Die Ferien des Monsieur Hulot

Die Ferien des Monsieur Hulot

Die Ferien des Monsieur Hulot

Die Ferien des Monsieur Hulot / Die Ferien des Herrn Hulot - Originaltitel: Les vacances de Monsieur Hulot - Regie: Jacques Tati - Drehbuch: Jacques Tati, Henri Marquet, Pierre Aubert und Jacques Lagrange - Kamera: Jacques Mercanton und Jean Mousselle - Darsteller: Jacques Tati, Nathalie Pascaud, Louis Perrault, Michèle Rolla, André Dubois, Suzy Willy, Valentine Camax, Lucien Frégis u.a. - 1953; 110 / 85 Minuten

Inhaltsangabe

Monsieur Hulot fährt mit seinem klapprigen Auto in die Bretagne und verbringt seine Ferien in der Dachkammer einer kleinen Pension am Meer. Was immer er anfängt, um Kontakte zu den anderen Gästen herzustellen oder sich nützlich zu machen – es geht daneben ...
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Kritik

Dialoge benötigt Jacques Tati kaum, denn es kommt in dem sprühenden Gag-Feuerwerk "Die Ferien des Monsieur Hulot" vor allem auf die Situationskomik an.
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Monsieur Hulot (Jacques Tati) fährt mit seinem klapprigen Auto in die Bretagne und verbringt seine Ferien in der Dachkammer der kleinen Pension Hôtel de la Plage am Meer. Linkisch bemüht er sich um Martine (Nathalie Pascaud). Doch was immer der arglose, freundliche und unerschütterliche Urlauber anfängt, um Kontakte zu den anderen Gästen herzustellen oder sich nützlich zu machen – es geht daneben.

Er kann nichts dafür, dass er eine Spur der Verwüstung hinterlässt, denn irgendwie sind immer dumme Zufälle und Missverständnisse die Ursache für die Katastrophen, so etwa wenn er einen Autoreifen wechselt, das Herbstlaub an dem nassen Schlauch kleben bleibt und man ihn deshalb als Trauerkranz an einem frischen Grab niederlegt. Auf dem Höhepunkt schießt Monsieur Hulot aus Versehen die für ein geplantes Feuerwerk vorbereiteten Raketen ab – und seine eifrigen Löschversuche schlagen fehl.

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Buster Keaton meinte, Jacques Tati knüpfe dort an, wo er aufgehört habe. Mit „Monsieur Hulot“ erfand der französische Regisseur eine urkomische Figur, die er selbst verkörperte. Dialoge benötigte Jacques Tati dafür kaum, denn es kommt in dem sprühenden Gag-Feuerwerk „Die Ferien des Monsieur Hulot“ vor allem auf die Situationskomik an. Die kurzen Gespräche der Filmfiguren gehören mehr oder weniger zu den Geräuschen wie zum Beispiel auch die unverständlichen Lautsprecher-Ansagen auf dem Bahnhof. Allerdings hielt Jacques Tati die Geräuschkulisse für ausgesprochen wichtig.

Obwohl „Die Ferien des Monsieur Hulot“ in Farbe gedreht worden war, kam der Film schwarz-weiß ins Kino. Nur ganz zum Schluss färbt sich das Bild für kurze Zeit.

Jacques Tati verkörperte die für „Die Ferien des Monsieur Hulot“ erfundene Figur dann auch noch in „Mein Onkel“, „Playtime“ bzw. „Tatis herrliche Zeiten“, „Abendschule“ und „Trafic“ bzw. „Tati im Stoßverkehr“.

In dem Badeort Saint-Marc-sur-Mer (Saint-Nazaire), wo „Die Ferien des Monsieur Hulot“ 1951 gedreht worden war und das (2010 renovierte) Hôtel de la Plage sich befindet, benannte man den Strand nach Monsieur Hulot und stellte 1999 eine Statue der Figur auf.

Später griff Rowan Atkinson bei der Figur des Mr Bean auf Ideen von Jacques Tati zurück.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002 / 2014

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