Geliebt bis in den Tod

Geliebt bis in den Tod

Geliebt bis in den Tod

Geliebt bis in den Tod – Originaltitel: Dance with a Stranger – Regie: Mike Newell – Drehbuch: Shelagh Delaney – Kamera: Peter Hannan – Schnitt: Mick Audsley – Musik: Richard Hartley – Darsteller: Miranda Richardson, Rupert Everett, Ian Holm, Matthew Carroll, Tom Chadbon, Jane Bertish, David Troughton, Paul Mooney, Stratford Johns, Joanne Whalley, Lesley Manville u.a. – 1985; 100 Minuten

Inhaltsangabe

Die Nachtklub-Geschäftsführerin Ruth Ellis verliebt sich 1954 in den Playboy David Blakely. Es ist der Beginn einer amour fou. Als Ruth erfährt, dass David mit einer standesgemäßen Frau verlobt ist, will sie sich von ihm trennen, aber sie kommt nicht von ihm los, obwohl er sie schlägt und betrügt. Kurz nachdem sie eine Fehlgeburt erlitt, ertappt Ruth ihren Geliebten mit einer anderen Frau. Da besorgt sie sich einen Revolver und erschießt ihn.
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Kritik

Als letzte Frau in Großbritannien wurde Ruth Ellis 1955 hingerichtet. Die obsessive Liebesaffäre, die sie zur Mörderin gemacht hatte, wird in "Geliebt bis in den Tod" kühl und langsam erzählt.
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London 1954. Ruth Ellis (Miranda Richardson) wohnt seit dem Scheitern ihrer Ehe mit ihrem Sohn Andy (Matthew Carroll) in Räumen über dem Nachtklub von Morrie Conley (Stratford Johns), in dem sie als Geschäftsführerin tätig ist. Ihre Tochter Georgina lebt beim Vater. Desmond Cussen (Ian Holm) kümmert sich rührend um Ruth und ihren Sohn, obwohl Ruth die Gefühle des bescheidenen älteren Mannes nicht erwidert und andere ihn deshalb verspotten.

Eines Nachts taucht der Playboy David Blakely (Rupert Everett) in dem Klub auf. Ruth nimmt ihn nach der Arbeit mit in ihr Zimmer und schläft mit ihm. Das ist der Beginn einer leidenschaftlichen Affäre. David stammt aus einer alten Adelsfamilie. Sein ganzes Geld investiert er in Rennautos, aber seine Hoffnung, dass sich das auszahlt, erfüllt sich nicht: Kein einziges Mal schafft er es aufs Siegerpodest.

Von Desmond erfährt Ruth, dass David mit einer standesgemäßen Frau verlobt ist. Daraufhin verlangt Ruth von ihrem Geliebten den Wohnungsschlüssel zurück. David wollte ohnehin für einige Zeit nach Frankreich, um am Rennen in Le Mans teilzunehmen.

Danach kommt er zu Ruth zurück, sagt ihr, er habe seine Verlobung gelöst und macht ihr einen Heiratsantrag. Die beiden versöhnen sich und setzen ihr Verhältnis fort. Als David unter Alkoholeinfluss im Nachtklub randaliert und Ruth schlägt, wirft Morrie beide hinaus. Desmond nimmt Ruth bei sich auf, sorgt dafür, dass Andy in ein gutes Internat kommt und trägt die Kosten.

Ruth stellt fest, dass sie schwanger ist.

Als sie David sucht, findet sie ihn bei seinen Freunden Anthony Findlater (Tom Chadbon) und Carole Findlater (Jane Bertish), die ihn drängen, die Affäre zu beenden und sich auf die Vorbereitung seines Wagens („The Emperor“) für das nächste Rennen zu konzentrieren.

Am ersten Ferientag Andys ist Ruth mit David zusammen und vergisst, ihren Sohn abzuholen. Wieder ist es Desmond, der sich wie ein Vater um den Jungen kümmert.

Kurz darauf erleidet Ruth eine Fehlgeburt.

David verspricht Andy, ihn zu einer Sportveranstaltung mitzunehmen, doch er versetzt ihn und lässt nichts von sich hören. Da gerät Ruth außer sich. Vergeblich versucht Desmond, sie zu beruhigen. Nachdem sie David mit einer anderen Frau ertappt hat, ist sie nicht mehr aufzuhalten: Sie passt David ab, als er aus einer Kneipe kommt und erschießt ihn. Dann bittet sie den Wirt ruhig darum, die Polizei anzurufen und lässt sich festnehmen.

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Das Melodram „Geliebt bis in den Tod“ („Dance with a Stranger“) beruht auf einem Fall, der sich Mitte der Fünfzigerjahre tatsächlich in London ereignete. Ruth Ellis wurde wegen der Ermordung von David Blakely am 13. Juli 1955 gehängt. Sie war die letzte Frau, die man in Großbritannien hinrichtete.

Mike Newell hat die obsessive und tödlich endende Liebesaffäre kühl und langsam inszeniert.

2005 drehte Adrian Shergold einen weiteren Film über Ruth Ellis: „Pierrepoint“.

Pierrepoint – Regie: Adrian Shergold – Drehbuch: Bob Mills, Jeff Pope – Kamera: Danny Cohen – Schnitt: Tania Reddin – Musik: Martin Phipps – Darsteller: Mary Stockley (Ruth Ellis), Timothy Spall (Albert Pierrepoint), Juliet Stevenson (Annie Pierrepoint), Eddie Marsan, Cavan Clerkin, James Corden, Joyia Fitch, Clive Francis, Christopher Fulford, Claire Keelan, Ben McKay, Tobias Menzies, Michael Norton, Tim Woodward u.a. – 2005; 90 Minuten

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2007

Ruth Ellis (Kurzbiografie)

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