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Buchtipps & Filmtipps © Dieter Wunderlich 2002/2017                          Dieter Wunderlich: Impressum






Neue Buchtipps


Iris Wolff: So tun, als ob es regnet


Iris Wolff: So tun, als ob es regnet Der Soldat Jacob wird im Ersten Weltkrieg nach Siebenbürgen abkommandiert und ahnt nicht, dass er eine Tochter gezeugt hat. Henriette lässt ihren Sohn Vicco bei einer ihrer Schwestern in Hermannstadt zurück, als sie nach Bukarest und später Berlin zieht. Sie heiratet nie, will lieber frei und unabhängig sein. Das gilt auch für ihre Enkelin Edda – eine der beiden Töchter ihres Sohnes Vicco und seiner mutigen Ehefrau Liane –, die sich nach La Gomera absetzt ...

Die vier Kapitel des Romans "So tun, als ob es regnet" – die auch einzeln lesbar wären – sind in einer Familien­geschichte über vier Generationen eng miteinander verknüpft. Iris Wolff besticht mit sensiblen Be­trach­tun­gen, einer feinen Sprache und einer überzeugenden Komposition.

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Cynan Jones: Alles, was ich am Strand gefunden habe


Cynan Jones: Alles, was ich am Strand gefunden habe Der Fischer und Jäger Hold lässt Tiere nicht unnötig leiden und denkt bei seinem Handeln weniger an sich als an andere. Dem auf einem kleinen Bauernhof in Polen aufgewachsenen Arbeitsmigranten Grzegorz macht der industrielle Schichtbetrieb im Schlachthof schwer zu schaffen. Berge von Fleisch, das man in Polen essen würde, gelten hier als Müll. Dem irischen Verbrecher Stringer fehlt dagegen jeder Respekt vor dem Leben, und er handelt nur im Eigeninteresse ...

"Alles, was ich am Strand gefunden habe" lässt sich als düsterer und spannender Kriminalroman lesen, aber es geht um mehr. Cynan Jones spürt den Beweg­gründen der Roman­figuren intensiv nach und inszeniert einpräg­same Bilder. Geschickt führt er die Handlungs­stränge zusammen.

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Pierre Lemaitre: Drei Tage und ein Leben


Pierre Lemaitre: Drei Tage und ein Leben Antoine, ein unauffälliger Zwölfjähriger, der gerade mit ansehen musste, wie der Nachbar den verletzten Hund erschoss und den Kadaver auf den Müll warf, erschlägt im Gefühlschaos den sechs Jahre alten Nachbar­jungen. Innerhalb weniger Minuten ändert sich Antoines Leben dramatisch. Kurz darauf wird das Dorf, in dem er mit seiner Mutter wohnt, von einer Sintflut heimgesucht, und der Wald, in dem Antoine die Leiche versteckt hat, ist vorübergehend unpassierbar ...

Pierre Lemaitre geht in diesem Roman der Frage nach, was aus einem Kind wird, das von Schuldgefühlen und Angstzuständen überfordert ist, ohne darüber reden zu können. "Drei Tage und ein Leben" ist eine subtile psycho­logische Studie, eine ergreifende Lektüre.

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John Grisham: Das Original


John Grisham: Das Original Als die für 25 Millionen Dollar versicherten fünf Original-Manuskripte von F. Scott Fitzgerald aus der Firestone Library der Princeton University gestohlen werden, wird nicht nur das FBI, sondern auch ein privates Ermittlungsbüro eingeschaltet. Das beauftragt ein halbes Jahr nach dem Raub die 31-jährige Literaturdozentin Mercer Mann, den verdächtigen Buch­händlker Bruce Cable auf Camino Island auszuspähen ...

Unter dem Titel "Das Original" hat John Grisham keinen weiteren Justiz-Thriller verfasst, sondern eine amüsante Hommage an die Welt der Literatur. Damit bietet er eine unterhaltsame Urlaubslektüre.

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Michela Murgia: Chirú


Michela Murgia: Chirú Die 38-jährige erfolgreiche Theater­schauspielerin Eleonora ist für den 20 Jahre jüngeren Musikstudenten Chirú vorübergehend nicht nur eine Mentorin, sondern auch ein wenig Psycho­therapeutin, Freundin, platonische Geliebte, Mutter, und sie führt ihn in die Welt der Künstler ein. Eleonora wiederum sucht Rat nicht nur bei einer Freundin, sondern auch bei einem älteren Architekten und heiratet schließlich einen ebenfalls älteren Operndirektor ...

Bei der Ich-Erzählerin in "Chirú" handelt es sich um eine selbst­bewusste, eigen­ständige und welt­gewandte Schauspielerin, die den heuchlerischen Betrieb des Kultur­lebens längst durchschaut hat, die Menschen genau beobachtet und viel nachdenkt.

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Tristan Garcia: Faber. Der Zerstörer


Tristan Garcia: Faber. Der Zerstörer Madeleine und Basile werden von ihren Mitschülern ausgegrenzt und gemobbt, bis Faber neu an die Schule kommt und ihnen beisteht. Die drei Achtjährigen freunden sich an. Faber ist stark und intelligent. Er hält sich für etwas Besonderes und wird für die anderen zum Idol. Nach sieben Jahren werden die drei Freunde aus­einan­der­gerissen. Erst im Alter von 30 Jahren suchen Basile und Madeleine nach dem früheren Freund – um sich dafür zu rächen, dass er sie verstört zurückließ ...

"Faber. Der Zerstörer" dreht sich um die Suche nach der eigenen Identität und um irreführende Idole. Das Buch von Tristan Garcia lässt sich als Adoleszenz­roman, als Gene­ra­tionen­porträt und als Geschichte einer Selbstzerstörung lesen.

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Don Winslow: Corruption


Don Winslow: Corruption Vor 18 Jahren fing Denny Malone aus Idealismus beim NYPD an. Als er merkte, wie viele Möglichkeiten es für smarte Rechts­anwälte gibt, Kriminelle vor einer Ver­ur­teilung zu bewahren, ging er dazu über, Gangstern Belastungsmaterial unter­zu­schieben. Dann begann er, bei Fest­nahmen Geldbeträge abzuzweigen. Als er schließlich einen Mafiaboss ohne Not er­schießt und Drogen unterschlägt, weiß er, dass er nicht mehr besser ist als die Verbrecher, die er jagt ...

Don Winslow ergänzt in "Corruption" packende Action-Szenen mit kennt­nis­reichen Ausführungen über Be­ziehun­gen zwischen Stadt­ver­wal­tung, Polizei, Wirtschaft und Mafia in New York. Erzählt wird aus der Sicht eines korrupten Elite­polizisten.

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Jonas Karlsson: Das Zimmer


Jonas Karlsson: Das Zimmer Björn entdeckt bald nach seiner Versetzung in eine andere Behörde zwischen Aufzug und Toiletten ein unbenutztes Zimmer. Dort ruht er sich nun gern ein paar Minuten aus, wenn er von der Arbeit im Großraumbüro erschöpft ist. Aber die Kollegen behaupten, es gebe das Zimmer gar nicht und er stehe nur am Korridor herum. Haben sie sich einen Streich ausgedacht oder handelt es sich um systematisches Mobbing?

Aus einem originellen Plot hat Jonas Karlsson mit immer neuen Einfällen und Wendungen, aber auch mit sicherem Gespür für Dramaturgie den faszinierenden, grotesken und umwerfend komischen Roman "Das Zimmer" komponiert.

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Margaret Atwood: Hexensaat


Margaret Atwood: Hexensaat Der kanadische Theaterregisseur Felix Phillips hat alles verloren: Frau und Tochter starben. Eine Intrige raubt ihm die Festspielleitung. Grollend zieht er sich wie ein Eremit zurück. Dann gründet er in einem Gefängnis eine Theatergruppe. Zwölf Jahre nach seiner Schmach erhält er eine Gelegenheit zur Rache: Seine ahnungslosen Widersacher kündigen ihre Teilnahme an einer Theateraufführung in der JVA an. Felix studiert "Der Sturm" ein ...

"Hexensaat" ist ein amüsanter Roman voller Esprit. Margaret Atwood verlegt die Handlung der Shakespeare-Komödie "Der Sturm" nach Kanada und ins 21. Jahr­hundert. Dabei verschachtelt sie den Plot dreimal ineinander.

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Margaret Atwood: Der Report der Magd


Margaret Atwood: Der Report der Magd Christliche Fanatiker haben auf dem Boden der USA den totalitären Gottesstaat Gilead gegründet, in dem gebärfähige Frauen versklavt werden. Bei der Ich-Erzählerin handelt es sich um eine dieser "Mägde", deren einzige Aufgabe es ist, kinderlosen Ehepaaren der Elite zu Nachwuchs zu verhelfen. Desfred, so lautet der ihr zugewiesene Name, hat sich trotz Umerziehung einen Rest innerer Freiheit bewahrt, und das zeigt sich in ihrem kritischen Blick auf das Leben ...

"Der Report der Magd" ist ein ernster, bewegender und anspruchsvoller Roman. Margaret Atwood warnt mit der Dystopie vor denkbaren Ent­wick­lungen. Das Wort überlässt sie einer "Magd", die aus ihrer subjektiven Perspektive berichtet.

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Anna Enquist: Streichquartett


Anna Enquist: Streichquartett Die Ärztin Carolien, die Sprechstundenhilfe Heleen, der Geigenbauer Jochem und Hugo, der Leiter des Musikzentrums, treffen sich regelmäßig auf Hugos Hausboot, um zu musizieren. Beim Zusammenspiel im Streichquartett gelingt es ihnen, ihre persönlichen Kümmernisse für eine Weile auszublenden. Carolien ist die einzige dem über 80 Jahre alten Cellisten Reinier van Aalst verbliebene Schülerin. Der Greis hat panische Angst davor, in ein Heim abgeschoben zu werden ...

Anna Enquist nimmt sich viel Zeit, die Charaktere mit großer Empathie auszuleuchten. "Streichquartett" ist eigentlich ein stiller, melancholischer Roman, aber die Autorin lässt ihn im letzten Fünftel zu einem hane­büche­nen Actionthriller werden.

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