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Buchtipps & Filmtipps © Dieter Wunderlich 2002/2017                          Dieter Wunderlich: Impressum






Neue Buchtipps


Jonas Karlsson: Das Zimmer


Jonas Karlsson: Das Zimmer Björn entdeckt bald nach seiner Versetzung in eine andere Behörde zwischen Aufzug und Toiletten ein unbenutztes Zimmer. Dort ruht er sich nun gern ein paar Minuten aus, wenn er von der Arbeit im Großraumbüro erschöpft ist. Aber die Kollegen behaupten, es gebe das Zimmer gar nicht und er stehe nur am Korridor herum. Haben sie sich einen Streich ausgedacht oder handelt es sich um systematisches Mobbing?

Aus einem originellen Plot hat Jonas Karlsson mit immer neuen Einfällen und Wendungen, aber auch mit sicherem Gespür für Dramaturgie den faszinierenden, grotesken und umwerfend komischen Roman "Das Zimmer" komponiert.

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Margaret Atwood: Hexensaat


Margaret Atwood: Hexensaat Der kanadische Theaterregisseur Felix Phillips hat alles verloren: Frau und Tochter starben. Eine Intrige raubt ihm die Festspielleitung. Grollend zieht er sich wie ein Eremit zurück. Dann gründet er in einem Gefängnis eine Theatergruppe. Zwölf Jahre nach seiner Schmach erhält er eine Gelegenheit zur Rache: Seine ahnungslosen Widersacher kündigen ihre Teilnahme an einer Theateraufführung in der JVA an. Felix studiert "Der Sturm" ein ...

"Hexensaat" ist ein amüsanter Roman voller Esprit. Margaret Atwood verlegt die Handlung der Shakespeare-Komödie "Der Sturm" nach Kanada und ins 21. Jahr­hundert. Dabei verschachtelt sie den Plot dreimal ineinander.

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Margaret Atwood: Der Report der Magd


Margaret Atwood: Der Report der Magd Christliche Fanatiker haben auf dem Boden der USA den totalitären Gottesstaat Gilead gegründet, in dem gebärfähige Frauen versklavt werden. Bei der Ich-Erzählerin handelt es sich um eine dieser "Mägde", deren einzige Aufgabe es ist, kinderlosen Ehepaaren der Elite zu Nachwuchs zu verhelfen. Desfred, so lautet der ihr zugewiesene Name, hat sich trotz Umerziehung einen Rest innerer Freiheit bewahrt, und das zeigt sich in ihrem kritischen Blick auf das Leben ...

"Der Report der Magd" ist ein ernster, bewegender und anspruchsvoller Roman. Margaret Atwood warnt mit der Dystopie vor denkbaren Ent­wick­lungen. Das Wort überlässt sie einer "Magd", die aus ihrer subjektiven Perspektive berichtet.

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Anna Enquist: Streichquartett


Anna Enquist: Streichquartett Die Ärztin Carolien, die Sprechstundenhilfe Heleen, der Geigenbauer Jochem und Hugo, der Leiter des Musikzentrums, treffen sich regelmäßig auf Hugos Hausboot, um zu musizieren. Beim Zusammenspiel im Streichquartett gelingt es ihnen, ihre persönlichen Kümmernisse für eine Weile auszublenden. Carolien ist die einzige dem über 80 Jahre alten Cellisten Reinier van Aalst verbliebene Schülerin. Der Greis hat panische Angst davor, in ein Heim abgeschoben zu werden ...

Anna Enquist nimmt sich viel Zeit, die Charaktere mit großer Empathie auszuleuchten. "Streichquartett" ist eigentlich ein stiller, melancholischer Roman, aber die Autorin lässt ihn im letzten Fünftel zu einem hane­büche­nen Actionthriller werden.

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Peter Prange: Unsere wunderbaren Jahre


Peter Prange: Unsere wunderbaren Jahre Am 20. Juni 1948 holen sich die Bürger von Altena ihr "Kopfgeld" ab. In der Kleinstadt im Sauerland geben die Drahtfabrikanten Walter Böcker und Eduard Wolf den Ton an. Der vulgäre Altnazi Böcker, der zum Arbeitgeberpräsidenten aufsteigt, und Eduard Wolfs Töchter Ruth, Ulla und Gundel stehen mit ihrem Umfeld im Mittelpunkt der Geschichte. Tommy Weidner, dessen Kind Ulla abtreiben lässt, macht in der DDR Karriere. Die anderen bauen sich Existenzen in der Bundesrepublik auf. Wir verfolgen ihre Lebenswege bis 2016 ...

Die Idee, einen Roman mit der Ein­füh­rung der D-Mark zu beginnen und mit ihrer Ablösung durch den Euro zu beenden, ist originell. Peter Prange veranschaulicht die deutsche Zeit­geschichte in "Unsere wunderbaren Jahre" mit beispiel­haften Biografien und Karrieren.

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Hanya Yanagihara: Ein wenig Leben


Hanya Yanagihara: Ein wenig Leben JB, Jude, Malcolm und Willem sind seit dem College eng befreundet. Als Künstler, Anwalt, Architekt bzw. Schauspieler haben sie Erfolg. Jude verwirklicht den amerikanischen Traum, indem er vom Findelkind zum New Yorker Staranwalt aufsteigt. Dennoch zweifelt er an sich, verletzt sich selbst und versucht, sich das Leben zu nehmen. Die Gründe verheimlicht er sogar vor seinen Freunden, die alles tun, um ihm zu helfen ...

Der Roman "Ein wenig Leben" dreht sich um Judes Lebens- und Leidens­geschichte. Hanya Yanagihara fügt immer noch einen Schmerz hinzu – 957 Seiten lang. Außer den Freund­schaf­ten gibt es kaum Lichtblicke. Die Lektüre ist deshalb deprimierend.

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Ingrid Noll: Halali


Ingrid Noll: Halali 1955 verlässt die 20 Jahre alte Bäckers­tochter Holda das Eifeldorf, in dem sie aufwuchs, und zieht nach Bad Godesberg. Sie bekommt ein Zimmer im Haus einer Kriegswitwe und fängt als Stenotypistin im Bundes­innen­ministerium an. Ihre Kollegin Karin wird eine enge Freundin. Als ein Mann, den die beiden kurz zuvor noch mit dem Regierungsrat Burkhard Jäger zusam­men sahen, tot im Rhein treibt, halten sie den Beamten für einen Geheimagenten und gehen dem Verdacht nach ...

Obwohl einige Romanfiguren gewalt­sam ums Leben kommen, ist "Halali" kein Krimi. Ingrid Noll geht es ohnehin weniger um die Handlung, als um ein amüsantes Zeitkolorit: Bilder aus dem Alltag in der Nach­kriegs­zeit kontrastieren mit heutigen Gewohnheiten.

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Dennis Lehane: Dunkelheit, nimm meine Hand


Dennis Lehane: Dunkelheit, nimm meine Hand Weil die Psychiaterin Diandra Warren aufgrund einer Morddrohung um das Leben ihres Sohnes Jason fürchtet, beauftragt sie die Privatdetektive Patrick Kenzie und Angela Gennaro, ihn zu beschützen. Die beiden finden rasch heraus, dass die Drohung nicht, wie zunächst vermutet, von der Mafia kam. Mit der Kreuzigung einer jungen Frau beginnt eine Mordserie. Spuren führen zurück zu einer damals von Patrick Kenzies Vater angeführten Bürgerwehr ...

Zentrale Themen des spannenden Kriminalromans "Dunkelheit, nimm meine Hand" (auch: "Absender unbekannt") von Dennis Lehane sind Gewalt und menschliche Abgründe, Schmerz, Verlust und Einsamkeit.

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Annie Proulx: Aus hartem Holz


Annie Proulx: Aus hartem Holz "Aus hartem Holz" beginnt 1693 und endet 2013. Am Anfang stehen Einwanderer, die sich im Nordosten Amerikas als Holzfäller eine neue Existenz aufbauen wollen. Anders als die indigenen Völker betreiben sie einen gierigen Raubbau. Erst allmählich verbreiten sich Erkenntnisse über die Folgen der Zerstörung, und man beginnt zu verstehen, dass Forstwirtschaft nicht nur Abholzen bedeutet. Am Ende der fulminanten Familiengeschichte stehen Umweltaktivisten, die sich bemühen, die Wälder wieder aufzuforsten ...

Ein 320 Jahre überspannendes Familienepos bedeutet auch, dass sich die Stamm­bäume immer weiter ver­zweigen und es schwierig ist, den Überblick zu bewahren. Mehr noch als Annie Proulx' Fabulier­laune be­ein­druckt ihr enormes Wissen, das es ihr ermöglicht, konkret und en detail – also lebendig – zu erzählen.

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