16 Blocks

16 Blocks

16 Blocks

16 Blocks – Originaltitel: 16 Blocks – Regie: Richard Donner – Drehbuch: Richard Wenk – Kamera: Glen MacPherson – Schnitt: Steven Mirkovich – Musik: Klaus Badelt – Darsteller: Bruce Willis, Mos Def, David Morse, Jenna Stern, Casey Sander, Cylk Cozart, David Zayas, Robert Racki, Patrick Garrow, Sasha Roiz, Conrad Pla, Hechter Ubarry, Richard Fitzpatrick, Peter McRobbie, Michael F. Keenan, Robert Clohessy, Jess Mal Gibbons, Tig Fong, Brenda Pressley u.a. – 2006; 90 Minuten

Inhaltsangabe

Der ausgebrannte, alkoholkranke Detective Jack Mosley soll den Kleinganoven Eddie Bunker in New York 16 Blocks weit vom Gefängnis zum Gericht bringen, damit dieser dort eine Zeugenaussage machen kann. Aufgrund eines Verkehrsstaus kommen sie nur schrittweise voran. Als Jack unterwegs hält, um eine Flasche Schnaps zu kaufen, wird ein Mordanschlag auf Eddie verübt. Jack flüchtet mit Eddie in eine Kneipe und fordert Verstärkung an ...
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Kritik

Auf der Grundlage eines hanebüchenen Plots hat Richard Donner den einfallsreichen, rasanten und spannenden Cop-Thriller "16 Blocks" inszeniert, und Bruce Willis beweist wieder einmal, dass er selbst ungläubwürdig angelegte Figuren überzeugend spielen kann.
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Jack Mosley (Bruce Willis) ist Detective beim New York Police Department. Die Belastung erträgt er nur, indem er auch während des Dienstes trinkt [Alkoholkrankheit]. Verkatert und erschöpft will er gerade am Ende einer Nachtschicht nach Hause gehen, als ihn Polizeilieutenant Kincaid (Scott McCord) beauftragt, den afroamerikanischen Ganoven Eddie Bunker (Mos Def) vom Gefängnis zum Gericht zu bringen, wo er eine Zeugenaussage machen soll. Für den Job war eigentlich ein anderer Cop vorgesehen, aber der steckt im Verkehrsstau.

Die Entfernung beträgt nur 16 Blocks, aber die Straßen sind verstopft und die Autos kommen nur schrittweise voran. Jack hält unterwegs, um sich eine neue Flasche Whiskey zu besorgen. Als er wieder aus dem Schnapsladen kommt, sieht er, wie ein Mann eine Pistole auf Eddie richtet, der mit Handschellen gefesselt hilflos im Fond des verschlossenen Streifenwagens sitzt. Jack lässt die Flasche fallen und erschießt den Attentäter, bevor dieser abdrücken kann. Im nächsten Augenblick wird er selbst von mehreren Männern unter Feuer genommen. Im Kugelhagel holt er Eddie aus dem Wagen, flüchtet mit ihm in eine Kneipe und fordert übers Telefon Verstärkung an.

Kurz darauf trifft sein Kollege Frank Nugent (David Morse) ein, mit dem er seit zwanzig Jahren befreundet ist. Frank schlägt Jack vor, nach Hause zu gehen und sich auszuschlafen; er werde sich um Eddie kümmern. Jack ahnt, dass Frank den Kleinkriminellen töten will, um dessen Zeugenaussage zu verhindern. Tatsächlich geht es um eine Anklage gegen ein halbes Dutzend korrupter Polizisten, darunter auch Frank. Als einer der Kriminalbeamten, die mit Frank gekommen sind, auf Eddie anlegt, streckt Jack ihn mit einem Schuss ins Bein nieder. Während er Frank mit seiner Waffe bedroht, fordert er Eddie auf, die Kneipe zu verlassen und geht dann auch selbst rückwärts durch die Tür.

Obwohl Jack weiß, dass er gegen Frank und dessen Männer kaum eine Chance hat, versucht er, Eddie zum Gericht zu bringen. Immer wieder droht sein Vorhaben zu scheitern, aber zunächst findet er in jeder Lage einen Ausweg.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Schließlich kapert Jack einen Linienbus und nimmt die Fahrgäste als Geiseln. Rasch wird der Bus von mehreren Polizeieinheiten umstellt. Unvermittelt lässt Jack die Geiseln aussteigen und sorgt dafür, dass Eddie sich in dem Durcheinander unerkannt unter sie mischen kann. Danach sitzt Jack allein in dem Fahrzeug. Eddie überlegt es sich jedoch anders und kehrt zurück zu ihm. Jack lässt den Motor an und durchbricht die Absperrungen. Die Flucht geht weiter.

Als Eddie angeschossen wird, ruft der ebenfalls verletzte Cop seine Schwester Diane (Jenna Stern) zu Hilfe, die als Sanitäterin arbeitet. Jack gesteht, dass er auch zu den Polizisten gehört, die angeklagt werden sollen. Eddie, der sich längst mit seinem Beschützer angefreundet hat, verzichtet auf die Aussage und wird in einem Krankenwagen versteckt zum Busbahnhof gebracht. Er träumt davon, mit den Diebstählen aufzuhören und in Seattle eine Konditorei aufzumachen.

Die Zeugenaussage will Jack selbst übernehmen. Doch vor dem Eingang des Gerichtsgebäudes wartet Frank auf ihn, und im Inneren lauern dessen Komplizen. Dennoch gelingt es Jack, zur Staatsanwältin MacDonald (Brenda Pressley) vorzudringen.

Aufgrund seiner Aussage werden die korrupten Polizisten verhaftet und verurteilt. Jack kommt nach zwei Jahren wieder frei und erhält kurz darauf zu seinem Geburtstag eine Torte, die ihm Eddie aus Seattle schickte.

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„Jeder kann sich ändern und bessern“, behauptet der Kleinkriminelle Eddie Bunker. Der ausgebrannte Cop Jack Mosley ist anderer Meinung. Am Ende beweisen beide, dass Eddie Recht hat.

Der Plot von „16 Blocks“ ist hanebüchen. Nichts daran ist auch nur halbwegs plausibel. Aber auf dieser fragwürdigen Grundlage hat Richard Donner einen einfallsreichen, rasanten und spannenden Cop-Thriller mit viel Action inszeniert, eine neue Version der David-und-Goliath-Geschichte, die nahezu in Echtzeit abläuft. Und obwohl die Psychologie der Figur Jack Mosley ebenso unglaubwürdig wie der Plot ist, beweist Bruce Willis auch in „16 Blocks“, dass er aus nahezu jeder Rolle etwas machen kann: Man fühlt sich fast selbst krank, wenn man ihn als ausgebrannten, alkoholabhängigen Cop sieht.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2008

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