Eine Nacht in Rom

Eine Nacht in Rom

Eine Nacht in Rom

Room in Rome. Eine Nacht in Rom – Originaltitel: Habitación en Roma – Regie: Julio Medem – Drehbuch: Julio Rojas, Julio Medem, Katherine Fugate – Kamera: Alex Catalán – Schnitt: Julio Medem – Musik: Jocelyn Pook – Darsteller: Elena Anaya, Natasha Yarovenko, Enrico Lo Verso u.a. – 2010; 100 Minuten

Inhaltsangabe

Die Spanierin Alba und die Russin Natascha begegnen sich als Touristinnen in einer Bar in Rom. Für beide ist die letzte Nacht ihres Aufenthalts in Italien angebrochen. Natascha begleitet Alba zu deren Hotel und lässt sich zu einem One-Night-Stand überreden. Für die schüchterne Russin handelt es sich um das erste lesbische Erlebnis. Trotz der starken Gefühle, die sich zwischen Alba und Natascha entwickeln, schrecken sie vor einer dauerhaften Verbindung zurück ...
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Kritik

"Room in Rome. Eine Nacht in Rom" ist ein sinnliches, atmosphärisch dichtes Kammerspiel. Dass die beiden Frauen fast die ganze Zeit nackt sind, wirkt in keiner Weise voyeuristisch.

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Die Spanierin Alba (Elena Anaya) und die Russin Natascha (Natasha Yarovenko) begegnen sich als Touristinnen in einer Bar in Rom. Für beide ist die letzte Nacht ihres Aufenthalts in Italien angebrochen. Natascha begleitet Alba zu deren Hotel und lässt sich überreden, mit aufs Zimmer zu kommen. Während Alba zielstrebig versucht, Natascha ins Bett zu bekommen, zögert die schüchterne Russin, denn sexuelle Erfahrungen hat sie bisher nur mit Männern. Schließlich lässt sie sich ausziehen, und Alba entkleidet sich ebenfalls. Im Bett scheut Natascha erneut zurück und bleibt verkrampft liegen. Nach ein paar Minuten merkt sie, dass Alba eingeschlafen ist. Da steht sie auf, zieht sich an und verlässt das Zimmer.

Kurze Zeit später wird Alba durch einen fremden Klingelton aufgeweckt. Bevor sie das unters Bett gefallene Handy hervorholen kann, klopft es an der Tür. Natascha ist zurückgekommen, um ihr Mobiltelefon zu holen. Alba fordert sie kokett auf, hereinzukommen und es sich zu holen, aber Natascha weiß, dass es erneut zu Zärtlichkeiten kommen wird, wenn sie darauf eingeht. Der Kellner Max (Enrico Lo Verso) kommt den Gang entlang und schaut Alba an, die nackt in der Türe stehen geblieben ist.

Schließlich gibt Natascha nach. Sie streift ihr Kleid ab und lässt sich von Alba auch die Unterwäsche ausziehen. Es ist der Beginn eines leidenschaftlichen Liebesspiels, das Natascha von ihren Ängsten und Hemmungen befreit.

Nach dem ersten gemeinsamen Orgasmus erzählen Alba und Natascha sich ihre Lebensgeschichten. Natascha behauptet, dass sie in einer Woche einen Mann heiraten werde. Aber keine der beiden Frauen glaubt der anderen, dass sie die Wahrheit sagt. Vielleicht sind nicht einmal die Namen echt. Trotzdem entwickelt sich im Lauf der Nacht eine tragende Harmonie mit starken Gefühlen zwischen ihnen.

Beim Frühstück auf dem Balkon in der aufgehenden Sonne müssen sie sich der Realität stellen und entscheiden, ob sie miteinander ein neues Leben beginnen oder die gebuchten Rückflüge antreten. Für beide war es die bisher intensivste Liebeserfahrung, aber sie beschließen, es bei der einen Nacht in Rom zu belassen. Nachdem sie sich noch einmal in der Badewanne umarmt haben, kleiden sie sich kichernd an, verlassen das Hotel und gehen auseinander.

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„Room in Rome. Eine Nacht in Rom“ ist ein Film über einen One-Night-Stand von zwei Frauen, die trotz der starken Gefühle, die sich zwischen ihnen entwickeln, vor einer dauerhaften Verbindung und der Ungewissheit einer gemeinsamen Zukunft zurückschrecken.

Zu Beginn und am Ende blicken wir von einem Hotelbalkon auf die beiden Frauen vor dem Eingang hinunter. Die restlichen gut eineinhalb Stunden befinden wir uns im Zimmer einer der beiden. Dass sie fast die ganze Zeit nackt sind und sich wiederholt lieben, wirkt im Halbdunkel des Raums weder exhibitionistisch noch voyeuristisch und wird von der Kamera dezent wiedergegeben.

Viel passiert nicht in „Room in Rome. Eine Nacht in Rom“. Das scheinbar mit leichter Hand inszenierte sinnlich-ästhetische Kammerspiel wirkt vor allem durch die dichte, von der Musikuntermalung verstärkte Atmosphäre.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2011

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