Wonder Boys

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Wonder Boys - Originaltitel: Wonder Boys - Regie: Curtis Hanson - Buch: Steve Kloves, nach dem Roman "Wonder Boys" von Michael Chabon - Kamera: Dante Spinetti - Schnitt: Dede Allen - Musik: Christopher Young - Darsteller: Michael Douglas, Frances McDomand, Tobey Maguire, Robert Downey Jr., Katie Holmes, Richard Thomas u.a. - 2000; 110 Minuten

Inhaltsangabe

Vor sieben Jahren hat der Pittsburgher Literaturprofessor Grady Tripp einen Bestseller geschrieben. Sein Lektor muss endlich wieder einen Erfolg vorweisen, um nicht entlassen zu werden und drängt Grady zur Fertigstellung seines neuen Romans. Er ahnt nicht, dass Grady zwar bereits mehr als 2300 Seiten geschrieben hat, aber wie unter Zwang weitermacht ...
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Kritik

"Wonder Boys" ist eine verquere Satire auf den Literaturbetrieb in den USA. Es geht um Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs, um ein chaotisches Wochenende eines Literaturprofessors und Schriftstellers in der Midlife Crisis, das diesen zur Besinnung bringt.
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Grady Tripp (Michael Douglas) ist Literaturprofessor in Pittsburgh, Pennsylvania. Gerade hat ihn seine Ehefrau Emily verlassen. Am Abend desselben Tages beginnt das Literaturfest in der Stadt, und diese Gelegenheit will der Lektor Terry Crabtree (Robert Downey jr.) nutzen, um auf die Fertigstellung von Gradys neuem Roman zu drängen. Der letzte, ein Bestseller mit dem Titel „Die Tochter des Brandstifters“, ist immerhin schon sieben Jahre alt, und wenn Terry nicht bald wieder einen Erfolg vorweisen kann, muss er mit seiner Kündigung rechnen. Er ahnt nicht, dass Grady zwar bereits mehr als 2300 Seiten geschrieben hat, aber wie unter Zwang weitermacht.

Das Fest wird mit einer Party im Haus des Rektorenehepaars Walter und Sara Gaskell (Richard Thomas, Frances McDormand) eröffnet. Der bisexuelle Lektor bringt seine neue Eroberung mit, den Transvestiten Tony alias Antonia Sloviak (Michael Cavaias). Die Studentin Hannah Green (Katie Holmes), die bei Grady in Untermiete wohnt, hat sich von ihrem Kommilitonen James Leer (Tobey Maguire) zur Villa der Gaskells bringen lassen, aber er bleibt vor dem Haus stehen, denn er ist nicht eingeladen. So kommt es, dass Grady auf ihn trifft, als er ein wenig frische Luft schnappen will. Er nimmt seinen hoch begabten aber depressiven und kauzigen Studenten mit hinein, geht mit ihm ins Schlafzimmer, öffnet den Safe und zeigt ihm eine kleine Jacke mit Pelzkragen, die einmal Marilyn Monroe gehört haben soll und von Walter Gaskell für sehr viel Geld erworben wurde. Als James sieht, wie Grady den Geheimcode für den Safe im Schlafzimmer des Ehepaars Gaskell eintippt, begreift er, dass sein Literaturprofessor der Geliebte der Rektorin ist. Während die Gäste sich vor dem Haus von den Gastgebern verabschieden, wollen Grady und James sich unbemerkt vom Obergeschoss herunterschleichen. Aber der blinde Hund der Gaskells packt Grady am rechten Unterschenkel und lässt ihn nicht mehr los. James erschießt das Tier mit einer kleinen Pistole, und es gelingt den beiden Männern, den Kadaver in Gradys Kofferraum zu packen. Um sich von dem Schreck zu erholen und die Schmerzen der Bisswunde zu betäuben, schluckt Grady Codein und gibt auch James eine der Tabletten.

So beginnt ein verrücktes Wochenende im Leben von Grady Tripp. Im weiteren Verlauf erfährt er von Sara, dass sie von ihm schwanger ist, das Kind jedoch abtreiben will. Hannah versucht, sich an ihn heranzumachen. Walter Gaskell vermisst seinen Hund und zeigt den Diebstahl von Marilyn Monroes Jacke bei der Polizei an. James, der die Jacke in seinem Rucksack hat, wird von der Polizei gesucht und schließlich von Grady den Eltern übergeben, die sich dadurch offenbar sehr gestört fühlen, während James behauptet, es handele sich in Wirklichkeit um seine Großeltern. Terry, der sich in James verliebt hat und dessen Roman „Die Liebesparade“ veröffentlichen will, drängt jedoch Grady, James wieder aus seinem Elternhaus zu „befreien“. Damit die Eltern nicht gleich merken, dass James nicht in seinem Zimmer schläft, legen sie den toten Hund unter die Bettdecke. Ein Latino, der sich einbildet, Gradys Auto sei in Wirklichkeit seines, stiehlt dessen Auto, in dem James seinen Rucksack vergessen hat. Terry nimmt Grady in seinem Wagen mit und sucht mit ihm nach dessen Fahrzeug. Sie stoßen auf das gestohlene Auto, den Dieb und dessen schwangere Frau, die Marilyn Monroes Jacke trägt. Der Latino bedroht Grady mit einer Pistole. Terry rast mit offener Beifahrertür hin, um Grady zu retten, aber er verliert die Kontrolle über sein Auto und kracht gegen eine Wand. Die zweitausend Seiten von Gradys Manuskript, von denen keine Kopie existiert, flattern in den nahen Fluss. Resignierend lassen Grady und Terry sich von dem Dieb und dessen Frau nach Hause fahren und bedanken sich beim Abschied höflich fürs Mitnehmen.

Nach diesem turbulenten Wochenende, an dem er Frau, Job, Manuskript, Auto und beinahe den Verstand verloren hat, beendet Grady das Irrlichtern, beginnt mit einem neuen Roman und ruft mitten in der Nacht bei den Gaskells an, um klarzustellen, dass er Sara liebt.

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1995 erschien Michael Chabons Roman „Wonder Boys“, die literarische Vorlage für Curtis Hansons gleichnamigen Film. „Wonder Boys“ ist eine verquere Satire auf den Literaturbetrieb in den USA. Es geht um Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs, um ein chaotisches Wochenende eines Literaturprofessors und Schriftstellers in der Midlife Crisis, das diesen zur Besinnung bringt. Am Ende beginnt er einen neuen Roman und weiß, worauf es ankommt: auf die Liebe zur Ehefrau seines bisherigen Chefs und das Kind, das sie von ihm erwartet.

Für den Song „Things Have Changed“ erhielt Bob Dylan einen „Oscar“.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2004

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