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Buchtipps & Filmtipps © Dieter Wunderlich 2002/2017                          Dieter Wunderlich: Impressum






Neue Buchtipps


John Grisham: Bestechung Ein Rechtsanwalt gibt beim Board on Judicial Conduct in Florida eine Dienst­aufsichts­beschwerde gegen eine Richterin ab, die in großem Maßstab bestechlich sein soll. Dabei handelt er im Auftrag einer Person mit Insider-Kenntnissen, die er nicht kennt, denn der Kontakt läuft über einen weiteren Mittelsmann. Der Informant bzw. die Informantin will sich schützen, denn es geht um ein lukratives Kasino im Reservat des Tappacola-Stammes und Geschäfte der Küstenmafia ...

John Grisham sorgt mit einem kom­plexen Plot ebenso wie mit inte­res­san­ten Details aus dem Justiz­wesen und der Selbst­verwaltung von Indianer­reservaten dafür, dass "Bestechung" nicht nur eine spannende, sondern auch anregende Lektüre ist.

Ausführliche Inhaltsangabe und Buchbesprechung


Charles Jackson: Das verlorene Wochenende New York, 1936. Der 33-jährige mittellose Schriftsteller Don Birnam verspricht seinem Bruder Wick, das verlängerte Wochenende mit ihm auf dem Land zu verbringen. Doch als Wick ihn abholen will, hat er – drei Tage nach dem letzten Absturz – erneut mit dem Trinken angefangen und wartet, bis Wick ohne ihn losfährt. Don erlebt das lange Wochenende als Höllenritt, in dem sich Allmachts­fantasien mit Depressionen abwechseln. Der Alkohol weckt bittere Erinnerungen und verzerrt die Wahr­neh­mung bis zum Delirium tremens ...

"Das verlorene Wochenende" ist ein intensiver, schonungsloser Roman mit autobiografischen Zügen. Charles Jackson entwickelt das minuziöse, überzeugende und aufwühlende Porträt eines Trinkers aus der subjektiven Perspektive des Protagonisten.

Ausführliche Inhaltsangabe und Buchbesprechung


Johanna Wohlgemuth: Frau Schnieder kehrt heim Nach mehr als zweieinhalb Jahren wird Frau Schnieder im Frühjahr 1932 aus einer Nerven­heil­anstalt entlassen. Man hat ihr nicht nur eine Wohnung, sondern auch Arbeit besorgt. Am ersten Abend begegnet sie einem bettelnden Kriegsveteran. Weil sie ihm kein Geld geben kann, nimmt sie ihn mit in die Wohnung, um Brot und Margarine mit ihm zu teilen. Die Vermieterin be­schwert sich sogleich über den Männer­besuch. Und damit beginnen Frau Schnieders Probleme erst ...

Johanna Wohlgemuth erzählt die ebenso realistische wie bedrückende Geschichte in "Frau Schnieder kehrt heim" mit großer Empathie, aber nüchtern und schnörkellos aus der Perspektive der Protagonistin.

Ausführliche Inhaltsangabe und Buchbesprechung


Kai Weyand: Applaus für Bronikowski An seinem 31. Geburtstag erhält NC, wie üblich, telefonische Glückwünsche seines fünf Jahre älteren Bruders, der inzwischen bei einer Bank in London Karriere gemacht hat und sich besorgt gibt, denn NC hat es weder als Gärtner-Azubi noch als Hausmeister längere Zeit ausgehalten. Bei einem ziellosen Spaziergang fällt NC ein Bestattungsinstitut auf. Er bewirbt sich und wird als Hilfskraft eingestellt ...

Kai Weyand wechselt in der leise-melancholischen Tragikomödie "Applaus für Bronikowski" zwischen Ernst und Slapstick. Skurril sind nicht nur die Romanfiguren, sondern auch die Szenen, die Kai Weyand lako­nisch-beiläufig veranschaulicht.

Ausführliche Inhaltsangabe und Buchbesprechung


Christoph Ransmayr: Cox oder Der Lauf der Zeit Der berühmte Londoner Uhrmacher und Automatenbauer Alister Cox wird Mitte des 18. Jahrhunderts nach China eingeladen. Dort stoßen er und seine drei Mitarbeiter auf eine Welt, die von einem abso­lu­tistischen, ebenso kultivierten wie grausamen Kaiser beherrscht wird. Das Verhalten der Untertanen folgt strengen Ritualen, und bei geringsten Verstößen ist damit zu rechnen, dass die Delinquenten zu Tode gefoltert werden ...

Christoph Ransmayr erzählt in "Cox oder Der Lauf der Zeit" eine außergewöhnliche Geschichte über Zeit und Maßlosigkeit. Die künstliche Welt des chinesischen Kaiserreichs wird von der erhaben gemeißelten Sprache des Romans gespiegelt.

Ausführliche Inhaltsangabe und Buchbesprechung


Lukas Bärfuss: Hagard Als der Schweizer Liegen­schafts­ent­wickler Philip von einem Geschäfts­partner versetzt wird und dadurch eine Stunde Leerlauf hat, fällt ihm ein Paar pflaumenblauer Ballerinas auf, und er folgt der zierlichen Trägerin spontan, ohne auch nur ihr Gesicht gesehen zu haben. Warum Philip dies tut, weiß niemand. Mit dem zweck­losen Unterfangen steigt er nicht nur aus seinem bürgerlichen Leben aus, sondern ruiniert seine Existenz. Er verwildert ...

"Hagard" ist ein inhaltlich und vor allem formal origineller Roman. Lukas Bärfuss entwickelt die ausgefallene Geschichte auf ganz besondere Weise. Für gute Unterhaltung sorgen komische und satirische Miniaturen über die Alltagswelt.

Ausführliche Inhaltsangabe und Buchbesprechung


António Lobo Antunes: Ich gehe wie ein Haus in Flammen In dem Roman "Ich gehe wie ein Haus in Flammen" versetzt sich der portugiesische Schriftsteller António Lobo Antunes abwechselnd in die Gedanken- und Erinnerungswelt der Bewohner eines dreistöckigen Mietshauses mit sechs Parteien in Lissabon. Es handelt es sich um vereinsamte ältere Menschen. Was ihnen durch den Kopf geht, flackert, verlöscht zwischendurch und bleibt fragmentarisch ...

António Lobo Antunes verzichtet darauf, die Leser durch eine Identifikationsfigur zu fesseln. Es gibt nicht einmal einen Erzählstrang in "Ich gehe wie ein Haus in Flammen". Die inneren Monologe der verschiedenen Hauptfiguren ergeben einen poetischen, polyphonen Trauergesang.

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Thomas Mann: Mario und der Zauberer Eine kultivierte deutsche Familie mit zwei Kindern verbringt die Sommerferien in den 20er-Jahren in einem italienischen Badeort. Nachdem die Deutschen mehrmals in Auseinandersetzungen mit Italienern geraten sind, besuchen sie die Vorstellung des fahrenden Zauberers Cipolla. Es handelt sich um einen hässlichen, un­sym­pathischen Kerl, der das Publikum mit seiner Redekunst beeindruckt und Einzelne hypnotisiert, um sie zu demütigen ...

Die Erzählung "Mario und der Zauberer" von Thomas Mann dreht sich um die Themen Willensfreiheit und Verführbarkeit, Demagogie und Diktatur. Die Geschichte wirkt realistisch und ist psychologisch gut nachvollziehbar.

Ausführliche Inhaltsangabe und Buchbesprechung


Marta Karlweis: Schwindel "Schwindel" ist die Geschichte des trostlosen Niedergangs einer Wiener Familie über drei Generationen vor und nach dem Ersten Weltkrieg. Die Großmutter unter­stützt ihre verwitwete Tochter Johanna und deren sechs Kinder finanziell, bis ihr ältester Sohn sie dazu überredet, das restliche Vermögen in ein marodes Miets­haus in Wien zu investieren, das seine Frau von ihrem ersten Mann geerbt hat ...

Marta Karlweis verzichtet auf eine Identifikationsperson und entwickelt die figurenreiche Geschichte nicht kontinuierlich fließend, sondern in 22 Skizzen. Obwohl sie sich am Verismus orientiert und ihre Sprache knapp ist, blitzen groteske Überzeichnungen auf.

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Stewart O'Nan: Westlich des Sunset Weil er den mehrjährigen Aufenthalt seiner Frau Zelda in einer Privatklinik und das Internat für die Tochter bezahlen muss, nimmt der ohnehin verschuldete 41-jährige Schriftsteller F. Scott Fitzgerald 1937 einen Halbjahresvertrag als Drehbuchautor in Hollywood an. Die Zeit bis zu seinem Tod dreieinhalb Jahre später ist ein Niedergang. Daran ändert auch seine konfliktreiche Liebesbeziehung mit der Klatschkolumnistin Sheila Graham nichts ...

"Westlich des Sunset" ist eine Romanbiografie über F. Scott Fitzgerald. Stewart O'Nan erzählt allerdings nur vom Niedergang in den letzten drei Lebensjahren des Schriftstellers, und das tut er chronologisch, unpathetisch und ohne Effekthascherei.

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John Williams: Butcher's Crossing William Andrews, der 23-jährige Sohn eines Geistlichen, bricht um 1873 sein Studium in Boston ab und reist nach Butcher's Crossing in Kansas, um seinen Weg in der Wildnis zu suchen. Als ihm der Jäger Miller von einer Büffelherde in den Rocky Moun­tains erzählt, finanziert er die Jagd. Zu viert brechen sie auf. Nach zwei Wochen erreichen sie das Hochtal und sehen von einem Pass aus schätzungsweise 5000 Büffel. Miller gießt Bleikugeln und füllt Patronen. Dann beginnt er zu schießen ...

"Butcher's Crossing" ist das Gegen­stück zu "Stoner": Der Sohn eines Geistlichen in Boston sucht seinen Weg in der Wildnis. Lakonisch und mit stupender Sachkenntnis schildert John Williams in dem außer­gewöhn­lichen Western eine Büffeljagd um 1873 in einem Hochtal der Rocky Mountains.

Ausführliche Inhaltsangabe und Buchbesprechung


Toni Morrison: Gott, hilf dem Kind Anders als die Eltern ist Bride pech­schwarz. Sie macht Karriere in einer Kosmetikfirma. Im Alter von 23 Jahren will sie einer nach 15 Jahren Haft vorzeitig aus der Haft entlassenen früheren Lehrerin 5000 Dollar schenken, um ihr den Neuanfang zu erleichtern. Aber die Frau schlägt Bride krankenhausreif. Brides Lebensgefährte rastet aus, als er erfährt, dass sie einer wegen Kindesmissbrauchs verurteilten Frau helfen wollte, und er verlässt Bride ...

Toni Morrison erzählt die Geschichte nicht linear-chronologisch, sondern entwickelt sie aus sechs ver­schie­de­nen Perspektiven. "Gott, hilf dem Kind" dreht sich um KIndesmissbrauch und Rassendiskriminierung. Im Mittel­punkt stehen charakterstarke Frauen.

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