Weltausstellungen


Die erste Weltausstellung fand 1851 in London statt. Der Gärtner Joseph Paxton (1803 – 1865) hatte dafür eine 564 Meter lange Halle aus Eisen und Glas entworfen, die der Bauunternehmer Lewis Cubitt im Hyde Park errichtete („Crystal Palace“). Dabei verwendete er seriell vorgefertigte, normierte Elemente, die an Ort und Stelle innerhalb von vier Monaten montiert – und nach der Ausstellung rasch zerlegt und im Süden Londons neu zusammengebaut – werden konnten.

Es folgten Weltausstellungen 1855 in Paris und 1862 in London.

Für die Weltausstellung 1867 in Paris hätte eine noch so große Halle nicht gereicht. Deshalb ließ man die teilnehmenden Staaten eigene Pavillons errichten. Dieses Konzept wurde bis heute beibehalten.

In Deutschland fanden folgende Weltausstellungen statt: 1879, 1896 und 1957 in Berlin, 1965 in München und 2000 in Hannover („Expo 2000“).

Seit 1928 vergibt das „Bureau International des Expositions“ die Weltausstellung.

Weltausstellungen, die in der Regel mehrere Monate dauern, verbinden die Idee einer internationalen Leistungsschau mit der Faszination für den technischen Fortschritt. Von Anfang an hatten Weltausstellungen den Charakter eines Jahrmarktes; heute handelt es sich um Themen- bzw. Erlebnisparks mit

Kulturprogrammen der teilnehmenden Nationen und ausgefallenen architektonischen Gestaltungen.

Der Kristallpalast in London brannte 1936 ab. Andere bemerkenswerte Gebäude blieben erhalten, so der Eiffelturm in Paris (Weltausstellung 1889) und das Atomium in Brüssel (Weltausstellung 1958).

Nach der Weltausstellung, die vom 25. März bis 25. September 2005 in den japanischen Städten Nagakute und Seto ausgerichtet wurde („Expo 2005“) und der „Expo 2008“ vom 14. Juni bis 14. September 2008 in Saragossa sind weitere Weltausstellungen 2010 in Shanghai und 2012 in Yeosu (Südkorea) geplant.

© Dieter Wunderlich 2008

Joseph Paxton
Kristallpalast
Eiffelturm
Peter Prange: Die Rebellin

Wilhelm Genazino - Ein Regenschirm für diesen Tag
Wilhelm Genazino erzählt die Geschichte in der Ich-Form als flow of consciousness. Die Stimmung ist zugleich komisch und melancholisch, die Sprache ein feines Parlando, und die Komposition wirkt leicht und unverkrampft.
Ein Regenschirm für diesen Tag

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