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Buchtipps & Filmtipps © Dieter Wunderlich 2002/2018                          Dieter Wunderlich: Impressum



Meine vor 18 Jahren selbst gestrickte Website wird seit Jahresanfang
von Profis komplett neu gestaltet. Die im Kostenvoranschlag
angenommenen 132 Arbeitsstunden reichten nicht, um die
30 000 Seiten Text in die gewünschte Form zu bringen.
Es wird wohl noch ein paar Wochen dauern.
Auf jeden Fall bleibt das Informationsangebot kostenlos und werbefrei.




Neue Buchtipps


Jan Weiler: Kühn hat Ärger


Jan Weiler: Kühn hat Ärger Der Münchner Kommissar Martin Kühn hat Ärger. Sein Haus befindet sich in der Trabantenstadt "Weberhöhe", deren Boden mit Gift verseucht ist. Nach der Erholung von einem Burnout leitet er die Ermittlungen im Mordfall Amir Bilal. Jemand hat den 17 Jahre alten, als Intensiv­straftäter polizei­bekannten Sohn einer Immigrantin totgeschlagen und -getreten. Dabei war Amir auf dem Weg, sich in die Gesellschaft zu integrieren, und zwar aufgrund einer Liebesbeziehung mit der Tochter einer in Grünwald wohnenden Familie ...

"Kühn hat Ärger" ist ein eher unterhaltsamer als spannender Kriminalroman von Jan Weiler. Die Gesellschaftskritik bleibt klischee­haft, und das Verhalten der Figuren ist nicht immer nachvollziehbar.

Ausführliche Inhaltsangabe und Buchbesprechung


Simon Beckett: Schneefall / Ein ganz normaler Tag


Simon Beckett: Schneefall / Ein ganz normaler Tag Protagonist der beiden Kurzgeschichten ist der forenische Anthropologe Dr. David Hunter, eine Figur, die Simon Beckett für eine Romanreihe entwickelt hat. Sowohl in "Schneefall" als auch in "Ein ganz normaler Tag" geht die Polizei von Kapitalverbrechen aus. David Hunter beweist jedoch, dass die Ermittler sich irren und befreit so einen mordverdächtigen Obdachlosen aus der Haft ...

Während "Schneefall" verblüffend banal ist, wechselt Simon Beckett in "Ein ganz normaler Tag" immerhin zwischen zwei Ebenen und thematisiert die Tendenz zur Vernachlässigung der Rechte, die auch Menschen am Rand der Gesellschaft zustehen.

Ausführliche Inhaltsangabe und Buchbesprechung


Max Frisch: Der Mensch erscheint im Holozän


Max Frisch: Der Mensch erscheint im Holozän Herr Geiser, ein 73 Jahre alter verwitweter Fabrikant aus Basel, lebt allein in einem Bergdorf im Tessin. Als ein Unwetter die einzige ins Hochtal heraufführende Straße unpassierbar macht, fängt er an, lexikalisches Wissen zusammenzutragen, und bald sind die Wände im Haus mit Zetteln und Ausschnitten aus Büchern tapeziert. Schließlich macht er sich auf den anstrengenden Weg über eine Passhöhe ins Nachbartal, um von dort zur Familie seiner Tochter nach Basel zu fahren, aber kurz vor dem Ziel kehrt er um ...

Die Erzählung "Der Mensch erscheint im Holozän" ist resignativ, aber in keiner Weise larmoyant. Max Frisch schildert das Geschehen aus der Perspektive des Protagonisten, ähnlich wie bei einem inneren Monolog. Das ist sowohl inhaltlich als auch formal und sprachlich Literatur auf höchstem, jedoch nicht abgehobenem Niveau.

Ausführliche Inhaltsangabe und Buchbesprechung


Günther Thome: Deutsche Orthographie


Günther Thome: Deutsche Orthographie Günther Thomé hat sein Buch "Deutsche Orthographie – historisch – systematisch – didaktisch. Grundlagen der Wortschreibung" in drei Teile gegliedert:
(1) Schrift und Orthographie unter historischer Perspektive,
(2) Systematische Aspekte der deutschen Orthographie,
(3) Didaktik der deutschen Orthographie.

Der Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Günther Thomé setzt sich dafür ein, den Erstunterricht im Schreiben mit Basisphonemen und Basis­graphemen zu beginnen, statt mit Buchstaben, Silben, Wörtern oder ganzen Sätzen.

Ausführliche Inhaltsangabe und Buchbesprechung


Haruki Murakami: Die Ermordung des Commendatore


Haruki Murakami: Die Ermordung des Commendatore Ein japanischer Künstler, dessen Namen wir nicht erfahren, zieht sich nach der Trennung seiner Frau von ihm in das leer stehende Haus des berühmten, inzwischen in einem Pflegeheim lebenden Malers Tomohiko Amada zurück. Auf dem Dachboden findet er ein Gemälde mit dem Titel "Die Ermordung des Commendatore", dessen Szene er mit der Tötung des Komturs in Mozarts Oper "Don Giovanni" assoziiert. Bevor er heraus­findet, was es damit auf sich hat, gibt ein in der Nähe lebender geheimnisvoller Herr ein Porträt in Auftrag ...

Der Roman "Die Ermordung des Commendatore" von Haruki Murakami ist voller Anspielungen, Symbole und Metaphern. Er dreht sich um die Kunst und die Frage nach der Wechselwirkung von Original und Abbild, Realität und Darstellung.

Ausführliche Inhaltsangabe und Buchbesprechung


Saskia Hennig von Lange: Hier beginnt der Wald


Saskia Hennig von Lange: Hier beginnt der Wald Ein einsamer LKW-Fahrer ist auf der Flucht vor seinem noch ungeborenen Kind. Dass seine Frau schwanger ist, hat ihn verstört. Er will kein Kind. Immer wieder erinnert er sich an seine Mutter und Szenen aus der Kindheit. Das Leben verwirrt und überfordert ihn. Nach einem Sturz auf einem Rastplatz und einem Verkehrsunfall driftet seine Wahrnehmung immer weiter von der Realität weg. Im Wald glaubt er, einen Jungen retten zu müssen, aber vielleicht findet das alles nur in seiner Vorstellung statt ...

Mit ungewöhnlicher Nähe und Genauigkeit folgt Saskia Hennig von Lange in ihrem Roman "Hier beginnt der Wald" der Wahrnehmung des verstörten Protagonisten, seinen Gedanken, Gefühlen und Erinnerungen. Das ist große, eindrucksvolle Literatur.

Ausführliche Inhaltsangabe und Buchbesprechung


Donna Leon: Ewige Jugend


Donna Leon: Ewige Jugend Vor 15 Jahren rettete Pietro Cavanis die damals 15-jährige Manuela Lando-Continui aus einem Fluss in Venedig. Er behauptete zwar, sie sei von jemandem ins Wasser gestoßen worden, aber die Polizei glaubte ihm nicht, weil er stark betrunken war. Manuela ist seither geistig behindert. Ihre 86 Jahre alte Großmutter möchte vor ihrem Tod noch Gewissheit darüber erhalten, was damals geschah. Sie bittet Commissario Guido Brunetti, sich den längst ad acta gelegten Fall noch einmal anzuschauen ...

Wer einen spannenden Thriller erwartet, könnte von "Ewige Jugend" enttäuscht sein, denn die Krimi-Handlung ist banal und bietet kaum Überraschungen. Donna Leon erzählt eher humorvoll als effekthascherisch und nimmt sich Zeit für Einzelheiten.

Ausführliche Inhaltsangabe und Buchbesprechung


Bernhard Schlink: Olga


Bernhard Schlink: Olga Olga wird 1883 als Tochter eines deutschen Schauermanns und einer polnischen Wäscherin in Breslau geboren. Mit ihrem Ehrgeiz schafft sie es, Lehrerin zu werden, obwohl sie aus finanziellen Gründen, aber auch wegen der Vorurteile ihrer Großmutter keine höhere Schule besuchen konnte. Sie greift allerdings nicht nach den Sternen wie die Männer in ihrem Umfeld: Herbert übernimmt sich bei einer Expedition in die Arktis, Eik eifert mit den Nationalsozialisten mit, der Ehemann ihrer Enkelin vernachlässigt in seiner Besessenheit für die Malerei seine Familie, und Ferdinand teilt als Student die Ideale der APO ...

In seinem Roman "Olga" entwickelt Bernhard Schlink die Lebens­geschich­te einer charakterstarken Frau. Im ersten Teil hören wir einem aukto­rialen Erzähler zu, im zweiten einem dem Autor ähnelnden Ich-Erzähler. Im dritten Teil lesen wir eine Reihe von Briefen Olgas – und erfahren auf diese Weise auch ihre Geheimnisse.

Ausführliche Inhaltsangabe und Buchbesprechung


Gaito Gasdanow: Nächtliche Wege


Gaito Gasdanow: Nächtliche Wege Bei dem namenlosen Ich-Erzähler in "Nächtliche Wege" handelt es sich um einen jungen russischen Emigranten um 1930 in Paris. Anfangs belud er Frachtkähne und wusch Lokomotiven. Inzwischen sitzt er vor allem nachts hinter dem Lenkrad eines Taxis, um Geld zu verdienen. Er nutzt das aber auch, um Menschen zu beobachten, nicht nur Fahrgäste, sondern außerdem Gäste in einem Café, in dem er sich zwischendurch an die Theke stellt, um ein Glas Milch zu trinken ...

Gaito Gasdanow entwickelt in "Nächtliche Wege" keine Roman­handlung, sondern reiht skizzierte Miniaturen über Personen an­einan­der. Die subjektiven Beobachtungen des Ich-Erzählers veranschaulichen die Vergeblichkeit, der menschlichen Existenz einen Sinn geben zu wollen.

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Barbara Vine: Schwefelhochzeit


Barbara Vine: Schwefelhochzeit Zwischen der Altenpflegerin Jenny Warner und Stella Newland, einer mehr als doppelt so alten Bewohnerin des Seniorenheims Middleton Hall, entwickelt sich ein Ver­trauens­verhältnis. Die alte Dame bittet Jenny, nach ihrem seit 24 Jahren leer stehenden Haus zu sehen. Jenny wundert sich, als sie erfährt, dass Stella den Besitz sogar ihren Kindern verschwiegen hat. Warum? Bevor sie den Grund heraus­findet, nutzt sie das Haus als Zuflucht für sich und ihren Liebhaber ...

Der Roman "Schwefelhochzeit" von Barbara Vine dreht sich um die Suche nach Liebe und Glück, um Abhängig­keiten und Kon­ven­tionen. Durch die kunstvolle Verflechtung der Handlungs­stränge und -ebenen ergeben sich reizvolle Spiegelungen.

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Ulrich Plenzdorf: Legende vom Glück ohne Ende


Ulrich Plenzdorf: Legende vom Glück ohne Enden Paul und Paula wachsen zwar zusammen in Ostberlin auf, kommen aber erst zusammen, als Paul verheiratet ist und Paula zwei Kinder von verschiedenen Männern hat. Ihr Glück ist nicht von langer Dauer, denn gegen den Rat des Arztes besteht Paula darauf, auch ihr drittes Kind auszutragen. Dabei stirbt sie. Der Witwer wird sonderlich. Als ihm eine Frau auffällt, die wie Paula aussieht, glaubt er an eine Wiederkehr der Toten. Laura kümmert sich zwar um die Kinder, will sich jedoch nicht als Ersatz für eine andere selbst aufgeben ...

In dem tragikomischen Roman mit dem ironischen Titel "Legende vom Glück ohne Ende" nimmt Ulrich Plenzdorf Prüderie und Spießertum ebenso aufs Korn wie die Ein­schrän­kung individueller Freiheit durch den Staat. Das Wort überlässt er einer Nachbarin, die alles beobachtet und in ihrer schlichten Sprache wider­gibt.

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Judith W. Taschler: bleiben


Judith W. Taschler: bleiben Im Juli 1994 begegnen sich vier Menschen in einem Zugabteil. Der frisch geschiedene Jurist Paul ist 29 Jahre alt, die anderen sind rund zehn Jahre jünger: die Medizin­studentin Juliane, die lieber Cello spielen würde, der Koch Max, der von einer Karriere als Maler träumt, und der Abiturient Felix, der in Rom mehr über eine Liebesbeziehung herausfinden möchte, die seine inzwischen gestorbene Mutter vor der Eheschließung hatte. – 2014/15 kreuzen sich die Lebens­wege von Max, Felix, Paul und Juliane erneut ...

In dem Roman "bleiben" geht es um zufällige und absichtliche Weichen­stel­lun­gen, die für ein Leben ent­scheidend sind. Judith W. Taschler lässt die vier Hauptfiguren auf besondere Weise abwechselnd als Ich-Erzähler auftreten, deren Perspektiven sich ergänzen.

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Irene Dische: Schwarz und weiß


Irene Dische: Schwarz und weiß 1972 kommt der afroamerikanische GI Duke Butler aus Vietnam nach New York, um Lili Stones zu besuchen, die er zwei Jahre zuvor in Nairobi kennengelernt hatte. Lilis Eltern, ein wohlhabendes jüdisches Ehepaar, zeigen den aus prekären Verhältnissen stam­men­den gutmütigen Tölpel in ihren Intel­lek­tuel­len-Kreisen herum, als wäre er Kaspar Hauser. Dabei halten sie sich für liberal, vorurteilsfrei und aufgeschlossen. Lili und Duke heiraten. Sie haben kometenhafte Karrieren vor sich ...

Irene Dische nimmt in dem zynisch-satirischen Roman "Schwarz und Weiß" die Kreise liberaler, wohl­haben­der Intellektueller in New York aufs Korn und dekonstruiert den amerikanischen Traum. Die Figuren bleiben klischeehaft, aber böser Witz sorgt für Unterhaltung.

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Ferdinand von Schirach: Strafe


Ferdinand von Schirach: Strafe Die Schöffin – Die falsche Seite – Ein hellblauer Tag – Lydia – Nachbarn – Der kleine Mann – Der Taucher – Stinkefisch – Das Seehaus – Subotnik – Tennis – Der Freund  ...

In den zwölf unter dem Titel "Strafe" zusammengefassten, vermutlich auf realen Fällen basierenden Kurz­geschich­ten veranschaulicht Ferdinand von Schirach, dass es vor Gericht weniger auf Wahrheit und Gerechtigkeit als auf Formalien ankommt. Beispielsweise muss ein grausamer Menschenhändler wegen eines Verfahrensfehlers am Ende freigesprochen werden. Das geht unter die Haut.

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