Forever Mine

Forever Mine

Forever Mine

Originaltitel: Forever Mine - Regie: Paul Schrader - Drehbuch: Paul Schrader - Kamera: John Bailey - Schnitt: Kristina Boden - Musik: Angelo Badalamenti - Darsteller: Joseph Fiennes, Ray Liotta, Gretchen Mol, Vincent Laresca, Myk Watford, John Nelles u.a. - 1999; 110 Minuten

Inhaltsangabe

Der mittellose dreiundzwanzigjährige Hotelangestellte Alan verliebt sich leidenschaftlich in Ella, die Frau eines skrupellosen Politikers und Geschäftsmannes. Als Ella ihrem Mann die Affäre gesteht, droht die obsessive Liebe Alan das Leben zu kosten ...
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Kritik

Zwar ist die Geschichte nicht in allen Einzelheiten plausibel und überzeugend, aber "Forever Mine" ist immerhin ein gut fotografierter und gut gespielter spannender Thriller.
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Acht Monate nach der Hochzeit verbringt der Geschäftsmann und Politiker Marc Brice (Ray Liotta) einen Urlaub mit seiner Frau Ella (Gretchen Mol) in Miami. In ihrem Clubhotel ist seit dem letzten Jahr der dreiundzwanzigjährige Alan Ripley (Joseph Fiennes) als Kellner am Strand beschäftigt. Als Alan die Blondine im weißen Badeanzug aus dem Wasser steigen sieht, ist es um ihn geschehen: Er kann an nichts anderes mehr denken, gesteht Ella seine leidenschaftliche Liebe und überredet sie, eine Unpässlichkeit vorzutäuschen, um ihren Mann bei einer geplanten Kreuzfahrt nicht begleiten zu müssen. Ella ist ihrem Mann zwar dankbar, weil er sie von ihrem tristen Dasein als einfache Bürokraft erlöst hat und ihr ein mondänes Leben bietet, aber sie liebt ihn nicht wirklich, sehnt sich nach wahrer Liebe und glaubt, sie bei Alan zu finden. Nach einigen heißen Nächten mit Alan kehrt ihr Mann von der Kreuzfahrt zurück, und kurz darauf reist das Ehepaar wieder ab. Ella hinterlässt Alan einen Rosenkranz.

Alan leiht sich das Auto seines Kollegen und Freundes Javier (Vincent Laresca) und fährt nach New York, wo Marc und Ella Brice leben. Er findet einen Job bei einer Bank und ruft Ella eines Abends an. Sie kommt zu ihm ins Hotel, und sie fallen sich erneut in die Arme.

Danach beichtet Ella bei einem katholischen Priester und gesteht ihrem Ehemann, was geschehen ist. Marc Brice sorgt dafür, dass Alan festgenommen wird und man ein Tütchen Kokain bei ihm findet. Er besucht ihn in der Gefängniszelle, um ihn zu einem Deal zu überreden: Alans Freiheit gegen die Zusicherung, sich nie wieder in Ellas Nähe zu wagen. Dass Alan nicht darauf eingeht, kommentiert Marc mit den Worten: „Es gibt Arschlöcher und Macher. Sie sind ein Arschloch, ich bin ein Macher. Sie haben keine Chance. Ella gehört mir.“ Alan hört nicht auf, Ella aus dem Gefängnis Briefe zu schreiben – bis zwei Mitgefangene einen Gefängnisbeamten überwältigen und Alan auf ihrer Flucht mitzerren. Offenbar steckt Marc auch hinter dieser Aktion, denn er taucht plötzlich auf und schießt auf Alan. Die anderen Männer werfen den Schwerverletzten in eine Baugrube.

Alan überlebt und sucht Hilfe bei Javier in Miami. Durch den Schuss ist sein rechter Arm gelähmt und die rechte Gesichtshälfte zerfetzt. Auch nach einigen plastischen Operationen bleibt sein Gesicht entstellt. Clever und ehrgeizig beginnt er eine Karriere als Banker des organisierten Verbrechens. Seine Beziehungen erlauben es ihm, sich über die Vermögensverhältnissen und illegalen Machenschaften des inzwischen zum Stadtrat avancierten Marc Brice genauestens zu informieren.

1987, vierzehn Jahre nach der Begegnung mit Ella, erschießt Alan einen Mann namens Manuel Esquema und nimmt dessen Identität an. Er hat erfahren, dass Marc Brice sein politisches Amt aufgeben musste und die Hilfe eines cleveren Anwalts und Bankers sucht, um die aufgrund seiner kriminellen Geschäfte zu erwartende Haftstrafe und die finanziellen Verluste so gering wie möglich zu halten.

Auf dem Flug von Miami nach New York, wo er mit Marc verabredet ist, erinnert Alan alias Manuel Esquema sich an die Ereignisse von vor vierzehn Jahren.

Ahnungslos vertraut Marc sich seinem Besucher an, den nicht einmal Ella wiedererkennt. Als Marc taktlos nach der Ursache des entstellten Gesichts fragt, behauptet Alan, bei seiner Geburt seien einige Teile in der Gebärmutter hängen geblieben.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Nach wie vor fühlt Alan sich von Ella unwiderstehlich angezogen. Er dringt in die Villa des Ehepaars ein, und als sie ihn dort überrascht, gibt er sich zu erkennen.

Kurz darauf trifft er sich mit Marc und dessen Berater Bill Raich (John Nelles), um das weitere Vorgehen zu besprechen. Bill rät Marc, die Vorschläge anzunehmen. Da fügt Alan alias Manuel Esquema noch eine Bedingung hinzu: „Ich will Ihre Frau. Sie liebt mich.“ Marc hält das zunächst für eine unsinnige Forderung, eilt aber beunruhigt nach Hause, um Ella zur Rede zu stellen. Doch sie hat ihn verlassen.

Sie flieht mit Alan im Auto. Marc macht sie in einer einsamen Blockhütte ausfindig. Er will zuerst Alan, dann Ella und sich selbst erschießen. Ella ist einkaufen gefahren. Marc schießt auf Alan, trifft ihn am Hals und am Oberschenkel. Da kommt Ella zurück. Marc richtet seine Pistole auf sie. In diesem Augenblick erhebt Alan sich mit letzter Kraft, fällt ihn an und erschlägt ihn, bevor er erneut zusammenbricht.

Im Krankenwagen sitzt Ella an Alans Seite.

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Die Gier nach Geld und Macht treibt Marc Brice ins Verderben. Eine obsessive Liebe kostet Alan Ripley beinahe das Leben und führt zu seiner Verstümmelung. Zwischen dem Mann, der ihr ein mondänes Leben ermöglicht und dem anderen, der sie leidenschaftlich liebt, wagt Ella sich zunächst nicht zu entscheiden.

Paul Schrader beginnt seinen Film „Forever Mine“ mit dem Flug von Alan Ripley alias Manuel Esquema und seinem Freund Javier 1987 von Miami nach New York. Dann erzählt er, was vierzehn Jahre zuvor geschah – nicht ohne mehrmals ins Flugzeug zurückzublenden. Schließlich führt er die Handlung an der Ostküste fort.

Zwar ist die Geschichte nicht in allen Einzelheiten plausibel und überzeugend, aber „Forever Mine“ ist immerhin ein gut fotografierter und gut gespielter spannender Thriller.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2003

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