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John M. Coetzee: Der Junge. Eine afrikanische Kindheit |
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Inhaltsangabe: Etwas verändert sich. Er ist anscheinend ständig verlegen. Er weiß nicht, wohin er blicken soll, was er mit den Händen anfangen soll, wie er sich aufrecht halten soll, welches Gesicht er machen soll. Alle starren ihn an, fällen Urteile über ihn, finden etwas an ihm auszusetzen. Ihm ist zumute wie einer Krabbe, die man aus ihrem Gehäuse gezogen hat, rot und wund und obszön. (Seite 182) Der durch Alkoholismus verursachte zunehmende physische und psychische Verfall seines Vaters ("dieser Mann", so nennt er ihn, wenn er mit seiner Mutter spricht) lässt den Heranwachsenden noch näher an seine Mutter rücken, wohl wissend, dass er sich damit noch mehr an sie bindet.
Er hat Angst vor ihrem Urteil. [...] Diese Frau war nicht auf der Welt einzig und allein, um ihn zu lieben und zu beschützen und sich um seine Bedürfnisse zu kümmern. Im Gegenteil, sie hat schon vor seiner Entstehung ein Leben gehabt, ein Leben, in dem sie sich nicht den geringsten Gedanken um ihn zu machen brauchte. Zu einer gewissen Zeit in ihrem Leben hat sie ihn geboren; sie hat ihn geboren und hat sich entschieden, ihn zu lieben; vielleicht hat sie ihn zu lieben beschlossen, noch ehe sie ihn geboren hatte; jedenfalls hat sie ihn zu lieben beschlossen, und daher kann sie beschließen, ihn nicht mehr zu lieben. (Seite 194f) |
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Buchbesprechung: |
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Inhaltsangabe und Rezension: © Irene Wunderlich 2004 Textauszüge: © S. Fischer Verlag Seitenanfang |
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