Leander Haußmann: Sonnenallee
mit Alexander Scheer, Teresa Weißbach u. a.
      Kritik:
"Sonnenallee" ist eine aus locker zusammenhängenden Episoden bestehende Satire auf den Alltag in der DDR. Filmkritik
 

Sonnenallee

 
  Inhalt:
Der 17-jährige Micha, der im östlich der Berliner Mauer liegenden Abschnitt der Sonnenallee wohnt, wird ebenso wie seine Freunde mit staatlicher Bevormundung, Unfreiheit und Versorgungsschwierigkeiten konfrontiert. Die Jugendlichen suchen ihren Weg zwischen Auflehnung und Anpassung und kämpfen zugleich mit den Problemen der Adoleszenz. Handlung, Inhaltsangabe

Sonnenallee - Originaltitel: Sonnenallee - Regie: Leander Haußmann - Drehbuch: Detlev W. Buck und Leander Haußmann - Kamera: Peter-Joachim Krause - Schnitt: Sandy Saffeels - Musik: Stephen Keusch und Paul Lemp - Darsteller: Alexander Scheer, Alexander Beyer, Robert Stadlober, Teresa Weißbach, Katharina Thalbach, Elena Meißner, Detlev W. Buck, Henry Hübchen, David Müller, Martin Moeller, Patrick Güldenberg, Annika Kuhl, Ignaz Kirchner, Benno Frevert, Andreas Pietschmann, Margit Carstensen, Horst Lebinsky, Traute Höss u.a. - 1999; 90 Minuten

   


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Leander Haußmann: Sonnenallee

Inhaltsangabe:

Berlin (Ost) in den Siebzigerjahren. Der siebzehnjährige Michael ("Micha") Ehrenreich (Alexander Scheer) wohnt mit seinen Eltern in der Sonnenallee, und zwar in dem Abschnitt östlich der Berliner Mauer. Micha träumt davon, Popstar zu werden. Für Politik interessiert er sich so wenig wie sein Vater (Henry Hübchen), der das DDR-Regime zwar nicht schätzt, sich aber damit abgefunden hat. Seine Mutter (Katharina Thalbach) bereitet dagegen die Flucht in den Westen vor, und es gelingt ihr schließlich auch, einen bundesdeutschen Pass zu bekommen, aber im letzten Augenblick schreckt sie dann doch von ihrem Vorhaben zurück.

Von dem Fluchtplan merkt der dümmliche "Abschnittsbevollmächtigte" (ABV) der Grenzpolizei (Detlev Buck) zwar nichts, aber er beobachtet Micha und dessen Freunde Mario (Alexander Beyer) und Wuschel (Robert Stadlober) argwöhnisch. Die drei Heranwachsenden versuchen, das hübsche FDJ-Mädchens Miriam Sommer (Teresa Weißbach) für sich zu interessieren, aber die Angebetete ignoriert die Jungen, bis Micha sich etwas einfallen lässt …


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Filmkritik:

In "Sonnenallee" stellen Leander Haußmann und Detlev Buck staatliche Bevormundung, Unfreiheit und Versorgungsprobleme als typisch für das Leben in der DDR heraus, aber sie zeigen es aus der Sicht einiger Jugendlicher, die ihren Weg zwischen Auflehnung und Anpassung suchen und zugleich mit den Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens zu kämpfen haben. Auf diese Weise gelingt es ihnen, das DDR-Regime absurd wirken zu lassen und sich über dessen Repräsentanten lustig zu machen. "Sonnenallee" ist eine aus locker zusammenhängenden Episoden bestehende Satire auf den Alltag in der DDR. Überzeugend sind vor allem die Darsteller.

Aufgrund des Kino-Erfolgs schrieb Thomas Brussig das Drehbuch anschließend zum Roman um: "Am kürzeren Ende der Sonnenallee" (Verlag Volk und Welt, Berlin 1999, ISBN 3-353-01168-4, 158 Seiten).

Inhaltsangabe

Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2005

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