Jane Bowles

Jane Bowles (eigentlich: Jane Auer) wurde am 22. Februar 1917 als Tochter jüdischer Immigranten in New York geboren. Ihr Vater starb, als sie vierzehn war. Im Jahr darauf musste sie sich einer Behandlung gegen Knochentuberkulose in der Schweiz unterziehen. Dann kehrte sie auf einem Ozeandampfer nach New York zurück.

Sie verkehrte in Künstlerkreisen, schrieb, trank, rauchte, liebte – alles auf exzessive Weise. (Manuela Reichart, Süddeutsche Zeitung, 24. Januar 1998).

Obwohl Jane Bowles zu lesbischen Beziehungen neigte, heiratete sie am Tag vor ihrem einundzwanzigsten Geburtstag den vermutlich bisexuellen Komponisten und Schriftsteller Paul Bowles (1910 – 1999, „Himmel über der Wüste“), mit dem sie von 1947 an in Tanger lebte. Dort bildete das exzentrische Paar mit Freunden wie dem Schriftsteller William Burroughs eine amerikanische Exilboheme und experimentierte mit Drogen.

Die größte Energie verbrauchte die manische Autorin, um zu kämpfen: gegen die Schreibhemmung, gegen das Gefühl der Sünde, gegen den Alltag, gegen die Furcht, schließlich gegen die Krankheit, gegen den Wahnsinn. (a. a. O.)

Nach einem im Alter von vierzig Jahren erlittenen Schlaganfall konnte sie nicht mehr schreiben. Blind und gelähmt starb Jane Bowles 1973 in Malaga. Eine Gesamtausgabe ihrer Werke war 1966 erschienen.

Literatur über Jane Bowles:
Jens Rosteck: Jane und Paul Bowles. Leben ohne anzuhalten. Eine Doppelbiographie. Goldmann Verlag, München 2005, ISBN: 3-442-31079-2, 500 Seiten

6copy; Dieter Wunderlich 2005

Jane Bowles: Zwei sehr ernsthafte Damen

Iris Wolff - So tun, als ob es regnet
Die vier Kapitel des Romans "So tun, als ob es regnet" – die auch einzeln lesbar wären – sind in einer Familien­geschichte über vier Generationen eng miteinander verknüpft. Iris Wolff besticht mit sensiblen Be­trach­tun­gen, einer feinen Sprache und einer überzeugenden Komposition.
So tun, als ob es regnet

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