Der letzte Schrei

Der letzte Schrei

Der letzte Schrei

Originaltitel: Der letzte Schrei - Regie: Robert van Ackeren - Drehbuch: Robert van Ackeren, Joy Markert und Iris Wagner - Kamera: Dietrich Lohmann - Darsteller: Barry Foster, Peter Hall, Kirstie Pooley, Delphine Seyrig, Ellen Umlauf, Henning Schlüter, Udo Klier, Rolf Zacher, Hans J. Ballmann u.a. - 1974; 95 Minuten

Inhaltsangabe

Leos Strumpf- und Miederwarenunternehmen "Diskret" steht vor dem Bankrott. Er beauftragt den Rechtsanwalt Edward, die marode Firma zu sanieren. Der meint, dass sich die Strümpfe und Büstenhalter nicht verkaufen lassen, weil sie zu lange halten. Deshalb stellt er die Produktion auf rasch verschleißende Materialien um ...
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Kritik

"Der letzte Schrei" ist eine schrille, mit tausend aberwitzigen Ideen angereicherte Groteske über eine intrigante, verlogene Gesellschaft, in der es nur auf Geld und Sex ankommt.
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Leos (Peter Hall) Strumpf- und Miederwarenunternehmen „Diskret“ steht vor dem Bankrott. Er beauftragt Edward (Barry Foster), einen Rechtsanwalt mit einschlägigen Erfahrungen, die marode Firma zu sanieren. In einem schlauchartigen Gewächshaus aus Plastikfolie mit einer rosa wattierten Tür wartet der Beirat auf dessen Vorschläge. Edward meint, dass sich die Strümpfe und Büstenhalter nicht verkaufen lassen, weil sie zu lange halten. Deshalb stellt er die Produktion auf rasch verschleißende Materialien um. Gleichzeitig vereinbart der betrügerische Anwalt mit einer Gruppe skrupelloser Spekulanten, dass er ihnen „Diskret“ heimlich zuspielen wird.

Leo fährt mit Edward zum Bahnhof, um seine herzkranke Frau Simone (Delphine Seyrig) abzuholen, die sechs Wochen zur Kur in Bad Nauheim war. Er weiß, dass Edward und Simone ein Verhältnis haben, unternimmt aber nichts dagegen, um die Sanierung der Firma nicht zu gefährden. Zu Hause bittet Simone gleich ihren Arzt Dr. Schatz, mit ihrem Mann zu reden: Er müsse auf ihr Herzleiden Rücksicht nehmen und auf leidenschaftliche Umarmungen verzichten. Leo tröstet sich, indem er Spitzenwäsche aus dem Tresor holt.

Während Simone in Bad Nauheim war, hat Edward Gefallen an ihrer Tochter Jella (Kirstie Pooley) gefunden. Als Simone noch am Abend ihrer Ankunft zu ihrem Geliebten eilt, besteht dieser darauf, das Verhältnis ab sofort „zu lockern“. Weil Simone droht, in einer Zeitungsannonce bekannt zu geben, dass ihr Edward zwölf Monate lang als Liebhaber diente, drängt Leo den Anwalt, die Affäre mit seiner Frau fortzusetzen. Er soll mit ihr nach Italien reisen und dort ein Zweigwerk schließen.

Für die Reise übergibt Dr. Schatz seiner Patientin einen Koffer mit lebenswichtigen Medikamenten. Als Simone in Venedig davon schwärmt, endlich mit Edward allein zu sein, begegnet ihnen ein anderes Paar. Die Damen kennen sich von früher, als Simone noch als Maniküre arbeitete. Fluchtartig fahren Simone und Edward nach Genua, um ein paar Tage später eine Kreuzfahrt mitzumachen.

Edward erhält Nachricht von Jella: Sie wartet in einem Hotelzimmer in Genua auf ihn. Er nimmt ein Taxi und treibt den Fahrer zu immer schnellerem Fahren an, bis dieser die Kontrolle über den Wagen verliert, eine Treppe hinunter fährt und eine Massenkarambologe verursacht.

Autowracks hängen in den Bäumen und türmen sich übereinander. Überall Tote. Edwards Taxi liegt auf dem Dach. Mit den Beinen nach oben hängt er im Fond. Nach einer Weile steigt er aus, schließt wie selbstverständlich die Autotür und klopft sich ein paar Staubkörner vom hellen Anzug. Zu Fuß läuft er weiter, und während die Sirenen der Krankenwagen heulen, fallen Jella und Edward übereinander her.

Auf dem Kreuzfahrtschiff hält Simone es nicht aus. Ein Rettungsboot bringt sie und Edward zurück an Land. Da vermisst sie ihren Medikamentenkoffer und glaubt, sie habe ihn auf dem Schiff vergessen. Sie weiß nicht, dass Edward ihn über Bord geworfen hatte. In einem abgestellten Rot-Kreuz-Anhänger, in dem Simone verzweifelt nach Medizin sucht, wird sie von Edward totgefickt.

In der Kirche stehen Jella und Edward als Hochzeitspaar vor dem Sarg Simones. Während der Sarg im Boden versenkt wird und dann in den Ofen des Krematoriums geschoben wird, beginnt der Geistliche mit der Trauungszeremonie. Doch Jella ist plötzlich verschwunden …

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„Der letzte Schrei“ ist eine schrille, mit tausend aberwitzigen Ideen angereicherte Groteske von Robert van Ackeren über eine intrigante, verlogene Gesellschaft, in der es nur auf Geld und Sex ankommt.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002

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"Schloss Gripsholm" ist eine unbeschwerte, leichthin erzählte "Sommergeschichte" – amüsant, fröhlich und idyllisch, aber nicht sentimental –, zu der sich Kurt Tucholsky wohl durch einen Sommeraufenthalt mit einer Geliebten im Jahr 1929 inspirieren ließ.
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