Georgia

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Georgia

Georgia – Originaltitel: Georgia – Regie: Ulu Grosbard – Drehbuch: Barbara Turner – Kamera: Jan Kiesser – Schnitt: Elisabeth King – Darsteller: Jennifer Jason Leigh, Mare Winningham, Ted Levine, Max Perlich, John Doe, John C. Reilly u.a. – 1995; 115 Minuten

Inhaltsangabe

Georgia ist eine erfolgreiche Country-Sängerin und hat eine Familie mit zwei Kindern. Ihre jüngere Schwester Sadie eifert ihr nach, aber auch wenn sie sich noch so anstrengt, erhält sie kaum Beifall. Ihre Frustration und Verzweiflung mit Alkohol und Drogen bekämpfend, reist sie herum. Als sich ein 23-Jähriger in sie verliebt, ergreift sie die Chance, Halt zu finden und nach dem Vorbild ihrer Schwester ein geordnetes Familienleben anzufangen ...
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Kritik

"Georgia" ist ein erschütterndes Drama von Barbara Turner (Drehbuch) und Ulu Grosbard (Regie). Sehenswert ist "Georgia" wegen der schauspielerischen Leistung, besonders der von Jennifer Jason Leigh.
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Weil sie von ihren Bühnenauftritten nicht leben kann, verdient sich die Rocksängerin Sadie Flood (Jennifer Jason Leigh) in San Francisco ein paar Dollar als Zimmermädchen in einem Motel. Dort entdeckt sie der erfolgreiche Sänger Trucker (Jimmy Witherspoon) und holt sie als Backgroundsängerin in seine Band. Aber es geht nicht lange gut, denn Sadie überschätzt ihr Können und bekämpft ihre Frustration und Verzweiflung mit Drogen und Alkohol. Von einem Kerl namens Chasman (Jason Carter) lässt Sadie sich nach Seattle fahren, wo ihre ältere Schwester Georgia (Mare Winningham) noch immer in dem Haus wohnt, in dem sie zusammen aufwuchsen. Georgia hat einen Ehemann – Jake (Ted Levine) – und zwei Kinder: Andrew (Jamian Briar) und Mish (Rachel Rasco).

Wenn ihre Pflichten als Mutter und Hausfrau es zulassen, tritt Georgia als Country-Sängerin auf. Mit ihrer zarten Stimme und sanften Ausdrucksweise begeistert sie das Publikum. Vergeblich eifert Sadie ihrer Schwester nach: Auch wenn sie sich mit ihrer kratzigen, heiseren Stimme noch so anstrengt, applaudiert kaum jemand.

Fürs Erste kommt Sadie in Seattle bei ihrer Schwester und deren Familie unter. Nach einer Weile sucht sie Bobby (John Doe) auf, mit dem sie früher einmal eine Affäre hatte und der noch immer eine Band leitet. Widerstrebend nimmt er Sadie in die Band auf und lässt sie in seiner Wohnung schlafen, wobei er betont, dass dies nur eine vorübergehende Lösung sein könne.

Während die Band bei einer jüdischen Hochzeitsfeier spielt, betrinkt Sadie sich so, dass sie auf der Bühne zusammenbricht.

Axel (Max Perlich), ein Dreiundzwanzigjähriger aus Chicago, der sich in Seattle als Ausfahrer eines Lebensmittelgeschäfts durchschlägt, verliebt sich vorbehaltslos in Sadie, und sie ergreift die Chance, Halt zu finden und nach dem Vorbild ihrer Schwester ein geordnetes Familienleben anzufangen: Die beiden heiraten.

Bald macht Axel sich Sorgen um Sadie und wendet sich an Georgia, drängt sie, ihrer Schwester zu helfen. Georgia holt Sadie während eines Auftritts zu sich auf die Bühne, aber der Beifall des Publikums zeigt Sadie nur wieder, dass sie im Schatten ihrer Schwester steht.

Axel hält es nicht mehr aus und tut so, als müsse er für eine Weile nach Chicago, um seine kranke Mutter zu pflegen, aber Sadie begreift, dass er sie verlässt.

Sie versucht es noch einmal mit Chasman in San Francisco.

Kurze Zeit später taucht sie zitternd, barfuß und im Nachthemd am Flughafen auf und fliegt nach Seattle zurück. Georgia, die inzwischen ihr drittes Kind erwartet, bringt die Heroinsüchtige und Alkoholkranke in eine Entzugsklinik und kümmert sich um sie.

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„Georgia“ ist ein erschütterndes Drama über zwei ungleiche Schwestern. Ungeachtet des Titels dreht es sich um die von Jennifer Jason Leigh furios gespielte Sadie. Mare Winningham, die der Figur Georgia durch die Andeutung widersprüchlicher Züge Tiefe verleiht, wurde in der Kategorie „beste Nebendarstellerin“ für einen „Oscar“ nominiert. Das Drehbuch schrieb Barbara Turner, die Mutter von Jennifer Jason Leigh, deren schauspielerische Leistung „Georgia“ zu einem sehenswerten Film macht. Wie sie als psychisches Wrack am Flughafen auftaucht, muss man gesehen haben.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2007

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