Jean-Marie Gustave Le Clézio


Am 13. April 1940 wird Jean-Marie Gustave Le Clézio in Nizza geboren. Die Mutter ist Französin, der Vater – ein Engländer – stammt aus einer bretonischen Familie, die später nach Mauritius auswanderte. Mit Mutter und Bruder kommt Jean-Marie Gustave 1948 zum ersten Mal nach Nigeria, wo sein sein Vater als Arzt arbeitet. Eineinhalb Jahre lebt die Familie dort miteinander; dann kehrt sie nach Nizza zurück.

1958 beginnt Le Clézio zu studieren, zuerst Englisch, dann Literaturwissenschaften. In London nimmt er 1961 eine Stelle als Lektor an. Dort heiratet er eine polnischstämmige Französin, die eine gemeinsame Tochter zur

Welt bringt. Zurück in Nizza, erwirbt er 1963 einen ersten akademischen Grad. Seinen Militärdienst leistet Le Clézio 1966/67 an Universitäten in Thailand und Mexiko ab. Indianern begegnet er 1969 erstmals in Panama, wo er sich in den folgenden vier Jahren noch öfter aufhält. Nach seiner Lehrtätigkeit 1974 in New Mexico / USA unternimmt er ausgedehnte Reisen nach Mittel- und Südamerika. Ende 1975 heiratet er zum zweiten Mal; auch in dieser Ehe wird er Vater einer Tochter. Nach Mauritius reist er 1984, um sich auf die Spurensuche seiner dort lebenden Vorfahren zu machen. In China ist er ebenfalls unterwegs, und in Seoul lehrt er ein paar Monate an einer Universität für Frauen.

Seit Anfang der Sechzigerjahre schreibt Le Clézio zahlreiche Bücher. Viele davon werden mit Preisen geehrt. Mit dem Literaturnobelpreis erhält er 2008 die höchste Auszeichnung.

1996 kehrt Jean-Marie Gustave Le Clézio nach Nizza zurück. In einem Interview wird der Autor befragt, ob er ein Heimatland habe. „Nein, Frankreich vielleicht, Afrika, England. Und dann Mexiko, wo ich gewohnt habe, und New Mexico in den Vereinigten Staaten, selbstverständlich.“ Er sei in den Büchern zu Hause, im Schreiben und in der französischen Sprache. (Interview mit Nina Lekander, Süddeutsche Zeitung, 10. Oktober 2008)

Jean-Marie Gustave Le Clézio: Bibliografie (Auswahl)

  • Das Protokoll
  • Die Sintflut
  • Terra amata
  • Das Fieber
  • Der Goldsucher
  • Mondo. Erzählungen
  • Der mexikanische Traum
  • Wüste
  • Fliehender Stern
  • Ein Ort fernab der Welt
  • Onitsha
  • Fisch aus Gold
  • Revolutionen
  • Der Afrikaner
  • Raga. Besuch auf einem unsichtbaren Kontinent

© Irene Wunderlich 2009

Jean-Marie Gustave Le Clézio: Der Goldsucher
Jean-Marie Gustave Le Clezio: Onitsha

Alfred Komarek - Daniel Käfer
Bei den Romanen, die Alfred Komarek über Daniel Käfer geschrieben hat, dient die Handlung vor allem dazu, das Lokalkolorit, den Genius loci des Salzkammerguts, darzustellen. Nicht dramatische Wendungen fesseln den Leser, sondern die Atmosphäre.
Daniel Käfer

Meine vor 18 Jahren selbstgestrickte Website wurde im Juli durch einen professionellen Neubau ersetzt. Aber das Informationsangebot bleibt kostenlos und werbefrei.