" eine vor Witz funkelnde Satire über die Anpassung in der Gesellschaft.

Inhaltsangabe

Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002

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