Louis-Ferdinand Célines


Louis-Ferdinand Céline (eigentlich: Destouches) wurde 1894 in Courbevoie als Sohn eines Versicherungsangestellten und einer Spitzenhändlerin geboren. Nach einer Handelslehre meldete er sich 1914 freiwillig zum Kriegsdienst, wurde 1915 verwundet und studierte dann Medizin. 1932 machte er sich mit dem Roman „Reise ans Ende der Nacht“ einen Namen als Schriftsteller. Bei einem Aufenthalt in der Sowjetunion verlor er 1936 seinen Glauben an den Sozialismus. Im Jahr darauf veröffentlichte er das erste von mehreren Pamphleten gegen das Judentum und den Kommunismus. Eine eigene Arztpraxis eröffnete er 1939 in Saint-Germain-en-Laye. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete er vorübergehend als Schiffsarzt. 1944 floh er über Deutschland nach Dänemark, wo man ihn eineinhalb Jahre lang einsperrte. Weil er in Frankreich als Kollaborateur galt, verurteilte ihn ein Gericht in Abwesenheit zum Tod. Erst 1951 konnte er aufgrund einer Amnestie in seine Heimat zurückkehren. In Meudon eröffnete er noch einmal eine Arztpraxis. Er starb 1961.

Louis-Ferdinand Céline: Bibliografie (Auswahl)

  • „Reise ans Ende der Nacht“ (Voyage au bout de la nuit, 1932)
  • Tod auf Borg (Mort à crédit, 1936)
  • Kanonenfutter (Casse-pipe, 1949)
  • Von einem Schloss zum anderen (D’un château à l’autre, 1957)
  • Norden (Nord, 1960)
  • Rigodon (Rigodon, 1969)

© Dieter Wunderlich 2005

Louis-Ferdinand Céline: Reise ans Ende der Nacht

John le Carré - Die Libelle
In dem Agententhriller "Die Libelle" explodiert schon mal eine Bombe, aber das wird von John le Carré nicht inszeniert, denn es geht ihm nicht um Action. Statt­dessen veran­schau­licht er, wie eine junge Frau durch einen Einsatz für den Mossad in eine Identitätskrise gerät.
Die Libelle