Das Russland-Haus

Das Russland-Haus

Das Russland-Haus

Das Russland-Haus - Originaltitel: The Russia House - Regie: Fred Schepisi - Drehbuch: Tom Stoppard, nach dem Roman "Das Russland-Haus" von John le Carré - Kamera: Ian Baker - Darsteller: Sean Connery, Michelle Pfeiffer, Klaus Maria Brandauer, Roy Scheider, James Fox u.a. - 1990; 110 Minuten

Inhaltsangabe

Die russische Verlagsmitarbeiterin Katja erkundigt sich bei einer Messe in Moskau nach dem britischen Verleger Barley Blair und gibt schließlich einem anderen Engländer heimlich ein Manuskript für ihn mit. Der anonyme russische Autor behauptet, die Atomwaffen der UdSSR seien so wertlos, dass auch der Westen die Wettrüstung beenden könne. Barley Blair soll nach Russland zu reisen, um mehr herauszufinden ...
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Kritik

Hervorragende Verfilmung des Spionageromans "Das Russland-Haus" von John le Carré, die ohne spektakuläre Actionszenen und Effekthascherei auskommt.

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Moskau zur Zeit der Perestroika. Katja (Michelle Pfeiffer) ist geschieden, hat zwei acht bzw. neun Jahre alte Kinder und arbeitet in einem Moskauer Verlag. Bei einer Audiomesse erkundigt sie sich am Nachbarstand nach Barley Scott Blair (Sean Connery), aber der britische Verleger kommt nicht zur Messe. Da bittet sie einen anderen Engländer namens Nick Landau dringend, ein Manuskript aus dem Land zu schmuggeln und es in London an Blair weiterzuleiten.

Die drei Notizbücher, in denen ein anonymer russischer Autor behauptet, die Atomwaffen der UdSSR seien so wertlos, dass auch der Westen die Wettrüstung beenden könne, werden vom britischen Geheimdienst abgefangen. Die hinzugezogenen CIA-Mitarbeiter denken an die Rüstungsindustrie ihres Landes und hoffen, dass die Behauptung unwahr ist, aber sie einigen sich mit ihren britischen Kollegen auf eine kritische Überprüfung und suchen zu diesem Zweck als erstes nach Barley Blair. Sie finden den Verleger in Lissabon. Warum man gerade ihm das Manuskript zuspielte? Blair erinnert sich an den geheimnisvollen Physiker Jakov Dante (Klaus Maria Brandauer), den er bei einer Schriftsteller-Party während seines letzten Aufenthalts in Moskau kennenlernte. Sollte Dante der gesuchte Autor sein?

Widerstrebend erklärt sich Blair bereit, erneut nach Russland zu reisen, um mehr herauszufinden. Da er nicht weiß, wo er Dante suchen soll, ruft er Katja in ihrem Verlag an und verabredet sich mit ihr.

Erst nach mehreren Begegnungen mit Barley Blair erzählt sie ihm, dass sie Jakov Dante 1968 im Kino bei einer Vorführung des Filmes „Außer Atem“ kennenlernte. Er hatte in Leningrad als Wissenschaftler an einem sowjetischen Militärprojekt gearbeitet und fühlte sich deshalb korrumpiert. Sie war seine Geliebte, aber nach dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Pakts in Prag meldete er sich zur Armee zurück und ließ jahrelang nichts mehr von sich hören.

Schließlich nennt Katja drei Orte in Leningrad, an denen Jakov Dante in vier Tagen versuchen wolle, sich mit Barley Blair zu treffen. Blair gesteht ihm unumwunden, dass die für ihn gedachten Notizbücher beim britischen Geheimdienst landeten und er nun in dessen Auftrag die Glaubwürdigkeit der Behauptungen herausfinden soll. Der russische Wissenschaftler ist nicht bereit, mit einem westlichen Geheimdienst zusammenzuarbeiten, aber er vertraut weiterhin auf die Anständigkeit des britischen Verlegers und drängt ihn, das Material zu veröffentlichen.

Doch für Blair ist bald nur noch eines wichtig: Katja.

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Wer von einem Spionage-Thriller Actionszenen erwartet, wird von dieser Verfilmung eines Romans von John le Carré enttäuscht sein, denn der Regisseur Fred Schepisi setzte vor allem auf nachvollziehbare Zusammenhänge, auf die Atmosphäre der Bilder von Ian Baker und auf hervorragende Schauspieler wie Sean Connery, Michelle Pfeiffer und Klaus Maria Brandauer.

„Das Russland-Haus“ ist nicht der einzige Roman von John le Carré, der verfilmt wurde. Ein weiteres Beispiel ist „Der Schneider von Panama“.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002

Kathrin Schmidt - Du stirbst nicht
Kathrin Schmidt stellt den Prozess der Wiedererlangung des Sprech- und Erinnerungsvermögens authentisch und nachvollziehbar dar. Gerade weil sie keine Sentimentalität aufkommen lässt, ist "Du stirbst nicht" ein ergreifender Roman.
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