Hustle & Flow

Hustle & Flow

Hustle & Flow

Originaltitel: Hustle & Flow - Regie: Craig Brewer - Drehbuch: Craig Brewer - Kamera: Amy Vincent – Schnitt: Billy Fox – Musik: Scott Bomar – Darsteller: Terrence Dashon Howard, Anthony Anderson, Taryn Manning, Isaac Hayes, Taraji P. Henson, Paula Jai Parker, D J Qualls, Elise Neal, Ludacris, Isaac Hayes u.a. - 2005; 115 Minuten

Inhaltsangabe

Der junge Afroamerikaner DJay schlägt sich in Memphis als kleiner Drogendealer durch und wohnt mit drei Frauen zusammen, die für ihn anschaffen. Als er an ein Keyboard gerät und seinen Schulfreund Key wiedertrifft, der inzwischen Tontechniker geworden ist, träumt DJay von einer großen Karriere als Rapper, richtet ein behelfsmäßiges Tonstudio ein und nimmt mit Keys Hilfe ein Demo-Band auf, mit dem er den Rap-Star Skinny Black auf sich aufmerksam machen möchte ...
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Kritik

In dem Low-Budget-Film "Hustle & Flow" von Craig Brewer steht die Geschichte im Mittelpunkt, die gerade wegen der unambitionierten Inszenierung authentisch wirkt.

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Der junge Afroamerikaner DJay (Terrence Howard) schlägt sich in seiner Heimatstadt Memphis, Tennessee, als kleiner Drogendealer durch und wohnt mit drei Freundinnen zusammen: mit Nola (Taryn Manning), die für ihn anschafft, mit der Stripperin Lexus (Paula Jai Parker) und mit Shug (Taraji P. Henson), die gerade schwanger ist. DJay ist ein Großmaul. Tagsüber kurvt er mit seinem alten Chevy Clarice Classic durch die Straßen, nachts hängt er in schäbigen Striplokalen herum.

Als DJay an das Keyboard eines Obdachlosen gerät und ein paar Tage später seinen Schulfreund Key (Anthony Anderson) wiedertrifft, der inzwischen Tontechniker geworden ist, beginnt er, von einer großen Karriere als Rapper zu träumen. Er schreibt Texte über das Leben, das er kennt und besucht schließlich Key, der gerade mit seiner Ehefrau Yevette (Elise Neal) beim Abendessen sitzt. Während Nola und Lexus sich mit Yevette unterhalten, geht DJay mit Key in die Küche und überredet ihn, mit ihm ein Demo-Band aufzunehmen.

Die beiden richten in einem Zimmer DJays ein behelfsmäßiges Tonstudio ein und gewinnen den Kirchenmusiker Shelby (D J Qualls) fürs Mitmachen: DJay singt, Shelby begleitet ihn auf dem Keyboard bzw. dem Computer, und Key sitzt am Mischpult.

Rücksichtslos wirft DJay Lexus und deren kleinen Sohn nach einem Streit aus dem Haus. Nola geht für ein besseres Mikrofon, das die Jungs benötigen, mit einem Ladenbesitzer ins Bett. Und Shug, die eine Hook-Line (Refrain) für die Aufnahme singen darf, findet dadurch die ersehnte Selbstbestätigung.

Als der berühmte Rapper Skinny Black (Ludacris) wieder einmal in seine Geburtsstadt Memphis kommt, will DJay ihn durch das Demo-Band auf sich aufmerksam machen. In der Kneipe seines Freundes Arnel (Isaac Hayes) verabredet DJay sich mit Skinny, der erfahren hat, dass er von ihm Marihuana kaufen könne. Der erfolgreiche Rapper nimmt das Band entgegen und erklärt DJay, dass es wichtig sei, einen Traum zu haben.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Kurz darauf findet DJay sein Band im WC der Kneipe wieder. Da gerät er außer sich. Wütend verprügelt er Skinny und schießt auf einen von dessen Bodyguards. Dafür wird er zu einer Freiheitsstrafe verurteilt.

Während DJay im Gefängnis sitzt, lässt Nola das Demo-Band auf CD brennen und versucht es bei allen Hörfunksendern in Memphis, bis die Musik ihres inhaftierten Freundes im Radio übertragen wird.

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„Hustle & Flow“, das Regiedebüt von Craig Brewer, ist ein Low-Budget-Film. Und das ist gut so, denn gerade aufgrund der schlichten, unambitionierten Inszenierung steht die linear erzählte Geschichte im Mittelpunkt und wirkt authentisch. Craig Brewer zeigt ein Hinterhofmilieu seiner Heimatstadt Memphis, Tennessee, ohne es zu glorifizieren oder sich davon zu distanzieren. Eindrucksvoll ist es, welche Wirkung die Musik in diesem zunächst trostlos erscheinenden Leben entfalten kann. Terrence Dashon Howard ist es gelungen, die Hauptfigur ambivalent darzustellen: abgeklärt (cool) und zugleich verletzlich, empfindsam und rücksichtslos.

Für den Originalsong „It’s Hard Out Here for a Pimp“ von Paul Beauregard, Jordan Houston gab es 2006 einen „Oscar“. Weitere Songs, die in „Hustle & Flow“ zu hören sind:

  • Al Green: „Jesus is Waiting“
  • Willie Hutch: „I Choose You“
  • Lil‘ Jon, Lil Scrappy und T. I.: „I’m a King“
  • Al Kapone: „Whoop That Trick“; „Hustle & Flow“
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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2005

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