Cosima Wagner

Januar 1833: Im Salon der Marquise Le Vayer in Paris begegnen sich der 21-jährige Komponist Franz Liszt und die seit 1827 mit dem 15 Jahre älteren Kavallerieoberst Charles d’Agoult verheiratete 27 Jahre alte Gräfin Marie d’Agoult (geborene de Flavigny).

1835: Um einen Skandal zu vermeiden, reist das Liebespaar Franz Liszt und Marie d’Agoult von Paris nach Basel und später weiter nach Genf. Maries 1828 geborene Tochter Louise bleibt beim Vater im Château de Croissy. (Die andere Tochter, Claire Christine, starb im Dezember 1834 im Alter von vier Jahren.)

18. Dezember 1835: Marie d’Agoult bringt in Genf die von Franz Liszt gezeugte Tochter Blandine zur Welt. Der Säugling wird einer Amme und einem Geistlichen in Genf überlassen.

August 1837: Franz Liszt und Marie d’Agoult reisen nach Bellagio am Comer See.

November 1837: Das Paar zieht von Bellagio nach Como.

24. Dezember 1837: Cosima Francesca Gaetana de Flavigny wird in Como als uneheliche Tochter von Marie d’Agoult und Franz Liszt geboren. (Der Vorname Cosima bezieht sich nicht auf Como.)

März 1838: Franz Liszt und Marie d’Agoult ziehen nach Venedig.

9. Mai 1839: In Rom wird Daniel Liszt geboren, der Sohn von Franz Liszt und Marie d’Agoult. Wie seine Schwester wird er einer Amme übergeben.

Ende 1839: Während Daniel in Rom bleibt, werden seine beiden Schwestern Blandine und Cosima ihrer seit 1827 verwitweten Großmutter Anna Liszt in Paris übergeben.

Herbst 1841: Daniel kommt zur Großmutter und den Schwestern nach Paris.

Februar 1844: In Dresden begegnet Franz Liszt der 26-jährigen Tänzerin Lola Montez. Die beiden beginnen eine Affäre.

1844: Blandine wird in Louise Bernards Mädchenpensionat in Paris eingeschult.

1844: Aufgrund der Legitimierung durch ihren Vater erhält Cosima den Familiennamen Liszt.

Oktober 1846: Cosima kommt wie ihre Schwester in das Louise Bernards Mädchenpensionat. Franz Liszt finanziert die kostspielige Ausbildung seiner drei von Marie d’Agoult geborenen Kinder.

Februar 1847: Franz Liszt begegnet in Kiew der seit 1836 mit Prinz Nikolaus von Sayn-Wittgenstein verheirateten, aber seit 1840 von ihrem Ehemann getrennt lebenden Fürstin Jeanne Élisabeth Carolyne von Sayn-Wittgenstein. Kurz darauf besucht er sie bis Januar 1848 auf ihrem Landgut in Woronince.

1850: Blandine und Cosima Liszt nehmen in Paris Kontakt mit ihrer Mutter Marie d’Agoult auf − und verärgern dadurch ihren Vater in Weimar. Dessen Geliebte Carolyne von Sayn-Wittgenstein überredet ihre inzwischen 72 Jahre alte ehemalige Gouvernante Louise Adélaide Patersi de Fossombroni, von Sankt Petersburg nach Paris zu ziehen und die Erziehung der Kinder zu übernehmen.

Von da an wachsen Blandine und Cosima Liszt unter strenger Aufsicht in einer von Doppelmoral, Etikette und Gefühlsunterdrückung geprägten Atmosphäre auf. Oliver Hilmes spricht von „Gesinnungsterror“ („Herrin des Hügels“, Seite 52). Bei Cosima erzeugt das einen „masochistischen Pathos“ (a. a. O., Seite 53).

Madame Patersis Erziehung zur Demut, zum Ausschalten persönlicher Bedürfnisse und zur Leidensschauspielerei zeigte jedenfalls Wirkung.

Ende 1851: Marie d’Agoult zieht in eine Villa nahe des Arc de Triomphe („La Maison Rose“) und richtet dort einen wöchentlichen Salon ein, bei dem ihre Töchter Kulturschaffende kennenlernen.

Herbst 1853: Während eines achttägigen Besuchs von Franz Liszt in Paris lernt Cosima Liszt dessen Freund Richard Wagner kennen.

Sommer 1854: In Begleitung ihrer Gouvernante reisen Blandine und Cosima Liszt nach Brüssel, um dort ihren Vater zu treffen.

Frühjahr 1855: Louise Adélaide Patersi de Fossombroni erkrankt schwer.

August 1855: Franz Liszt kündigt seiner Mutter Anna in Paris den Besuch der Freifrau Franziska von Bülow an, die sich bereit erklärt hat, Blandine und Cosima zunächst für einige Tage zu ihrem Vater nach Weimar zu bringen und dann in Berlin (wo sie seit Frühjahr 1855 lebt) die weitere Erziehung der jungen Damen zu übernehmen.

September 1855: Franz Liszt reist mit seinen beiden Töchtern nach Merseburg und übergibt sie dort Franziska von Bülow.

Die 55 Jahre alte Freifrau war zunächst mit dem Bankier Jacob Kaskel und dann mit dem Schriftsteller Carl Eduard von Bülow verheiratet. Beide Ehen wurden geschieden, und Carl Eduard von Bülow starb 1853. Ihr am 8. Januar 1830 in Dresden geborener Sohn Hans Guido von Bülow, ein von Clara Schumanns Vater Friedrich Wieck ausgebildeter Pianist und Dirigent, der Richard Wagner verehrt, gehört seit 1851 zu den begabtesten Schülern von Franz Liszt und entwickelt sich zu einem der bedeutendsten Musiker des 19. Jahrhunderts.

April 1856: Hans von Bülow hält offiziell bei Franz Liszt um Cosimas Hand an. Deren Vater schiebt die Entscheidung für ein Jahr auf.

Sommer 1856: Blandine und Cosima Liszt reisen für zwei Monate zu ihrer Mutter nach Paris, und Blandine bleibt nach der Rückreise ihrer Schwester bei der Großmutter Anna Liszt.

18. August 1857: Cosima Liszt und Hans von Bülow heiraten in der Sankt Hedwigskirche in Berlin. (Standesämter werden in Preußen erst 1874 eingeführt.)

Auf der Hochzeitsreise besucht das Ehepaar Richard Wagner, der zu diesem Zeitpunkt mit seiner Ehefrau Minna im Gartenhaus einer Villa des Kaufmanns Otto Wesendonck in Zürich wohnt. Zu den Gästen dort gehören auch Emma Herwegh, die Ehefrau des Revolutionsdichters Georg Herwegh, der Schriftsteller Gottfried Keller − und Richard Wagners heimliche Geliebte Mathilde Wesendonck, die Ehefrau des Hausbesitzers.

Herbst 1857: Das Ehepaar von Bülow reist von Zürich über Weimar zurück nach Berlin.

Oktober 1857: Blandine Liszt heiratet den elf Jahre älteren, 32-jährigen Advokaten Émile Ollivier.

Frühjahr 1858: Cosima von Bülow beginnt, als Übersetzerin und später auch Korrespondentin für das Anfang des Jahres von Auguste Nefftzer und Charles Dollfus gegründete Monatsblatt „Revue germanique“ zu schreiben.

Juli 1858: Cosima und Hans von Bülow besuchen Richard Wagner erneut in Zürich. Inzwischen weiß Minna Wagner über den Ehebruch ihres Mannes Bescheid.

16. August 1858: Das Ehepaar von Bülow tritt die Heimreise an.

August 1859: Der Wiener Jura-Student Daniel Liszt reist zu seiner Schwester Cosima und seinem Schwager Hans von Bülow nach Berlin. Dort erkrankt er schwer.

11. Dezember 1859: Franz Liszt trifft in Berlin ein.

13. Dezember 1859: Daniel Liszt stirbt im Alter von 20 Jahren im Beisein seiner Schwester und seines Vaters.

12. Oktober 1860: Cosima von Bülow bringt ihre Tochter Daniela zur Welt.

24. November 1860: Daniela von Bülow wird getauft.

Sommer 1861: Die Bülows reisen zur Kur nach Bad Reichenhall.

August 1861: Hans von Bülow ist bereits nach Berlin zurückgekehrt, als Cosima in Bad Reichenhall von ihrer Schwester Blandine, ihrem Schwager Émile Ollivier und Richard Wagner besucht wird.

Juli 1862: Cosima und Hans von Bülow besuchen Richard Wagner in Wiesbaden-Biebrich.

11. September 1862: Cosimas Schwester Blandine Ollivier stirbt im Alter von 26 Jahren auf dem Landgut La Moutte bei Saint Tropez, nachdem sie am 5. Juli ihren Sohn Daniel gebar.

Oktober 1862: Richard Wagner und das Ehepaar von Bülow treffen sich in Leipzig.

November 1862: Richard Wagner zieht von Biebrich nach Wien.

Mai 1863: Richard Wagner mietet eine Villenetage in Wien-Penzing.

20. März 1863: Cosimas zweite Tochter wird geboren und am 29. April auf den Namen Blandine getauft.

26. November 1863: Richard Wagner übernachtet bei Mathilde Maier in Mainz und fährt dann weiter nach Berlin.

28. November 1863: Angeblich gestehen sich Richard Wagner und Cosima von Bülow während einer Ausfahrt ihre Liebe.

23. März 1864: Der überschuldete Komponist Richard Wagner flieht vor seinen Gläubigern aus Wien und wird am 26. März für einen Monat von seiner Freundin Eliza Wille in Mariafeld bei Zürich aufgenommen.

3. Mai 1864: Staatsrat Franz Seraph von Pfistermeister, der Kabinettssekretär des Königs von Bayern, sucht Richard Wagner in einem Hotel in Stuttgart auf und lädt ihn nach München ein. Der junge König Ludwig II., der seinem Vater Maximilian II. im März auf den bayrischen Thron gefolgt ist, möchte den verehrten Komponisten unterstützen.

4. Mai 1864: Richard Wagner wird von König Ludwig II. in der Residenz in München empfangen.

13. Mai 1864: Richard Wagner zieht mit dem Dienerehepaar Franz und Anna Mrazek nach Kempfenhausen am Starnberger See, wo Ludwig II. für ihn das Haus Pellet gemietet hat.

29. Juni 1864: Dort besucht ihn Cosima von Bülow mit ihren Töchtern − und schläft vermutlich mit ihm (denn neun Monate später wird ihre Tochter Isolde geboren).

7. Juli 1864: Hans von Bülow trifft krank in Kempfenhausen ein.

19. August 1864: Die Familie von Bülow verlässt Kempfenhausen. Während sich Hans in München medizinisch behandeln lässt, trifft sich Cosima mit ihrem Vater in Karlsruhe und kehrt mit ihm am 25. August nach Kempfenhausen zurück.

3. September 1864: Die Familie Bülow reist nach Hause.

Oktober 1864: Richard Wagner zieht nach München, wo Ludwig II. für ihn eine Villa in der Brienner Straße gemietet hat. Den Haushalt führen Verena Weitmann, Anna und Franz Mrazek.

Ende November 1864: Die Bülows ziehen ebenfalls nach München.

19. Februar 1865: In der „Augsburger Allgemeinen“ wird Richard Wagner wegen seines Luxuslebens auf Kosten des Königs kritisiert.

10. April 1865: Isolde, das erste gemeinsame Kind von Cosima von Bülow und Richard Wagner, wird in München geboren.

24. April 1865: Isolde wird getauft und als eheliche Tochter Hans von Bülows im Taufregister eingetragen. Als Taufpaten treten Josephine von Kaulbach und Richard Wagner auf.

10. Juni 1865: „Tristan“-Premiere in Gegenwart des Königs.

August 1865: Cosima von Bülow, die sich als Sekretärin (heute würde man sagen: Managerin) von Richard Wagner betätigt, schaltet sich auch in den Briefwechsel mit König Ludwig II. ein. Sie stilisiert sich zum Sprachrohr des Musikers, vergöttert ihn und organisiert einen Geniekult.

November 1865: Richard Wagner verbringt drei Tage mit Ludwig II. im Schloss Hohenschwangau.

Dezember 1865: Richard Wagner, der vergeblich versuchte, die Entlassung des Ministerpräsidenten Ludwig von der Pfordten und des königlichen Kabinettssekretärs Franz Seraph von Pfistermeister zu erreichen, wird nun selbst des Landes verwiesen.

9. Januar 1866: Malvina Schnorr von Carolsfeld überredet Minna Wagner im Auftrag ihrer Freundin Cosima von Bülow, eine Ehrenerklärung für Richard Wagner abzugeben.

25. Januar 1866: Minna Wagner stirbt in Dresden im Alter von 56 Jahren.

5. März 1866: Cosima wird zwar von Ministerpräsident Ludwig von der Pfordten empfangen, kann ihn aber nicht überreden, Richard Wagners Ausweisung aufzuheben.

März 1866: Cosima von Bülow reist mit ihrer Tochter Daniela zu Richard Wagner nach Genf und mit ihm weiter nach Luzern. Am Vierwaldstätter See entdecken sie die Villa Tribschen, die Wagner nun auf Kosten des bayrischen Königs mietet, während Cosima und Daniela am 1. April nach München zurückkehren.

11. Mai 1866: Cosima von Bülow besucht Richard Wagner erneut.

22. Mai 1866: König Ludwig II. fährt zu Richard Wagners 53. Geburtstag nach Tribschen − und wird dafür heftig kritisiert.

6. Juni 1866: Aufgrund der skandalösen Gerüchte über ein Liebesverhältnis seiner Frau mit Richard Wagner ersucht Hans von Bülow den König um seine Entlassung.

10. Juni bis 1. September 1866: Hans und Cosima von Bülow sind bei Richard Wagner in Tribschen zu Gast.

11. Juni 1866: Ludwig II. unterzeichnet eine von Richard Wagner vorgeschlagene Ehrenerklärung für Hans von Bülow. Auch Cosima von Bülow, die erneut von Richard Wagner schwanger ist, hat den König dazu gedrängt.

14. Juni 1866: Beginn des Preußisch-Österreichischen Kriegs.

3. Juli 1866: Preußischer Sieg bei Königgrätz.

September 1866: Die Bülows lösen ihren Haushalt in München auf. Während Hans von Bülow erst einmal einige Zeit in Basel verbringt, reist Cosima von Bülow mit den Kindern erneut zu Richard Wagner.

17. Februar 1867: Eva, die zweite Tochter des Liebespaars, wird in Tribschen geboren.

März 1867: Richard Wagner fährt nach München und überredet den König, Hans von Bülow erneut als Hofkapellmeister zu engagieren, denn er benötigt den Dirigenten für die Uraufführung der Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“.

April 1867: Hans von Bülow kehrt nach München zurück, und um einen Skandal zu verhindern, bleibt Cosima nichts anderes übrig, als wieder zu ihm zu ziehen.

August/September 1867: Cosima von Bülow besucht Richard Wagner in Tribschen.

November 1867: Cosima verhindert, dass König Ludwig II. den Schriftsteller Paul Heyse als künstlerischen Leiter des Schauspiels am Hoftheater engagiert.

Frühjahr 1868: Während der Vorbereitung der Uraufführung der Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“ wohnt Richard Wagner bei der Familie von Bülow in München: Ehemann und Liebhaber unter einem Dach mit der Ehefrau bzw. Geliebten, zwei vom Ehemann und zwei vom Liebhaber gezeugten Kindern.

21. Juni 1868: Uraufführung der Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“

14. September 1868: Richard Wagner und Cosima von Bülow brechen zu einer Italienreise auf.

6. Oktober 1868: Die beiden treffen in Tribschen ein.

14. Oktober 1868: Cosima von Bülow fährt nach München und bittet ihren Ehemann um die Scheidung.

1. Januar 1869: Cosima beginnt, Tagebücher zu schreiben.

6. Juni 1869: In Tribschen bringt Cosima von Bülow den von Richard Wagner gezeugten Sohn Siegfried zur Welt. Anders als seine Schwestern wird er nicht katholisch, sondern evangelisch getauft.

August/September 1869: Hans von Bülow verlässt München und zieht nach Florenz.

Mai 1869: Friedrich Nietzsche, seit Februar Professor der klassischen Philologie an der Universität Basel, besucht Richard Wagner erstmals in Tribschen.

18. Juli 1870: Die Ehe von Cosima und Hans von Bülow wird geschieden.

25. August 1870: Cosima und Richard Wagner heiraten während des Deutsch-Französischen Kriegs in Luzern. Als Trauzeugen fungieren Malwida von Meysenburg und Hans Richter.

18. Januar 1871: Gründung des Deutschen Reichs

1871: Auf der Suche nach einer Bühne für die geplanten Festspiele mit einem aus Musik und Schauspiel bestehenden Gesamtkunstwerk besichtigen Cosima und Richard Wagner das von Giuseppe Galli Bibiena errichtete Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth. Sie beschließen, nach Bayreuth zu ziehen und ihr eigenes Festspielhaus bauen zu lassen.

3. Mai 1871: Richard Wagner sucht Reichskanzler Otto von Bismarck in Berlin auf.

12. Mai 1871: In Leipzig kündigt Richard Wagner für 1873 die ersten Bühnenfestspiele in Bayreuth an.

1. November 1871: Richard Wagner bespricht sich mit dem Bankier Friedrich Feustel − und erhält eine Woche später in Tribschen dessen Zusage, dass man ihm in Bayreuth kostenlos ein Grundstück für den Bau des Festspielhauses zur Verfügung stellen werde.

1. Februar 1872: Mit finanziellen Mitteln des Königs erwirbt Richard Wagner in Bayreuth einen Bauplatz für das Wohnhaus der Familie (Villa Wahnfried).

22. April 1872: Richard Wagner verlässt die Schweiz und zieht in ein Hotel außerhalb von Bayreuth.

22. Mai 1872: Grundsteinlegung für das Festspielhaus in Bayreuth

31. Oktober 1872: Cosima Wagner konvertiert in der Bayreuther Stadtkirche vom katholischen zum protestantischen Glauben.

10. November 1872: Cosima und Richard Wagner treten eine fünfwöchige Deutschlandreise an, um für die Festspiele zu werben und Solisten zu gewinnen.

2. August 1873: Richtfest des Festspielhauses auf dem „Grünen Hügel“ in Bayreuth

30. August 1873: Aus finanziellen Gründen sieht Richard Wagner sich gezwungen, den Beginn der Bayreuther Festspiele von 1873 auf 1875 oder später zu verschieben.

28. April 1874: Familie Wagner zieht in die von Richard Wagner selbst entworfene und von dem Architekten Carl Wölfel gebaute Villa Wahnfried.

Juni 1876: Die Proben zu den ersten Bayreuther Festspielen beginnen, und eine Stundung der Kredite verhindert gerade noch einen Bankrott des Unternehmens. In enger Abstimmung mit ihrem Ehemann organisiert Cosima Wagner die Festspiele.

24. Juli 1876: Friedrich Nietzsche trifft in Bayreuth ein, muss jedoch aus gesundheitlichen Gründen kurz darauf zur Kur in den Bayerischen Wald und kehrt am 12. August zurück.

August 1876: Die ersten Bayreuther Festspiele finden statt. Auf dem Programm steht „Der Ring des Nibelungen“ mit Uraufführungen von „Das Rheingold“, „Die Walküre“, „Siegfried“ und „Götterdämmerung“. Unter den Gästen ist auch König Ludwig II.

September 1876: Cosima und Richard Wagner reisen mit den Kindern Blandine, Isolde, Eva und Siegfried für drei Monate nach Italien. Daniela bleibt im Internat.

2. November 1876: Das Ehepaar Wagner trifft sich in Sorrent zum letzten Mal mit Friedrich Nietzsche.

20. Dezember 1876: Rückkehr nach Bayreuth

Mai 1877: Richard Wagner und Hans Richter dirigieren in der 1871 eröffneten Royal Albert Hall in London mehrere Konzerte.

Januar 1878: Cosima gelingt es, von König Ludwig II. ein zweites Darlehen zu bekommen. (Das erste gab es 1874.)

Februar 1878: Cosima erfährt von der Liebesaffäre ihres Ehemanns mit der französischen Schriftstellerin Judith Gautier im Sommer 1876.

31. Dezember 1878: Das Ehepaar Wagner feiert Silvester in München.

Januar bis Oktober 1879: Die Familie Wagner hält sich in Italien auf.

Januar 1881: Richard Wagner engagiert Hermann Levi, den Sohn eines Rabbiners in Gießen, der seit 1872 Hofkapellmeister in München ist, als Dirigenten der geplanten Uraufführung des Musikdramas „Parsifal“.

November 1881: Familie Wagner reist nach Palermo.

13. Januar 1882: Richard Wagner vollendet die „Parsifal“-Partitur in Palermo.

März 1882: Biagio Graf Gravina hält in Palermo um Blandines Hand an.

1. Mai 1882: Familie Wagner kehrt nach Bayreuth zurück.

26. Juli 1882: Uraufführung des Musikdramas „Parsifal“ in Bayreuth. Hermann Levi dirigiert. Der in Versailles aufgewachsene britische Admiralssohn Houston Stewart Chamberlain, der erstmals nach Bayreuth gekommen ist, zeigt sich tief beeindruckt.

25. August 1882: Zivile Trauung von Blandine Freiin von Bülow und Biagio Graf Gravina in Bayreuth. Hans von Bülow, der Vater der Braut, wird dazu nicht eingeladen.

14. September 1882: Familie Wagner reist nach Venedig.

13. Februar 1883: Cosima Wagner erfährt, dass ihr Mann die 23-jährige Sängerin Carrie Pringle in Venedig sehen möchte, obwohl bereits Gerüchte über ein Techtelmechtel der beiden im Vorjahr kursieren. Nach einem heftigen Streit mit seiner Frau erleidet Richard Wagner einen Herzanfall und stirbt in Venedig.

Der 69-Jährige hinterlässt kein Testament. Seine Witwe und sein Sohn Siegfried beerben ihn selbstverständlich, aber seine Töchter Eva und Isolde können keine Erbansprüche geltend machen, weil Hans Bülow vor dem Gesetz ihr Vater ist, und der bestätigt im März 1883 auf Drängen seiner Ex-Frau die beiden von Richard Wagner gezeugten Töchter als seine Kinder.

Richard Wagners Witwe übernimmt de facto die Leitung der Bayreuther Festspiele. Dabei unterstützen sie der Vermögensverwalter Adolf von Groß, der auch die Vormundschaft für die Kinder übernimmt, die Dirigenten Hermann Levi und Franz Fischer sowie die musikalischen Assistenten Julius Kniese und Heinrich Porges. (Geheimrat Adolf von Groß ist übrigens Teilhaber der Bank seines Schwiegervaters Friedrich Feustel.) Eva Wagner engagiert sich als Assistentin, Vorleserin und Reisebegleiterin, bei Bedarf auch als Krankenpflegerin ihrer Mutter.

1885: Nach den Festspielen in den Jahren 1883 und 1884 übernimmt Cosima Wagner nun auch offiziell die Leitung.

8. Juni 1886: Der Nervenarzt Prof. Bernhard von Gudden stellt in einem Gutachten die Regierungsunfähigkeit Ludwigs II. fest.

10. Juni 1886: Ludwigs 65 Jahre alter Onkel Luitpold von Bayern übernimmt die Regentschaft.

13. Juni 1886: Ludwig II. und Bernhard von Gudden sterben unter ungeklärten Umständen im Starnberger See.

3./4. Juli 1886: Standesamtliche und kirchliche Eheschließung von Daniela von Bülow und Henry Thode. (Oliver Hilmes hält es für nicht unwahrscheinlich, dass die Ehe nie vollzogen wurde.) Der Bankierssohn Henry Thode lässt sich auf wechselnde Affären ein, u. a. mit der Tänzerin Isadora Duncan und der Geigerin Hertha Tegner.

Juli 1886: Franz Liszt kommt nach Bayreuth, erkrankt und stirbt am 31. Juli während der Festspiele.

Februar 1887: Cosima Wagner reist zu Daniela und Henry Thode nach Bonn, wo ihr Schwiegersohn inzwischen als Privatdozent für Kunstgeschichte lehrt.

8. März 1887: Fürstin Carolyne von Sayn-Wittgenstein stirbt in Rom.

3. August 1887: Cosima Wagner trifft sich in München mit Philipp Graf zu Eulenburg-Hertefeld, einem mit Kronprinz Wilhelm befreundeten Spitzendiplomaten. Ihr Ziel ist es, die Bayreuther Festspiele zu einer nationalen Angelegenheit zu machen und in Berlin einen Lehrstuhl für Wagner-Musik und -Literatur zu gründen.

9. März 1888: Kaiser Wilhelm I. stirbt im Alter von 91 Jahren.

15. Juni 1888: Nach 99 Tagen im Amt stirbt Kaiser Friedrich III., und der Kronprinz besteigt als Kaiser Wilhelm II. den Thron.

Kaiser Wilhelm II. wäre wohl bereit gewesen, die Schirmherrschaft für die Bayreuther Festspiele zu übernehmen, aber das ließ Reichskanzler Otto von Bismarck nicht zu. Schirmherr wird stattdessen Prinzregent Luitpold.

Die Übernahme des Protektorats durch Wilhelm II. scheiterte nicht zuletzt, weil der Monarch ein Blender und ein Schwadroneur war, der sich an seinen eigenen Plattitüden berauschte. (Oliver Hilmes, a. a. O., S. 273)

24. Juni 1889: Die Proben für die diesjährigen Bayreuther Festspiele beginnen unter der Leitung von Cosima Wagner.

16. August 1889: Kaiser Wilhelm II. und seine Gemahlin Auguste Viktoria kommen nach Bayreuth und werden am nächsten Morgen feierlich empfangen.

Sommer 1890: Siegfried Wagner, der im Vorjahr das Abitur machte und dann ein Jahr Musik bei Engelbert Humperdinck studierte, beginnt an der Technischen Hochschule in Berlin-Charlottenburg Architektur zu studieren.

1891: Siegfried Wagner wechselt von Berlin ans Polytechnikum in Karlsruhe.

Januar 1892: Siegfried Wagner tritt mit seinem zwei Jahre jüngeren Freund Clement Harris, dem homosexuellen Sohn eines steinreichen englischen Reeders, eine halbjährige Weltreise an. (Oliver Hilmes vermutet eine Liebesbeziehung der beiden Männer.)

Sommer 1892: Siegfried Wagner, der Anfang Juli nach Bayreuth zurückgekehrt ist, beteiligt sich als musikalischer Assistent an den Festspielen.

Dezember 1892: Felix Mottl, den Cosima Wagner gern als Schwiegersohn gesehen hätte, heiratet die Sängerin Henriette Standhartner.

Anfang 1893: Dora Glaser nimmt ihren Dienst als Gesellschafterin und Kammerfrau von Cosima Wagner auf.

12. Februar 1894: Hans von Bülow stirbt in Kairo.

1894: Der 22-jährige Franz Beidler kommt als Schüler der Stilbildungsschule von Julius Kniese nach Bayreuth.

1896: Siegfried Wagner dirigiert den „Ring des Nibelungen“ in Bayreuth.

1896: Houston Stewart Chamberlain umwirbt vergeblich Blandine Gravina.

14. September 1897: Biagio Gravina tötet sich in Palermo durch einen Kopfschuss.

1899: Houston Stewart Chamberlain beschwört in seinem Buch „Die Grundlagen des neunzehnten Jahrhunderts“ die „Reinheit des arischen Blutes“. Er geht davon aus, dass die über besonderen „Fleiß und Unternehmungsgeist“ verfügenden Nordländer an der Spitze aller „Rassen“ stehen.

Dezember 1899: Prinzregent Luitpold stimmt dem von Ernst von Possart initiierten Bau eines neuen Theaters in München zu. Cosima Wagner kann das als Konkurrenz empfundene Vorhaben nicht verhindern.

13. Mai 1900: Hermann Levi stirbt in München im Alter von 60 Jahren.

20. Dezember 1900: Eheschließung der Wagner-Tochter Isolde von Bülow mit Franz Beidler in Bayreuth. Das Ehepaar bezieht das „Colmdorfer Schlösschen“, ein Herrenhaus bei Bayreuth.

April 1901: Die seit 1898 laufende Diskussion über eine − nicht zuletzt von Cosima Wagner gewünschte − Verlängerung der Schutzfrist des Urheberrechts endet mit einer Ablehnung durch den Reichstag.

21. August 1901: Das Prinzregententheater in München wird mit einer Aufführung der „Meistersinger von Nürnberg“ eröffnet.

16. Oktober 1901: Isolde Beidler bringt Cosima Wagners ersten Enkel zur Welt: Franz Wilhelm Beidler.

September 1903: Die Familie Wagner scheitert mit dem Versuch, die von Heinrich Conried bei der Übernahme der Leitung der Metropolitan Opera in New York im Februar angekündigte „Parsifal“-Aufführung zu verhindern.

1. Oktober 1903: Gegen den Willen des Clans in Bayreuth wird in Berlin ein Richard-Wagner-Denkmal enthüllt.

24. Dezember 1903: „Parsifal“-Aufführung an der Met (Dirigent: Felix Mottl). In den Augen der Wagnerianer ist das ein Sakrileg, und man spricht von einem „Gralsraub“.

Sommer 1904: Franz Beidler dirigiert den „Ring des Nibelungen“ bei den Festspielen in Bayreuth.

22. April 1905: Julius Kniese stirbt. Cosima Wagner bietet das verwaiste Amt des Chordirektors der Bayreuther Festspiele ihrem Schwiegersohn Franz Beidler an, aber der lehnt es ab, übernimmt lediglich die Leitung der Stilbildungsschule.

19. Februar 1906: Cosima Wagner wird von ihrer Tochter Eva zu einer vierwöchigen Kur im Kreiskrankenhaus Groß-Lichterfelde begleitet. Der Leiter der Einrichtung, der umstrittene Prominenten-Arzt Ernst Schweninger, zu dessen Patientinnen Cosima Wagner seit Anfang der Neunzigerjahre gehört, wechselt im Juli 1906 nach München.

Sommer 1906: Cosima Wagner bietet Franz Beidler an, zwei Aufführungen des „Parsifal“ zu dirigieren und empfindet es als Unverschämtheit, dass er eine dritte Aufführung verlangt.

Oktober 1906: Houston Stewart Chamberlain wird nach 28 Ehejahren von seiner Frau Anna geschieden.

5. Dezember 1906: Cosima Wagner trifft auf Schloss Langenburg bei Schwäbisch-Hall ein, um einige Wochen bei Ernst Erbprinz zu Hohenlohe-Langenburg und dessen Ehefrau Alexandra zu verbringen.

8. Dezember 1906: Cosima Wagner bricht auf Schloss Langenburg mit einem Adams-Stokes-Anfall zusammen.

12. Dezember 1906: Sie kehrt vorzeitig nach Bayreuth zurück und reist einige Wochen später mit ihrer Tochter Eva, der Zofe Dora Glaser und dem Arzt William Klette zur Erholung an die Riviera.

Mai 1907: Cosima Wagner kehrt nach Bayreuth zurück und übergibt die Leitung der Bayreuther Festspiele ihrem Sohn Siegfried Wagner.

26. Dezember 1908: Cosimas Tochter Eva heiratet Houston Stewart Chamberlain in Bayreuth.

März 1909: An der italienischen Riviera, wo sich Cosima Wagner seit Januar erneut mit Eva Chamberlain und Dora Glaser aufhält, erleidet sie einen weiteren Adams-Stokes-Anfall.

22. Mai 1909: Die Sängerin Emmy Zimmermann bringt eine vermutlich von Houston Stewart Chamberlain gezeugte Tochter zur Welt.

1909: Der Konflikt zwischen dem Ehepaar Beidler auf der einen Seite, Siegfried Wagner, Eva und Houston Stewart Chamberlain auf der anderen eskaliert.

Januar bis Mai 1910: Cosima Wagner verbringt die Zeit erneut an der italienischen Riviera.

1910: Cosima Wagner erhält als eine der ersten Frauen die Ehrendoktorwürde der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin (heute: Humboldt-Universität).

Frühjahr 1911: Cosima Wagner hält sich erneut in Santa Margherita Ligure auf.

1911: Die Stadt Bayreuth ernennt Cosima Wagner zur Ehrenbürgerin.

2. Juli 1911: Felix Mottl stirbt.

Juli 1912: Isolde Beidler lässt sich im von Dr. Florenz Wigger geleiteten Sanatorium in Partenkirchen behandeln. Sie leidet an Lungentuberkulose.

Juni 1913: Adolf von Groß teilt Isolde Beidler mit, dass die Familie Wagner beabsichtige, ihre Apanage zu kürzen und ihr als Erbe nur noch den Pflichtteil zu lassen. Es geht um viel Geld. Zu diesem Zeitpunkt wird das Familienvermögen auf 6 Millionen Mark geschätzt (27 Millionen Euro).

Sommer 1913: Isolde wendet sich im Familienstreit an den Justizrat Dr. Siegfried Dispeker, und ihre Gegner lassen sich von dessen Kollegen Dr. Franz Troll vertreten.

Februar 1914: Während sich Cosima Wagner bis Mai in Bordighera erholt, reicht Siegfried Dispeker im Namen seiner Mandantin Isolde Beidler beim Landgericht Bayreuth Klage gegen Cosima Wagner ein.

6. März 1914: Beginn des Beidler-Prozesses, der von einem Pressekrieg der Parteien flankiert wird

19. Juni 1914: Urteilsverkündung. Die Klage wird abgewiesen, und Isolde Beidler muss die Prozesskosten tragen.

28. Juni 1914: In Sarajewo werden der österreichisch-ungarische Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Ehefrau erschossen (Attentat von Sarajewo).

22. Juli 1914: Eröffnung der 22. Bayreuther Festspiele

Juli 1914: Weil Cosima Wagners Enkel Franz Wilhelm Beidler offiziell als Nachfahre Hans von Bülows gilt und Eva kinderlos geblieben ist, fühlt Siegfried Wagner sich gezwungen, für den Bestand der Dynastie zu sorgen. Seine Wahl fällt auf die 17-jährige Engländerin Winifred Marjorie Williams, die einzige Tochter des englischen Journalisten John Williams und dessen Frau Emily Florence Karop. Nach dem frühen Tod ihrer Eltern wurde sie 1907 von dem Ehepaar Klindworth in Berlin adoptiert. Ihr Adoptivvater, der Komponist, Dirigent, Musikpädagoge und Klaviervirtuose Karl Klindworth, war ein Schüler von Franz Liszt in Weimar und ein Freund Richard Wagners. 1914 sind er und seine Adoptivtochter Winifred unter den Gästen der Bayreuther Festspiele.

22. September 1915: Siegfried Wagner und Winifred Williams heiraten in Bayreuth.

1. Mai 1916: Das Ehepaar Chamberlain verlässt die Villa Wahnfried und zieht in ein eigenes Haus in der Nähe.

August 1916: Houston Stewart Chamberlain erwirbt die deutsche Staatsbürgerschaft.

5. Januar 1917: Winifred Wagner bringt ihren Sohn Wieland in Bayreuth zur Welt (Wieland Wagner, 1917 – 1966).

1917: Cosima Wagner tritt der rechtsradikalen Deutschen Vaterlandspartei bei.

März 1918: Geburt von Wieland Wagners Schwester Friedelind (Friedelind Wagner, 1918 – 1991).

7. Februar 1919: Isolde Beidler stirbt in München im Alter von 53 Jahren.

August 1919: Geburt von Cosima Wagners Enkel Wolfgang (Wolfgang Wagner, 1919 – 2010).

Dezember 1920: Winifred Wagner bringt ihr viertes Kind zur Welt, die Tochter Verena (Verena Wagner, ab 1943: Lafferentz, 1920 – 2019).

1921: Weil die Finanzierung der Bayreuther Festspiele gefährdet ist, wird die „Deutsche Festspiel-Stiftung“ gegründet, die Patronatsscheine ausstellt.

September 1923: Adolf Hitler kommt erstmals im Rahmen des „Deutschen Tages“ nach Bayreuth. Er versucht, das Renommee der Familie Wagner für seine Zwecke zu nutzen und wird im Gegenzug als Vorkämpfer für die nationale Sache von Winifred Wagner und Houston Stewart Chamberlain gefördert.

1925: Nach seiner Entlassung aus der Festungshaft kommt Hitler als Gast des Fabrikantenehepaars Edwin und Helene Bechstein zu den Bayreuther Festspielen.

Januar 1926: Winifred Wagner, Daniela Thode und das Ehepaar Chamberlain treten in die NSDAP ein.

Mai 1926: Joseph Goebbels besucht Bayreuth.

9. Januar 1927: Houston Stewart Chamberlain stirbt in Bayreuth.

19. Dezember 1928: Cosima Wagner unterzeichnet das Gründungsmanifest des „Kampfbunds für deutsche Kultur“.

1. April 1930: Cosima Wagner stirbt in Bayreuth im Alter von 92 Jahren.

18. Juli 1930: Siegfried Wagner erleidet während der Generalprobe der „Götterdämmerung“ einen Herzinfarkt.

4. August 1930: Siegfried Wagner stirbt in Bayreuth im Alter von 61 Jahren.

© Dieter Wunderlich 2021
Hauptquelle: Oliver Hilmes, Herrin des Hügels. Das Leben der Cosima Wagner

Oliver Hilmes: Herrin des Hügels. Das Leben der Cosima Wagner

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Sprachgewaltige Naturbeschreibungen spiegeln in dieser berühmten Novelle Gerhart Hauptmanns die psychischen Vorgänge. "Bahnwärter Thiel" ist eines der hervorragenden Beispiele naturalistischer Literatur.
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