Karl Denke


Karl Denke wurde am 12. August 1870 in Oberkunzendorf (Kujakowice Gorne) in Schlesien geboren. Ab dem 10. Lebensjahr lebte er in der nahegelegenen Stadt Münsterberg (Ziebice).

Am 21. Dezember 1924 kam der Wanderarbeiter Vincenz Olivier schreiend und mit blutüberströmten Kopf aus der Mietwohnung von Karl Denke in Münsterberg getorkelt. Dass ihn „Papa Denke“, den man als gutmütigen Korbflechter kannte, mit einer Spitzhacke angegriffen hatte, glaubte ihm zunächst niemand, und der Beschuldigte behauptete seinerseits, der Bettler habe ihn bestehlen wollen. Die Nachbarn zerrten deshalb den Fremden zur Polizei, und Vincenz Olivier wurde wegen Landstreicherei festgenommen.

Auf seine Aussagen hin wurde am 22. Dezember auch Karl Denke verhaftet. Der erhängte sich wenige Stunden später in der Zelle.

Daraufhin durchsuchte die Polizei die Wohnung des Biedermanns – und fand in der Küche hunderte von Knochen und Zähnen, frische und eingepökelte

Fleischstücke, dazu Hosenträger aus Haut und konservierte Genitalien. Gerichtsmediziner bestätigten, dass es sich dabei um Überreste menschlicher Leichen handelte. Einem Notizbuch von Karl Denke war zu entnehmen, dass er sechsundzwanzig Männer und vier Frauen ermordet hatte, von Ida Launer am 21. Februar 1903 bis zu Kaspar Hubalek am 20. April 1924. Angeblich hatte der Serienmörder ihr Fleisch nicht nur selbst gegessen [Kannibalismus], sondern auch auf dem Wochenmarkt in Breslau verkauft.

George Tabori - Der Spielmacher. Gespräche mit George Tabori
Anlässlich des 90. Geburtstags von George Tabori am 24. Mai 2004 veröffentlichte der Verlag Klaus Wagenbach unter dem Titel "Der Spielmacher" einen Band mit Gesprächen, die Tabori zwischen 1976 und 2004 über das Theater und seine eigene Arbeit geführt hatte.
Der Spielmacher. Gespräche mit George Tabori

 

 

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Mehr als zwei Jahrzehnte lang las ich rund zehn Romane pro Monat und stellte sie dann mit Inhaltsangaben und Kommentaren auf dieser Website vor. Aber seit November 2024 bin ich nicht mehr dazu gekommen, auch nur ein einziges belletristisches Buch zu lesen.