Jules Verne


Jules Verne wurde am 8. Februar 1828 als ältestes Kind des französischen Rechtsanwalts Pierre Verne und dessen Ehefrau Sophie Allotte de la Fuye in Nantes geboren. Im Alter von elf Jahren versuchte er vergeblich, auf einem Schiff nach Indien anzuheuern, aber schließlich gehorchte er doch seinem Vater und studierte Jura, zuerst in Nantes, ab November 1848 in Paris. Dabei befreundete Jules Verne sich mit Alexandre Dumas dem Älteren (1802 – 1870) und begann, mit dem etablierten Schriftsteller gemeinsam Dramen und Opernlibretti zu schreiben – während er sein Studium mehr und mehr vernachlässigte. Sein erstes Bühnenstück hatte am 12. Juni 1850 im Théâtre Historique Premiere. Sein Vater war darüber keineswegs erfreut.

Statt die Kanzlei seines Vaters zu übernehmen, schlug Jules Verne sich einige Jahre als Sekretär des Théâtre Lyrique durch und begann 1856, an der Börse zu spekulieren. Am 10. Januar 1857 heiratete er die Witwe Honorine Morel, die zwei Töchter mit in die Ehe brachte und am 3. August 1861 den Sohn Michel gebar.

Bald darauf begann Jules Verne, Abenteuerromane zu schreiben und entwickelte sich zu einem der ersten Science-Fiction-Autoren. Unter dem Titel „Cinq semaines en ballon“ („Fünf Wochen im Ballon“) veröffentlichte der Jugendbuch-Verleger Pierre-Jules Hetzel 1863 Jules Vernes authentisch wirkenden,

aber frei erfundenen „Bericht“ über eine Entdeckungs- und Forschungsreise von Sansibar bis Senegal. Schließlich unterschrieb Jules Verne einen Vertrag mit Pierre-Jules Hetzel (1814 – 1886), in dem er sich gegen ein entsprechendes Honorar verpflichtete, jährlich zwei Bände für die Buchreihe „Voyages extraordinaires“ zu verfassen. Welterfolge wurden vor allem Jules Vernes Romane „Vingt mille lieues sous les mers“ (1870; „20 000 Meilen unter dem Meer“) und „Le tour du monde en quatre-vingts jours“ (1873; „Reise um die Welt in 80 Tagen„). Natürlich hielten seine damaligen Leser U-Boote oder Mondraketen für Utopien; sie konnten nicht ahnen, dass man sie im 20. Jahrhunderts bauen würde.

Jules Verne konnte sich eine eigene Yacht leisten; er reiste viel und recherchierte dabei für seine Buchprojekte. 25 000 Notizen soll er in seinem Zettelkasten gehabt haben. 1871 zog er mit seiner Familie nach Amiens, wo er 1888 in den Stadtrat gewählt wurde, ein Amt, das er bis zu seinem Tod ausübte.

Am 24. März 1905 starb Jules Verne in Amiens an den Folgen seiner Diabetes.

Jules Verne: Bibliografie (Auswahl)

  • Reise nach dem Mittelpunkt der Erde (Voyage au centre de la terre, 1864)
  • Von der Erde zum Mond (De la terra à la lune, 1865)
  • Fünf Wochen im Ballon (Cinq semaines en ballon, 1868)
  • 20 000 Meilen unter dem Meer (Vingt mille lieues sous les mers, 1870)
  • Die geheimnisvolle Insel (L’île mystérieuse, 1874)
  • In 80 Tagen um die Welt (Le tour du monde en quatre-vingts jours, 1872)
  • Die Leiden eines Chinesen in China, 1879 – Verfilmung)
  • Die 500 Millionen von Begum (Les cinq cents millions de la Begum, 1879)
  • Die Propellerinsel / Die Insel der Milliardäre (L’Île à hélice, 1895)

© Dieter Wunderlich 2005

Jules Verne: 20 000 Meilen unter dem Meer
Jules Verne: In 80 Tagen um die Welt

Ursula Ackrill - Zeiden, im Januar
Ursula Ackrill porträtiert in "Zeiden, im Januar" Siebenbürger Sachsen, die mit dem Nationalsozialismus konfrontiert werden. Dabei strebt sie keinen unterhaltsamen Erzähl­fluss an, sondern reiht Schlaglichter aneinander. Auch mit der gewählten Kunstsprache macht sie es den Lesern nicht leicht.
Zeiden, im Januar

Ursula Ackrill

Zeiden, im Januar

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