Jakob Arjouni


Jakob Arjouni (bürgerlich: Jakob Bothe) wurde am 8. Oktober 1964 in Frankfurt/Main als Sohn des Dramatikers Hans Günter Michelsen (1920 – 1994) geboren. Nach dem Abitur lebte er eine Weile in Frankreich. Sein Studium brach er gleich wieder ab und schlug sich stattdessen mit Gelegenheitsarbeiten durch. 1985 veröffentlichte er seinen ersten Roman: „Happy Birthday, Türke!“, und zwar unter dem Schriftstellernamen Arjouni, der auf die Marokkanerin Kadisha Arjouni zurückgeht, mit der er zu dieser Zeit verheiratet war.

Mit 22 besuchte er vorübergehend eine Schauspielschule in Berlin, fing dann noch einmal ein Studium an der Freien Universität an, hörte aber auch damit nach kurzer Zeit wieder auf.

Für sein Theaterstück „Nazim schiebt ab“ erhielt er 1987 den Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg, und fünf Jahre später wurde er für „Ein Mann ein Mord“ mit dem Deutschen Krimi-Preis ausgezeichnet.

Die größten Erfolge erzielte Jakob Arjouni mit seiner Kriminalromanreihe über den Frankfurter Privatdetektiv Kemal Kayankaya, den Adoptivsohn einer aus der Türkei stammenden Gastarbeiterfamilie, die er mit „Happy Birthday,Türke!“ begonnen hatte („Kismet“). Bei „Chez Max“ handelt es sich um eine im Jahr 2064 spielende Dyastopie, und bei „Der heilige Eddy“ um einen Schelmenroman.

Jakob Arjouni starb am 17. Januar 2013 in Berlin.

Jakob Arjouni: Bibliografie (Auswahl)

  • Happy Birthday, Türke! (Roman, 1985 – Verfilmung durch Doris Dörrie)
  • Mehr Bier (Roman, 1987)
  • Die Garagen (Bühnenstück, 1988)
  • Nazim schiebt ab (Bühnenstück, 1990)
  • Ein Mann, ein Mord (Roman, 1991)
  • Magic Hoffmann (Roman, 1996)
  • Edelmanns Tochter (Bühnenstück, 1996)
  • Ein Freund (Kurzgeschichten, 1998)
  • Kismet (Roman, 2001)
  • Idioten. Fünf Märchen (2003)
  • Hausaufgaben (Roman, 2004)
  • Chez Max (Roman, 2006)
  • Der heilige Eddy (Roman, 2009)
  • Cherryman jagt Mister White (Roman, 2011)
  • Bruder Kemal (Roman, 2012)

© Dieter Wunderlich 2014

Zsuzsa Bánk - Der Schwimmer
Mit großem Einfühlungsvermögen versetzt Zsuzsa Bánk sich in die Ich-Erzählerin Kata. Obwohl Zsuzsa Bánk eine zwar poetische, aber auch schlichte, nüchterne Sprache gewählt hat, vermittelt sie starke Gefühle und eine traurige Stimmung.
Der Schwimmer

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