Greta Garbo


Greta Lovisa Gustafsson – die spätere Greta Garbo – wurde am 18. September 1905 in Stockholm als drittes Kind von Karl Alfred und Anna Lovisa Gustafsson geboren. Als sie vierzehn war, erlag ihr Vater einer langen, schweren Krankheit. Aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten, die sich dadurch verschlimmerten, musste Greta die Schule verlassen und zunächst als Hilfskraft in einem Friseursalon und später als Verkäuferin in dem Warenhaus Paul U. Bergström arbeiten.

Nachdem sie in zwei Werbefilmen aufgetreten war, engagierte Erik A. Petschler sie 1922 für sein Filmlustspiel „Peter der Vagabund“, und sie kündigte mutig ihre Stelle im Warenhaus. Ein Stipendium ermöglichte es ihr, an der Königlichen Schauspiel-Akademie in Stockholm zu studieren.

Dort entdeckte sie der finnische Direktor Mauritz Stiller. Er gab ihr 1924 den Künstlernamen „Greta Garbo“ und die Hauptrolle in seiner Verfilmung des Romans „Gösta Berling“ von Selma Lagerlöf. Nachdem G. W. Pabst sie in „Gösta Berling“ gesehen hatte, bot er ihr eine Rolle in seinem Film „Die freudlose Gasse“ (1925) an. Fast zur gleichen Zeit wurde Mauritz Stiller eingeladen, in Hollywood Filme zu drehen, und er setzte durch, dass auch Greta Garbo einen Dreijahresvertrag bekam.

1926 bis 1928 spielte Greta Garbo in „The Torrent“, „The Temptress“, „Flesh and the Devil“, „Love“ und „The Divine Woman“. Danach titulierte man sie „die Göttliche“. Innerhalb von fünfzehn Jahren spielte sie in vierundzwanzig Hollywood-Filmen mit, zum Beispiel in „Anna Christie“ (1930), „Mata Hari“ (1931), „Menschen im Hotel“ (1932), „Königin Christine“ (1933), „Anna Karenina“ (1935), „Die Kameliendame“ (1936), „Maria Walewska“ (1937) und „Ninotschka“ (1939).

Im Alter von sechsunddreißig Jahren zog Greta Garbo sich nach den Dreharbeiten für George Cukors Film „Die Frau mit den zwei Gesichtern“ (1941) ohne Begründung nicht nur vom Filmgeschäft, sondern auch vollständig aus der Öffentlichkeit zurück und reiste nur noch inkognito. 1951 erhielt sie die US-Staatsbürgerschaft. Drei Jahre später wurde sie für ihr Lebenswerk mit einem „Oscar“ ausgezeichnet.

Greta Garbo starb am 15. April 1990 in einem New Yorker Krankenhaus.

© Dieter Wunderlich 2005

Heinrich Päs - Die perfekte Welle
Immer wieder lockert Heinrich Päs die Darstellung durch Anekdoten und pointierte biografische Skizzen auf. Mit seinem Buch "Die perfekte Welle" wendet er sich weniger an Fachkollegen, als an vorgebildete Laien, auf die sich seine Begeisterung überträgt.
Die perfekte Welle

Heinrich Päs

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